Donnerstag, 5. November 2026

BSI/NExTDrei Projekte für mehr Sicherheit

[22.06.2026] Den InfoSec Impact Award von BSI und NExT erhielten drei herausragende IT-Sicherheitslösungen aus dem Public Sector, die sich mit Software-Lieferketten, Cyber-Trainings und interkommunaler Zusammenarbeit befassen. Die Projekte werden als Best Practices veröffentlicht und der Fachöffentlichkeit vorgestellt.
Etwas düster wirkende Bühne mit der obligaten Großprojektion, davor Personen in förmlicher Business-Kleidung in Gruppenfopto-Aufstellung

Preisverleihung am 16. Juni 2026 im Rahmen der Public IT Security Conference (PITS).

(Bildquelle: NExT e. V.)

Cyber-Angriffe auf Behörden gehören zum Alltag, während die öffentliche Verwaltung immer digitaler und damit abhängiger von sicheren IT-Systemen wird. Gute Cyber-Sicherheit entsteht jedoch nicht allein durch neue Technik, betont das Netzwerk für die öffentliche Verwaltung NExT. Sie braucht auch Menschen, die Risiken erkennen, Prozesse, die Sicherheit mitdenken, und praxistaugliche Lösungen. Solche Ansätze zeichnet der InfoSec Impact Award aus, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit NExT vergibt.

Verliehen wurde der Preis nun im Rahmen der Public IT Security Conference (PITS). Die ausgezeichneten Projekte sollen als Best Practices veröffentlicht und anderen Behörden zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden. „Ob Bund, Land oder Kommune – gute Ideen entstehen überall. Der InfoSec Impact Award macht sichtbar, wie Verwaltungen voneinander lernen können. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Zusammenarbeit und Nachnutzung oft der schnellste Weg zu mehr Sicherheit und besserer Verwaltung sind“, sagt der NExT-Vorstandsvorsitzende und Direktor des ITZBund, Alfred Kranstedt.

Eine Herausforderung – drei Antworten

Die drei prämierten Projekte setzen an unterschiedlichen Stellen der Cyber-Sicherheit an. Den ersten Platz erhielt das Projekt „openCode sSDLC“, das staatliche Software-Lieferketten transparenter machen soll. Gemeinsame Standards und automatisierte Prüfverfahren zeigen, welche Software in Behörden eingesetzt wird, wo Risiken liegen und wie Sicherheitslücken schneller erkannt werden können. Der zweite Platz ging an den Landkreis Traunstein. Das Projekt nutzt kurze Online-Spiele mit regionalem Bezug, um Mitarbeitende niedrigschwellig für reale Angriffsszenarien zu sensibilisieren. Den dritten Platz erhielt das interkommunale Projekt Cyber-Sicherheit des Landkreises Gießen. Gemeinsam mit allen 18 kreisangehörigen Kommunen wurden Schulungsangebote, Austauschformate und selbst entwickelte Phishing-Kampagnen aufgebaut, um Wissen zu bündeln und die Widerstandsfähigkeit der Kommunen zu stärken.

Über die Auszeichnung entscheidet eine unabhängige Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Cyber-Sicherheit. Bewertet werden die Projekte nach ihrer Wirksamkeit (50 Prozent), ihrer Nachnutzbarkeit für andere Behörden (30 Prozent) sowie ihrem Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung (20 Prozent).





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