ImpervaBot-Angriffe auf die Verwaltung
Das Cyber-Sicherheitsunternehmen Imperva hat in einer Analyse das Bot-Aufkommen im Internet über die vergangenen zehn Jahre untersucht und nun in einem umfassenden Report veröffentlicht. Demnach stammten im Jahr 2022 in Deutschland 68,6 Prozent des gesamten Internet-Verkehrs von Bots – ein signifikanter Anstieg gegenüber dem Vorjahr (39,6 Prozent). Der Anteil des von menschlichen Usern erzeugten Traffics lag bei 25,2 Prozent und sank damit stark im Vergleich zu 2021 (57,4 Prozent). Beim Entwicklungsniveau – Imperva spricht von Ausgefeiltheit – der Bots liegt Deutschland mit 51,2 Prozent genau im weltweiten Durchschnitt.
Bösartige Bot, so genannte Bad Bots, stellen ein erhebliches Risiko dar. Sie imitieren menschliches Verhalten exakt und lassen sich nur schwer als solche erkennen. Sie wählen IPs nach dem Zufallsprinzip, verschaffen sich Zutritt über anonyme Proxys und passen ihre Identität an. Auf diese Weise kompromittieren sie Konten, stehlen Daten und erhöhen das Spamaufkommen. Die Folgen sind höhere Infrastruktur- und Supportkosten und unter Umständen sogar geschäftliche Einbußen durch Verlust von Nutzern oder Kunden. Insgesamt sollen durch automatisierte Angriffe auf Websites, Infrastrukturen, APIs und Apps von Unternehmen jährlich Milliardenbeträge verloren gehen. Bad Bots werden immer raffinierter und sind zunehmend schwieriger zu detektieren.
Bad Bots manipulieren Web-Seiten von Städten und Gemeinden
Auch die öffentliche Hand muss sich nach Angaben von Imperva immer mehr mit automatisierten Angriffen auf ihre Web-Seiten auseinandersetzen: Mehr als ein Drittel (34 Prozent) des gesamten Internet-Verkehrs im öffentlichen Sektor stammt von Bad Bots. Gutwillige Bots machen lediglich 3,2 Prozent aus, menschlich generierter Traffic liegt mit 62,7 Prozent an der Spitze. Allerdings seien sämtliche Bots noch auf einem rudimentären technischen Niveau und verfügten über keine ausgefeilten Funktionsweisen, so der Report. Zum Vergleich: Im Einzelhandel beispielsweise sind über die Hälfte der Bots als hochentwickelt einzustufen mit vielen fortgeschrittenen Funktionen.
Die Bots werden auf verschiedene Web-Seiten und Web-Applikationen angesetzt: Dazu zählen Internet-Seiten der Gesetzgebung und Verwaltung, digitale Angebote von Gemeinden und Bürgerdienste. Es sind sowohl kleine als auch große Städte betroffen. Die Angreifer haben es insbesondere auf die Übernahme von Konten abgesehen und versuchen, Eintragungen in Register zu manipulieren sowie Daten zu stehlen. Der Anteil des Bot-Verkehrs nimmt von Jahr zu Jahr zu und böswillige Automatisierungstechniken verursachen erhebliche Risiken, sagt Karl Triebes, Senior Vice President bei Imperva. Es müsse jetzt gehandelt werden, um Sicherheitsrisiken für Web-Anwendungen, mobile Apps und APIs zu minimieren.
https://www.imperva.com/de
Berlin: 12. Kommunaler IT-Sicherheitskongress
[04.02.2026] Die kommunalen Spitzenverbände laden am 27. und 28. April zum 12. Kommunalen IT-Sicherheitskongress (KITS) in einem hybriden Format ein. Die Themen reichen vom Grundschutz++ über Erfolgsmodelle für die kommunale Zusammenarbeit bis hin zu Open Source und Künstlicher Intelligenz (KI). Die Veranstaltung ist kostenfrei. mehr...
BSI/SIT: Zertifizierte Sicherheit
[27.01.2026] Der kommunale IT-Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT) hat vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein ISO-27001-Zertifikat auf Basis von IT-Grundschutz erhalten. Zertifiziert wurden unter anderem Rechenzentrumsbetrieb und Verwaltungs-PKI. mehr...
Heidelberg: Hacker-Angriffe abgewehrt
[23.01.2026] Heidelberg verzeichnet seit Wochen wiederholte DDOS-Attacken auf die Website der Stadt. Dank kontinuierlich angepasster Sicherheitsmaßnahmen konnten die Angriffe allesamt abgewehrt werden. Durch die Maßnahmen war lediglich die Website hin und wieder für wenige Minuten nicht erreichbar. mehr...
Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: Managed Security für sensible Daten
[22.01.2026] Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald verwaltet sensible Bürger- und Sozialdaten – IT-Sicherheit hat hohe Priorität. Die Behörde nutzt eine Managed-Extended-Detection-and-Response-Lösung des Bochumer Sicherheitsspezialisten G Data. Ein Praxisbericht zeigt, welche Anforderungen es gab und wie Zusammenarbeit und Roll-out verliefen. mehr...
Kommunale IT-Sicherheit Bayern: 1.000. Siegel geht an Bodenwöhr
[19.01.2026] Bayern hat zum mittlerweile 1.000. Mal das Siegel Kommunale IT-Sicherheit verliehen. Erhalten hat es die Gemeinde Bodenwöhr. Die Kommune wird das Thema IT-Sicherheit weiterhin im Blick behalten und laufend nachbessern. mehr...
Dataport: BSI bestätigt Sicherheit
[13.01.2026] Alle drei Jahre muss IT-Dienstleister Dataport sein BSI-Grundschutz-Zertifikat einem aufwendigen Rezertifizierungsaudit unterziehen. In diesem Rahmen hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Sicherheit der Rechenzentrumsinfrastruktur nun zum vierten Mal in Folge bestätigt. mehr...
Rheinland-Pfalz: Kommunen für Cybersicherheit sensibilisieren
[18.11.2025] Rund 200 Beschäftigte aus rheinland-pfälzischen Kommunen nahmen an der virtuellen „Roadshow Kommunen“ teil. Fachleute von BSI, CERT-kommunal-rlp und dem Digitalisierungsministerium informierten über praktische Sicherheitsmaßnahmen, um besser auf IT-Sicherheitskrisen vorbereitet zu sein. mehr...
Bayern: Bericht zur Cybersicherheit 2025
[18.11.2025] Für Bayern liegt jetzt der diesjährige Bericht zur Cybersicherheit im Freistaat vor. Die Bedrohungslage ist demnach weiterhin hoch, mutmaßlich politische motivierte Cyberangriffe nehmen zu. Bayern hat seine Schutzmaßnahmen angepasst und die Präventionsangebote für den Bereich Wirtschaft und Gesellschaft weiterentwickelt. mehr...
Cybersicherheit: Hoher Handlungsdruck
[12.11.2025] Die aktuelle Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense zeigt: Veraltete IT, Fachkräftemangel und zu geringe Budgets bremsen die Sicherheitsvorkehrungen aus. Kommunen müssen jetzt handeln und ihr Schutzniveau erhöhen. mehr...
Cybersecurity: Schatten-KI als offene Flanke
[11.11.2025] Eine aktuelle Umfrage zum Thema Cybersicherheit, die im Auftrag von Microsoft in Ämtern und Behörden durchgeführt wurde, zeigt, dass die Nutzung nicht-autorisierter KI-Tools weit verbreitet ist. Die Zahlen offenbaren außerdem eine erstaunliche Diskrepanz: Während rund 80 Prozent der Befragten auf Landes- und Bundesebene die Bedrohungslage als sehr hoch einstuften, sind es in Kommunen nur 58 Prozent. mehr...
IT-Sicherheit: Angriff und Abwehr mit KI
[23.10.2025] Künstliche Intelligenz unterstützt Kriminelle bei Cyberangriffen, gleichzeitig wird sie zur Gefahrenabwehr eingesetzt. In Kommunen beginnen die Probleme allerdings an ganz anderer Stelle: Sie fallen aus dem IT-Grundschutz. mehr...
Kirkel: Krise kontrolliert bewältigt
[17.10.2025] Die saarländische Gemeinde Kirkel konnte einem Cyberangriff technisch erfolgreich begegnen – auch dank der Unterstützung umliegender Kommunen. Die offene Kommunikation mit der Öffentlichkeit trug ebenfalls zum kontrollierten Umgang mit dem Angriff bei. mehr...
Berlin: Hürden beim Open-Source-Umstieg
[13.10.2025] In der Berliner Verwaltung läuft bislang nur ein gutes Fünftel der eingesetzten Fachverfahren auf Open Source. Fehlende Zentralisierung und eine Windows-Bindung der einzelnen Lösungen bremsen auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität. Der Umsteig erfolgt schrittweise. mehr...
Cybersicherheit: Mit ELITE 2.0 Angriffe realistisch erleben
[26.09.2025] Die Fraunhofer-Institute FOKUS und IAO stellen jetzt Online-Demonstratoren zur Verfügung, mit denen sich die Folgen eines Cyberangriffs realistisch erleben lasen. Das soll Mitarbeitende praxisnah für aktuelle Cybergefahren sensibilisieren. mehr...
ITEBO: Cloudbasierter Notfallarbeitsplatz
[01.09.2025] Kommunen können nun einen Notfallarbeitsplatz bei IT-Dienstleister ITEBO einrichten. Sollte die Verwaltung einmal von einem Cyberangriff betroffen sein, kann sie über die cloudbasierte Lösung innerhalb kurzer Zeit ihre Erreichbarkeit wiederherstellen. mehr...























