Samstag, 7. Februar 2026

IngolstadtBürgerbeteiligung digitalisieren

[19.03.2019] Ihre Bürgerbeteiligungsformate will die Stadt Ingolstadt um digitale Angebote ergänzen. Chatbots, Augmented und Virtual Reality sowie ein virtuelles Bürgerbüro sollen auf Einsatzmöglichkeiten und Potenziale geprüft werden.
Ingolstadt will bei der Bürgerbeteiligung vermehrt digitale Formate anbieten.

Ingolstadt will bei der Bürgerbeteiligung vermehrt digitale Formate anbieten.

(Bildquelle: pure-life-pictures/Fotolia.com)

Die Stadtverwaltung Ingolstadt bietet Bürgern eine Reihe von Möglichkeiten, sich an Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Basis hierfür ist ein Konzept, das der Stadtrat im Juli 2017 verabschiedet hat (wir berichteten). Zuvor hatte die Kommune in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in einem Bürgerbeteiligungsverfahren entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet. Ergebnisse daraus waren nach Angaben der bayerischen Stadt unter anderem die Einrichtung einer zentralen Homepage zur Bürgerbeteiligung, eine laufend aktualisierte Vorhabenliste mit allen größeren Projekten im Stadtgebiet sowie die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle im Sachgebiet Bürgerbeteiligung im Hauptamt. Für die Koordination ist die neue Bürgerbeteiligungsbeauftragte Melanie Rosenplänter zuständig.
Die stellvertretende Leiterin des Hauptamts sagt: „Ziel meiner Arbeit wird es sein, den lebendigen Dialog mit unseren Bürgern fortzuführen und den hohen Standard der Bürgerbeteiligung in Ingolstadt weiter auszubauen.“ Zu den direkten Kommunikationsmöglichkeiten sollen deshalb verstärkt digitale hinzukommen. „Diese Angebote sollen niederschwellig, einfach und smart sein, die bestehenden Möglichkeiten ergänzen und auch neue Nutzer- und Zielgruppen ansprechen. Außerdem können die Bürger noch besser in Entscheidungsprozesse eingebunden werden“, betont Rosenplänter. Oberbürgermeister Christian Lösel ergänzt: „Ich könnte mir zum Beispiel den Ausbau zu einer interaktiven Online-Plattform vorstellen – ein so genanntes virtuelles Bürgerbüro. Großes Potenzial zum Einsatz für die Bürgerbeteiligung bieten auch Augmented und Virtual Reality. Mit 3D-Visualisierungen könnten dann große Bauprojekte erlebbar gemacht werden. Ein weiteres Tool sind Chatbots. Diese Dialogassistenten lernen mit künstlicher Intelligenz dazu und ermöglichen einen leichten, intuitiven Zugang zu Informationen und ersparen die manuelle Suche auf der Homepage oder via Telefon. Es gibt also eine ganze Reihe innovativer Optionen, deren Einsatzmöglichkeiten und Potenziale in einem nächsten Schritt nun geprüft werden müssen.“





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