Montag, 27. Juli 2026

SonnenMeldedaten in der Cloud

[26.06.2025] Da der lokale IT-Betrieb immer anspruchsvoller wird, ist die Gemeinde Sonnen mit ihrem Einwohnerfachverfahren in die Cloud gewechselt. Es wird nun im Rechenzentrum der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) betrieben. Die Migration verlief reibungslos.
Blick auf viele Personen von oben, im Hintergrund sind zweidimensionale Wolken zu sehen

Durch den Cloudbetrieb muss die Gemeinde Sonnen im Einwohnermeldewesen keine Updates mehr aufspielen.

(Bildquelle: niserin/123rf.com)

Mit OK.EWO setzt die Gemeinde Sonnen im Einwohnermeldeamt eine Fachsoftware der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) ein. Da der lokale IT-Betrieb im Meldewesen immer anspruchsvoller wird, hat sich die bayerische Kommune für den Wechsel in die Cloud entschieden. Das Migrationsteam der AKDB hat daraufhin den Datenumzug vollzogen. Wie der IT-Dienstleister berichtet, reduziert Sonnen damit nicht nur den Betriebsaufwand. Die Gemeinde beuge auch einer aufwendigen Datenwiederherstellung nach einer Cyberattacke vor.

Durch einen Vorab-Abzug können die Daten für die Migration im laufenden Betrieb geprüft und passend gemacht werden. „OK.EWO wird ab dann im Rechenzentrum der AKDB betrieben“, erklärt Tim Läpple, der bei der AKDB das Migrationsteam des Outsourcing-Rechenzentrums verantwortet. „Gerade die sensiblen kommunalen Meldedaten sind dort sicher. Denn der Druck durch mögliche Cyberattacken und den Fachkräftemangel wird in Zukunft nicht geringer.“

Laut Marco Schäfer, Produktmanager Cloudmigration für OK.EWO, ist der Wechsel ins AKDB-Rechenzentrum heute einfacher als je zuvor: „Wir haben ausreichend Kapazitäten freigeräumt und bieten eine übersichtliche Schritt-für-Schritt-Umstellung, sodass interessierte Kommunen ein komfortabler, planbarer Prozess erwartet.“

„Bei uns lief der Wechsel quasi reibungslos“, bestätigt Florian Höpfl, Verantwortlicher für Kassenverwaltung und IT in Sonnen. „Hier wurden wir gut von der AKDB unterstützt, wir hatten gut erreichbare Ansprechpartner.“ Den Hauptvorteil des Cloudbetriebs sieht Höpfl darin, keine Updates mehr aufspielen zu müssen. „Das ist schon eine ordentliche Entlastung.“ Updates und Sicherheit spielen immer eine Rolle, erklärt er des Weiteren. „Hauptgrund der Migrationsentscheidung war für uns aber die Investitionsfrage über eine Anschaffung neuer Server. Da war der Umzug von OK.EWO und anderen Fachverfahren ins Rechenzentrum der AKDB die beste Option.“

Die Frage, wie aufwendig eine Migration ist, beantwortet Tim Läpple: „Das kommt immer ein Stück weit auf den Einzelfall an. Aber aus Erfahrung rechnen wir in der Regel mit drei Wochen für den gesamten Migrationsprozess. Vereinfacht gesagt wird uns von den OK.EWO-Kunden der Bestandsdaten-Abzug bereitgestellt, den wir dann einspielen. Das Ganze wird natürlich getestet und freigegeben.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
bericht

Umweltverwaltung: Strukturierte Prozesse

[27.07.2026] Mit ProUMWELT stellt das Unternehmen Prosoz eine Fachanwendung vor, die kommunale Umweltbehörden bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse unterstützt. mehr...

Parkschild Bewohnerparken vor blauem Himmel

Braunschweig: Digital zum Bewohnerparkausweis

[22.07.2026] Die Stadt Braunschweig erweitert ihr Angebot an digitalen Dienstleistungen um den Bewohnerparkausweis. Dieser wird künftig nur noch in digitaler Form ausgegeben. mehr...

Helm auf Baustelle

Bremen: Bauantrag wird digital

[13.07.2026] Seit Anfang Juli können in Bremen Bauvorlagen lediglich online eingereicht werden. Die bisherige Wahlmöglichkeit zwischen elektronischer und Papierform entfällt. Analog eingereichte Anträge werden künftig zurückgeschickt. mehr...

Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess.

Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital

[09.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...

stilisierter Identitätsnachweis mit einem Schloss, Symbol für sichere eID
bericht

Meldewesen: Fit für die digitale Welt

[02.07.2026] Die zunehmende Bedeutung digitaler Identitäten für verwaltungsinterne Vorgänge ist nur eine der Herausforderungen, auf die das Meldewesen Antworten finden muss. Auch den Themen Sicherheit und Resilienz gilt es, künftig verstärkt Aufmerksamkeit zu widmen. mehr...

Blick in einen Trausaal der Stadt Magdeburg, im Vordergrund ein Smartphone auf dem das neue Angebot Digitaler Traukalender geöffnet ist

Magdeburg: Standesamt digitalisiert Terminvergabe

[01.07.2026] Künftige Brautpaare können ihren Wunschtermin zur Eheschließung jetzt online beim Standesamt der Stadt Magdeburg reservieren. Die neuen digitalen Trau- und Terminkalender können zudem für weitere Anliegen genutzt werden. mehr...

Care Kita-app in Mainz_Logos

Mainz: Kita-App für alle

[01.07.2026] In Mainz wird die Care Kita-App in allen städtischen Kindertagesstätten ausgerollt. Bis zum Start des neuen Kita-Jahres 2026/2027 werden alle städtischen Kitas an die Anwendung angebunden. mehr...

Unternehmensgründung: Loslegen statt Formulare ausfüllen

[08.06.2026] Aachen und Düsseldorf testen ab Juli den digitalen Kombiantrag im Bund-Länder-Projekt Schneller Gründen. Er soll Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung verbinden, doppelte Dateneingaben vermeiden und Bearbeitungszeiten verkürzen. mehr...

bericht

Personalabrechnung: Belastbare Strukturen

[29.05.2026] Steigende Komplexität und Fachkräftemangel setzen die Personalabrechnung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend unter Druck. Die Auslagerung wird daher zu einem strategischen Instrument, um Risiken zu reduzieren und weiterhin handlungsfähig zu bleiben. mehr...

Dom Luftaufnahme Fulda Domplatz Innenstadt

Fulda: Pilotstandort für schnelleres Gründen

[28.05.2026] Fulda übernimmt eine Vorreiterrolle bei der Modernisierung von Gründungsverfahren. Als eine von neun Pilotkommunen wurde die Stadt mit ihrer Nachbargemeinde Petersberg vom Bund für das Projekt „Schneller Gründen“ ausgewählt. mehr...

eine Frau schiebt eine Restabfalltonne auf die Straße

Kreis Oldenburg: SAP zentralisiert Abfallwirtschaft

[08.05.2026] Pünktlich zum Jahresbeginn hat der Kreis Oldenburg gemeinsam mit dem IT-Dienstleister KDO ein technisches Großprojekt auf Basis seines bestehenden SAP-Systems erfolgreich zum Abschluss gebracht: Die Zentralisierung der Abfallwirtschaft. mehr...

Auf einem Smartphone ist eine digitale G´Hundemarke zu sehen, im Hintergrund ist verschwommen ein Hundesgesicht erkennbar
bericht

Essen: Hundesteuermarke auf dem Smartphone

[06.05.2026] Wer einen Hund hält, muss diesen anmelden und erhält dafür eine Hundesteuermarke. Für die rund 30.000 Hunde in Essen steht diese seit Beginn dieses Jahres nicht mehr als Metallmarke, sondern in digitaler Form zur Verfügung. mehr...

Räumfahrzeug auf einer verschneiten Straße in einer Stadt

Winterdienst: Digital auf den nächsten Schnee vorbereiten

[05.05.2026] Bei frühsommerlichen Temperaturen bereiten sich viele Kommunen bereits auf den nächsten Winterdienst vor. Angesichts zunehmend dynamischer Wetterlagen und hoher Anforderungen an Reaktionsgeschwindigkeit und Koordination gewinnen digitale Lösungen zur Alarmierung und Einsatzsteuerung an Bedeutung. mehr...

Kita
bericht

Kita-Lösungen: Ganztagsbetreuung verwalten

[29.04.2026] Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem kommenden Schuljahr stehen Kommunen vor der Aufgabe, mehr Angebote zu schaffen und deren Vergabe effizient zu organisieren. Digitale Lösungen können helfen, Nachfrage und Kapazitäten besser zu steuern. mehr...

Straßenfest mit Essensbuden

EDV Ermtraud: Gaststätte online anmelden

[15.04.2026] Das Land Baden-Württemberg hat den Anzeigeweg im Gaststättengewerbe vereinfacht. Das Unternehmen EDV Ermtraud hat jetzt einen Online-Dienst vorgestellt, über den Bürgerinnen und Bürger ihre Anzeige künftig digital einreichen können. mehr...