Montag, 13. April 2026

Kreis BarnimChatbot hilft durch Verwaltungsdschungel

[24.03.2026] Um seinen Bürgerservice moderner, zugänglicher und effizienter zu gestalten, bietet der Kreis Barnim nun einen KI-gestützten Chatbot auf seiner Website an. Das System beantwortet in 100 Sprachen ebenso wie in Leichter Sprache rund um die Uhr Fragen zur Verwaltung, wofür es die entsprechenden Inhalte der Website zusammenfasst.
Screenshot des Barnimer Chatbots.

Der Chatbot erkennt die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger auch ohne Fachbegriffe oder komplizierte Suchwörter.

(Bildquelle: Kreis Barnim)

Ein mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitender Chatbot ergänzt jetzt die neu gestartete Internetseite der Kreisverwaltung Barnim. Wie die Brandenburger Kommune mitteilt, will sie den Bürgerinnen und Bürgern damit eine schnelle, unkomplizierte und barrierearme Orientierung im breiten Angebot der Kreisverwaltung ermöglichen. Der Bot kann anonym und ohne Anmeldung genutzt werden und beantwortet rund um die Uhr Fragen zu Zuständigkeiten, Ansprechpersonen, Verwaltungsleistungen sowie Angeboten des Landkreises. Beispielhaft genannt seien Informationen zur Kfz-Zulassung, zu Sozialleistungen, zur Abfallentsorgung sowie zu Bildungsangeboten.

Die Bürgerinnen und Bürger können die Fragen so formulieren, wie sie diese im persönlichen Gespräch stellen würden. Es sind laut Barnim keine besonderen Fachbegriffe oder komplizierten Suchwörter erforderlich. Der Chatbot erkenne das Anliegen und stelle die passenden Informationen aus den hinterlegten Inhalten zusammen – auf Wunsch auch in Leichter Sprache. Zudem beherrsche das System mehr als 100 Sprachen.

Als Informationsgrundlage dienen dem Chatbot die Inhalte der Website des Landkreises sowie eine Schnittstelle zum Redaktionssystem des Landes Brandenburg, in dem im Zuge der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) sämtliche Verwaltungsleistungen des Landkreises hinterlegt seien. Das System lerne kontinuierlich dazu und werde auf Grundlage realer Anfragen weiter verbessert. Wie gut der Bot ihr Anliegen bewerkstelligt hat, können die Bürgerinnen und Bürger per integrierter Bewertungsfunktion mittels Daumen hoch oder runter samt Kommentar direkt rückmelden.

Die Kreisverwaltung versteht den Chatbot als ergänzenden Service. Die persönliche Beratung, individuelle Sachverhaltsprüfungen und verbindliche Entscheidungen bleiben Aufgabe der zuständigen Fachbereiche.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
KI-Voicebot Sonny fängt eine Mülltonne mit dem Kabel eines Telefons als Lasso ein

SYNQONY: Voicebot für die Abfallwirtschaft

[13.04.2026] Einen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft hat das Unternehmen SYNQONY entwickelt. Derzeit wird der digitale Abfallberater Qonny in einem Pilotprojekt mit dem Kreis Leer getestet. mehr...

Hände tippen auf Computer-Keyboard (leicht unscharf), davor gerenderter Kopfumriss aus helltürkisen Punkten und Linien

Niederrhein: Interkommunal zu KI

[09.04.2026] Fünf Niederrhein-Kommunen haben gemeinsam einen datenschutzkonformen KI-Assistenten zur internen Nutzung beschafft. Die Nachnutzung durch weitere Kommunen ist möglich. mehr...

Futuristisch leuchtendes Technologienetzwerk das sich unter anderem zu einer Gehirnform verbindet.

Kreis Dithmarschen: Pionier für LLMoin

[09.04.2026] Den von Hamburg und Dataport entwickelten KI-Textassistenten LLMoin nutzt nun auch der Kreis Dithmarschen - und ist damit ein Pionier in Schleswig-Holstein. mehr...

Porträtaufnahme von Marc Isop.
interview

Voiceagent: Lotse durch den Prozessdschungel

[30.03.2026] Das Unternehmen Onlim hat einen dialogfähigen Voiceagent entwickelt. Im Interview erklärt Marc Isop, Chief Revenue Officer bei Onlim, welche Vorteile die Lösung kommunalen Servicecentern bringt und für welche Anwendungsfälle sie besonders geeignet ist. mehr...

Stade: 24/7 auch telefonisch

[27.03.2026] Die Stader Stadtverwaltung ist jetzt 24 Stunden täglich telefonisch erreichbar. Möglich macht das ein Voicebot, eine Weiterentwicklung des Chatbots Käpt’n Knut. mehr...

Der lebensgroße Avatar CAIA wird auf einem Monitor dargestellt. Der Avatar hat das Aussehen einer Frau.
bericht

Gersthofen: Gersti und CAIA helfen

[26.03.2026] Die Stadt Gersthofen nutzt KI unter anderem für Gersti, einen 24/7-Assistenten für Bürgerservice und Verwaltungsanliegen, und für CAIA, einen lebensgroßen Avatar im Hallenbad. Diese beiden Werkzeuge ebnen den Weg für weitere KI‑unterstützte Prozesse. mehr...

4 Personen vor einem Bildschirm: SpeechMind wird Teil des ITEBO-Netzwerks

Sitzungen: KI unterstützt Protokollierung

[25.03.2026] Einen neuen Partner für sein Netzwerk hat ITEBO gewonnen: Das Start-up SpeechMind, welches auch am Agentic AI Hub des Bundes teilnimmt, bringt seine KI-basierten Lösungen zur automatisierten Protokollierung von Sitzungen ein. mehr...

Fünf Mitarbeitende der Stadt Gütersloh an einem Arbeitsplatz in der Ausländerbehörde

Gütersloh: Ausländerbehörde erhält virtuellen Mitarbeiter

[12.03.2026] Ein Software-Roboter unterstützt die Ausländerbehörde der Stadt Gütersloh ab sofort bei Meldevorgängen. Geplant ist, den virtuellen Mitarbeiter in Zukunft auch in anderen städtischen Fachbereichen einzusetzen. mehr...

Männer in Anzügen (darunter Bundesminister Wildberger) und junge Menschen in Smart Casual-Kleidung stehen in einem Konferenzraum herum und reden miteinander.

BMDS: Wenn die KI selbstständig arbeitet

[11.03.2026] Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Verwaltungsmitarbeitende von Routineaufgaben zu entlasten und Verwaltungsprozesse fehlerärmer und effektiver zu machen. Dies trifft vor allem auf autonom agierende, agentische KI zu. In einem Projekt des BMDS werden solche Anwendungen in 17 Kommunen pilotiert. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

Nürnberg: Test für KI-gestützten Voicebot

[10.03.2026] Einen Test für einen KI-gestützten Voicebot im Behördenwegweiser startet die Stadt Nürnberg. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme und zum Feedback aufgerufen. mehr...

Luftaufnahme: Autobahnabschnitt mit Abfahrten und mehrspurigen Brücken

Fraunhofer FOKUS: Gebrauchsanleitung für den KI-Einstieg

[09.03.2026] Der Potenzial-Check „Startklar für KI“ bietet Kommunen eine systematische Herangehensweise für die Bewertung und Planung von KI-Projekten. Das Werkzeug führt KI-Einsteiger und erfahrene Anwender strukturiert durch relevante Fragen – von strategischen Zielen über technische Anforderungen bis hin zur Ressourcenplanung. mehr...

Wohngeld kann bald online beantragt werden.

Frankfurt am Main: Mit Wohni zum Wohngeld

[09.03.2026] Auf KI-Unterstützung bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen setzt jetzt die Stadt Frankfurt am Main. Zum Einsatz kommt die Assistenz Wohni des Münchner Unternehmens forml. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop über dessen Tastatur Dokumente schweben.

Kreis Dahme-Spreewald: Intelligenter Verwaltungsassistent im Test

[05.03.2026] Der Kreis Dahme-Spreewald testet in der Ausländerbehörde den intelligente Verwaltungsassistenten iva.AT, der digitale Anträge auf Aufenthaltstitel bereits beim Ausfüllen prüft und unmittelbar auf fehlende oder unpassende Unterlagen hinweist. Es handelt sich um ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Aufenthalt Digital. mehr...

Paar sitzt im Bett, sie hält einen Strauß weißer Rosen in den Händen, er tippt etwas in einen Laptop.

Wiesbaden: KI hilft bei Onlineanmeldung der Eheschließung

[03.03.2026] Bei der Onlineanmeldung zur Eheschließung setzt Wiesbaden nun auch Künstliche Intelligenz (KI) ein. Diese generiert direkt nach der Anmeldung eine individuelle Übersicht der benötigten Dokumente für das Traupaar und strukturiert die online eingereichten Unterlagen automatisch für die Sachbearbeitung. mehr...