SaarlandDigitaler Bauantrag mit KI
Im Saarland ist jetzt das Konzept des Digitalen Bauantrags vorgestellt worden. Ziel ist es nach Angaben der Staatskanzlei, die Bearbeitungsdauer deutlich zu verkürzen und Ressourceneinsätze innerhalb der Verwaltung spürbar zu verbessern. Der Digitale Bauantrag soll ab 2022 eine vollautomatisierte Alternative zum regulären Bauantrag darstellen – von der Einreichung bis zur Genehmigung. Die Umsetzung soll nach Angaben der Staatskanzlei nicht zuletzt durch die radikale Verschlankung einiger Prozesse auch zu einer Entbürokratisierung beitragen. Hierfür ist geplant, eine digitale Plattform in Form einer Cloud-Anwendung zu schaffen, auf welche alle wichtigen, handelnden Akteure wie Architekten, Untere Bauaufsichtsbehörden (UBA), Obere Bauaufsicht, sonstige Zustimmungsbehörden, Träger öffentlicher Belange und die Stadtplanung Zugriff erhalten.
Noch müssen Anträge in mehrfacher Ausführung ausgedruckt und unterschrieben werden. Je nach Verfahrensart seien das drei bis sieben Exemplare, erklärte Alexander Schwehm, Präsident der Architektenkammer des Saarlands, laut einem Artikel in der Online-Ausgabe der Saarbrücker Zeitung. Und das beziehe sich nur auf Einfamilienhäuser oder noch kleinere Bauvorhaben. Bei Hochhäusern oder Unternehmensgebäuden kämen da schon mehrere Umzugskartons zusammen. Auch vergingen heute Wochen, bis ein Antrag überhaupt eingereicht werden kann. „Planer arbeiten schon seit Jahren digital. Sobald der Antrag eingereicht wird, verfallen wir wieder ins Analoge, ins Mittelalter“, sagt Schwehm. Mit dem neuen System entfalle diese Abfrage, denn alle Informationen lägen bereits digital vor. Statt nach Wochen sei ein Antrag innerhalb weniger Minuten ausgefüllt.
Ministerpräsident Tobias Hans erklärte zur Vorstellung des Konzepts: „Heute geben wir den Startschuss für das Bauwesen des digitalen Zeitalters. Mit dem Digitalen Bauantrag gehen wir nicht nur ein Stück weiter in Richtung eines Digitalen Saarlands, sondern geben dem Saarland auch einen neuen Standortfaktor: Wir sind das Land, das mithilfe von Automatisierung und künstlicher Intelligenz (KI) aktiv bürokratische Hürden für Unternehmen und Bürger abbaut.“
Bundesweit Maßstäbe setzen
KI soll es laut der Pressemeldung der Staatskanzlei zum Beispiel ermöglichen, dass das System bereits beim Einreichen des Antrags automatisiert feststellt, ob die wesentlichen gesetzlichen Vorschriften, wie Mindestabstände, eingehalten werden und dies dem Antragsteller nahezu in Echtzeit zurückmeldet. Geplant sei, dass zunächst einzelne Prozesse von KI assistiert werden.
Eine Bund-Länder-Gruppe mit Mecklenburg-Vorpommern, Bayern und Baden-Württemberg arbeitet an digitalen Verfahren für die Dienstleistungen von Behörden, ist in der Saarbrücker Zeitung zu lesen. Nach Aussage von Saarlands Innovationsbevollmächtigtem Ammar Alkassar profitieren die Länder von den Arbeiten und Grundlagen der jeweils anderen. An diese Vorarbeiten soll angeknüpft werden. Das Saarland möchte aber noch weiter gehen und bundesweit Maßstäbe setzen. Eine behördenübergreifende Vernetzung, wie es das Land mit seinem Konzept angehen will, gebe es nämlich noch nicht. Das Saarland werde zum Vorreiter. Laut Alexander Schwehm, Präsident der Architektenkammer des Saarlands gibt es bereits Zuspruch aus ganz Deutschland.
Am 23. April 2019 wird eine Kick-off-Veranstaltung zum Virtuellen Bauamt stattfinden. Das Virtuelle Bauamt gilt als erster Schritt zum saarländischen Digitalen Bauantrag in der UBA des Regionalverbands.
Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige
[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...
Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag
[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone
[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...
Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter
[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...
Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird
[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...
Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land
[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...
Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf
[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...
VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID
[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...
AKDB: adebisKITA als Cloud-Version
[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...
Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche
[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...
Kreis Steinfurt: Bauantrag ohne Papier
[14.01.2026] Das Bauportal Nordrhein-Westfalen ist um eine Kommunikationsplattform ergänzt worden, sodass auch der Austausch rund um einen Bauantrag digital abgewickelt werden kann. Als erster Landkreis startet Steinfurt mit dem voll digitalisierten Verfahren. mehr...
Hamm: Schub für digitale Genehmigungen
[12.01.2026] Die Stadt Hamm bearbeitet Bau- und Immissionsschutzanträge künftig Ende-zu-Ende digital. Digitale Einreichungen werden vollständig elektronisch geprüft und beschieden. Mit gezielten Anreizen und Informationsangeboten will die Stadt den Wechsel von Papier- zu Digitalanträgen beschleunigen. mehr...
Bremerhaven: Schulgebäude smart gebaut
[16.12.2025] Die Stadt Bremerhaven setzt beim Hochbauprojekt „Allianz 3 Schulen“ auf smarte Methoden wie Building Information Modeling, um Prozesse effizienter und präziser zu gestalten. Zudem kommt das innovative Verfahren der integrierten Projektallianz (IPA) zum Einsatz. mehr...
Lösungen: Medienbruchfreie Marktorganisation
[16.12.2025] Die Anbieter cit, S-Public Services und LTE Consulting bündeln ihre Kompetenzen, um Kommunen eine vollständig digitale Lösung für die Organisation und Verwaltung von Märkten bereitzustellen. mehr...
Metropolregion Rhein-Neckar (MRN): Online zum Handwerkerparkausweis
[16.12.2025] In der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) können Handwerkerparkausweise nun medienbruchfrei über eine zentrale Onlineplattform beantragt werden. Ist der Ausweis genehmigt, können die Betriebe ihn selbst ausdrucken. mehr...






















