ISPRATE-Government fordert neues Arbeiten

E-Government macht neue Formen der Arbeitsorganisation erforderlich.
(Bildquelle: MEV Verlag)
Im Rahmen einer Studie hat ISPRAT untersucht, wie sich die Arbeitsorganisation in der Verwaltung durch den IT-Einsatz geändert und welche Konsequenzen dies für die Mitarbeiter hat. Im Fokus des Projektes, das zusammen mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer sowie dem E-Government Competence Center (IfG.CC) in Potsdam durchgeführt wurde, stand die Arbeitsebene. Untersuchungsgegenstand waren zwei Shared-Service-Einrichtungen auf Bundesebene sowie D115-Service-Center in zwei Großstädten. Aus der Studie geht hervor, dass die hohe Informationsdichte und die neuen Formen der flexiblen Arbeitsorganisation einerseits zur Überlastung auf der Arbeitsebene führen können. Andererseits kann Unterforderung entstehen, wenn durch Automatisierung und allzu kleinteiliger Arbeitsteilung Sinnzusammenhänge verloren gehen und Arbeit zu einfach wird. Zudem fordert die Arbeit in neuen Organisationsformen neue Kompetenzen der Mitarbeiter, die über reines Fachwissen hinausgehen. Insbesondere sind Fähigkeiten zur Selbstorganisation, Netzwerkfähigkeit und hohe Flexibilität gefragt. Wie ISPRAT mitteilt, wurden mit dem Projekt erstmals Grundlagen für die notwendige Neuorientierung der Personalstrategie öffentlicher Verwaltungen wissenschaftlich fundiert erhoben und dargestellt.
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