Freitag, 20. März 2026

Landkreis WunsiedelDigitaler Zwilling im Aufbau

[31.03.2025] Der Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge soll einen Digitalen Zwilling bekommen. Die Ausschreibung für die Anschaffung der nötigen LoRaWAN-Technologie ist bereits gestartet. Erste Anwendungen sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, insbesondere im Bereich Katastrophenschutz.
Startseite des Webauftritts Smartes Fichtelgebirge

Der Landkreis Wunsiedel und seine Kommunen – das smarte Fichtelgebirge – bekommen einen Digitalen Zwilling.

(Bildquelle: https://freiraum-fichtelgebirge.de)

Das Team des Smarten Fichtelgebirges arbeitet daran, ein digitales Abbild des Landkreises Wunsiedel zu erstellen – einen Digitalen Zwilling. Das Modell wird nach Angaben des Kreises die Grundlage für zahlreiche praktische Anwendungen bilden, die den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erleichtern. Zudem werde der Digitale Zwilling die kreisangehörigen Kommunen bei künftigen Planungen unterstützen und soll ihnen helfen, Ressourcen und Geld zu sparen.

Als Beispiel nennt das Team des Smarten Fichtelgebirges die intelligente Müllentsorgung: Mülleimer werden nur noch geleert, wenn sie wirklich voll sind, was unter anderem Arbeitszeit und Kraftstoff spart. Auch der Katastrophenschutz lasse sich durch moderne Sensoren verbessern: Diese könnten Hochwasser frühzeitig erkennen oder Umweltfaktoren wie Waldbrandgefahr oder Bodenfeuchte überwachen. Ein weiteres wichtiges Einsatzfeld sei das Energiemonitoring: Die gezielte Erfassung von Energieströmen in landkreiseigenen Gebäuden ermögliche einen effizienteren Einsatz von Energien, die Daten könnten zudem die Grundlage für eine nachhaltige Gebäudeautomatisierung bilden. 

Die technische Umsetzung des Digitalen Zwillings für den Kreis Wunsiedel erfolgt über die LoRaWAN-Technologie, ein leistungsfähiges Funknetz, das Echtzeitdaten übermitteln kann. Um den gesamten Landkreis abzudecken, sind 90 Senderstandorte erforderlich. Wie die Kreisverwaltung weiter mitteilt, läuft die Ausschreibung für den Netzausbau bereits. Ziel sei es, noch in diesem Jahr rund 75 Prozent der Standorte zu errichten und erste Anwendungen, insbesondere im Bereich des Katastrophenschutzes, in Betrieb zu nehmen. Hierfür habe der Kreisausschuss im ersten Schritt die Anschaffung der notwendigen Hardware für das LoRaWAN beschlossen. 

„Mit dem Digitalen Zwilling schließen wir Datenlücken und schaffen echte Mehrwerte für unsere Bürgerinnen und Bürger“, kommentiert Oliver Rauh, Projektleiter des Smarten Fichtelgebirges. „Die Integration vorhandener Systeme, der Datenschutz und die Vermeidung unnötiger Doppelstrukturen haben dabei oberste Priorität.“

Dass in diesem Projekt viele Rädchen ineinandergreifen, zeige sich auch am Beispiel einer Drohne, die in diesem Zusammenhang kürzlich angeschafft wurde, fügt Landrat Peter Berek hinzu: „Die Drohne wird sowohl für den Katastrophenschutz als auch für Luftbildaufnahmen des Digitalen Zwillings genutzt. Gerade bei Bränden sind Drohnen unbeschreiblich wertvolle Helfer. Das haben wir beim Großbrand der Firma Lapp im vergangenen Jahr gesehen. Mit der neuen Drohne sind wir hier künftig noch besser aufgestellt. Gleichzeitig lassen sich durch ihren Einsatz virtuelle Abbilder der Lebenswirklichkeit im Landkreis erstellen, die fundierte Entscheidungsgrundlagen für Politik und Verwaltung bieten.“ 





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Eine Person scannt mit dem Smartphone den QR-Code eines Stadtwürfels in Bremerhaven.

Bremerhaven: Stadtwürfel statt Baustellenschild

[20.03.2026] Mit QR-Code versehene Stadtwürfel sollen in Bremerhaven künftig direkt am Ort des Geschehens über Bauprojekte informieren. Der QR-Code führt zu einer ausführlichen Projektbeschreibung auf der kommunalen Website. Im Gegensatz zu Bauschildern können die Würfel flexibel platziert und verlinkt werden. mehr...

Mönchengladbach: Echtzeit-Sensoren überwachen Verkehrsflüsse

[18.03.2026] Ob ausverkaufte Heimspiele der Borussia, Konzerte populärer Bands oder internationale Sportereignisse – im Mönchengladbacher Nordpark finden zahlreiche Großveranstaltungen statt. Mithilfe smarter Daten will die Stadt die dort anfallenden Verkehrsströme besser verstehen und lenken. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Baums, der Daten sendet.

KI: Wenn Bäume ihren Wasserbedarf selbst melden

[17.03.2026] Um Stadtbäume gesund zu erhalten, müssen sie vor Trockenstress geschützt werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen ist aber auch eine Überwässerung zu vermeiden. Ein urbanes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes Bewässerungssystem erfüllt beide Kriterien und unterstützt obendrein bei der Routenplanung. mehr...

Screenshot vom Deckblatt des Studienberichts zum Smart City Index 2025, den der Digitalverband Bitkom vorgelegt hat.

Smart City Index 2025: Studienbericht liefert Detailergebnisse

[17.03.2026] Den Smart City Index 2025 ergänzend hat der Digitalverband Bitkom nun einen Studienbericht mit bislang unveröffentlichten Teilergebnissen herausgegeben. Er macht beispielsweise ersichtlich, dass fast alle Städte bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien setzen. mehr...

Screenshot aus dem Simulationstool

Hamburg: Mit dem Digitalen Zwilling Verkehrslärm simulieren

[11.03.2026] Hamburg hat ein neues Tool zur Lärmsimulation entwickelt, mit dem bereits in frühen Phasen die Verkehrslärmverhältnisse für Bauvorhaben bewertet werden können. Die quelloffene Lösung steht über OpenCoDE auch anderen Städten zur Verfügung. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt. Zwei von ihnen betätigen einen symbolischen Startknopf, eine dritte hält einen aufgeklappten Laptop in den Händen auf dem die Startseite der neuen Website zu sehen ist.

Kreis Warendorf: Smart Region mit eigener Website

[11.03.2026] Als Smart Region Kreis Warendorf bringen der Landkreis und 13 kreisangehörige Kommunen ihre Digitalisierung gemeinsam voran. Auf einer neuen Website präsentiert das Zukunftsprojekt nun seine Digitalisierungsstrategie und erklärt die einzelnen Handlungsfelder. mehr...

Der Digitale Zwilling der Stadt Dresden ist auf einem Tablet zu sehen, das eine Person in den Händen hält.

Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Unwetter

[09.03.2026] Wie sich Unwetterereignisse auf Dresden auswirken können, simuliert jetzt ein Digitaler Zwilling der Stadt. Welche Eindrücke und Erfahrungen die Nutzerinnen und Nutzer mit dem öffentlich zugänglichen Prototyp der 3D-Anwendung machen, soll eine Online-Umfrage zeigen. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt.

Oberhausen: Smarte Ideen aus der Stadtgesellschaft

[09.03.2026] Über ihren Co-Creation Fund unterstützt die Stadt Oberhausen zum zweiten Mal innovative Smart-City-Vorhaben aus der Stadtgesellschaft. Der Fund wird durch Fördermittel des Bundes ermöglicht mit dem Ziel, Ideen aus der Bürgerschaft sowie von Initiativen, Organisationen und weiteren Beteiligten gemeinsam mit der Stadtverwaltung umzusetzen. mehr...

Screenshot des DigiTal Zwilling Wuppertal mit den eingeblendeten Bodenfeuchtedaten.

DigiTal Zwilling Wuppertal: Erste Echtzeitsensordaten

[06.03.2026] Der Digitale Zwilling Wuppertals zeigt jetzt Echtzeitdaten zur Bodenfeuchte an unterschiedlichen Standorten an. Es handelt sich um die ersten live verfügbaren Sensordaten auf der Plattform. mehr...

Blick von Außen durch die Glasfront eines Ladengeschäfts ins Stadtlabor Soest

Studie: Ankerorte für den digitalen Wandel

[04.03.2026] Stadtlabore, Makerspaces und Digitalwerkstätten machen Smart-City-Themen für den Alltag greifbar. Im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) wurde nun untersucht, wie solche Ankerorte des digitalen Wandels wirken – und was sie für Kommunen leisten können. mehr...

Eine bei der Polizeibehörde Freiburg um Breisgau angestellte Person nimmt mit der Smartphonekamera ein geparktes Fahrzeug auf.

Scan-Fahrzeuge: Abschluss der Versuchsreihe in Freiburg

[02.03.2026] Baden-Württemberg hat in mehreren Pilotkommunen den Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur digitalen Parkraumkontrolle getestet. Den Abschluss der Versuchsreihe bildet nun Freiburg. Die Ergebnisse aller Pilotversuche sollen in einem Handlungsleitfaden für Kommunen zusammengefasst werden. mehr...

Nahaufnahme der Reifen und des Unterbodens eines PKW auf verschneiter Straße.

Bad Pyrmont: Smarte Glätte-Detektion

[26.02.2026] Wie glatt es auf den Straßen wird, ist eine Frage, die nicht nur Verkehrsteilnehmende, sondern auch die Winterdienste stark beschäftigt. In Bad Pyrmont werden dazu spätestens im nächsten Winter exakte Daten zur Verfügung stehen. Möglich macht’s ein über LoRaWAN verbundenes Sensorennetzwerk. mehr...

Ein öffentlicher Mülleimer mit Transponder in Arnsberg.

Arnsberg: Smarte Abfallbehälter

[20.02.2026] Die Technischen Dienste Arnsberg behalten öffentliche Abfallbehälter nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) im Blick. Transponder messen den Füllstand der Behältnisse, die KI wertet die gesammelten Daten aus und berechnet optimale Abfuhrtouren.  mehr...

Vier Personen stehen unter einer LED-Tafel, die Parkmöglichkeiten in Wolfsburg anzeigt.

Wolfsburg: City-Infosystem ersetzt Parkleitschilder

[12.02.2026] In Wolfsburg informieren jetzt smarte, frei programmierbare LED-Tafeln flexibel über freie Parkmöglichkeiten und den Verkehr in der Stadt und können auch darüber hinausgehende Hinweise ausstrahlen. Aus dem einstigen Parkleitsystem ist somit ein multifunktionales City-Informationssystem geworden. mehr...

Gruppenfoto vor weißem Lieferwagen

Marpingen: Pilotprojekt für KI-gestütztes Straßenmanagement

[02.02.2026] In Marpingen werden Schäden an Straßen und Verkehrsschildern von kommunalen Fahrzeugen bei Alltagsfahrten per Smartphone erfasst. Eine KI-gestützte Open-Source-Lösung übernimmt die Aufbereitung der Daten. Bald soll die Lösung in 25 weiteren saarländischen Kommunen ausgerollt werden. mehr...