KISA-DigitaltagExklusive Infos und Live-Demos

Großes Interesse der Kommunen in Mittelsachsen am zweiten KISA-Digitaltag.
(Bildquelle: Christian Schneider-Bröcker/KISA)
Zur zweiten Auflage des KISA-Digitaltags kamen am vergangenen Mittwoch (22. April 2026) fast 200 kommunale Vertretern aus ganz Mittelsachsen in Radebeul zusammen. Damit war die Veranstaltung nach Angaben des Zweckverbands für Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen – KISA restlos ausgebucht; das enorme Interesse unterstreiche den hohen Informationsbedarf der Kommunen auf ihrem Weg zur digitalen Verwaltung.
Ein zentrales Thema, das viele Teilnehmende bewegte, war die finanzielle Absicherung der IT-Infrastruktur in Schulen und Verwaltungen. Erstmals wurden im Rahmen des Digitaltags konkrete Details zur neuen Förderverordnung für Personal- und Sachausgaben der Schulträger öffentlich kommuniziert. Darüber hinaus konnten sich die Kommunen auf dem Digitaltag mit Thomas Hockert, Referatsleiter Digitalisierung Schule und Unterricht, Medienbildung im sächsischen Kultusministerium zum DigitalPakt 2.0 austauschen – auch wenn hier deutlich wurde, dass auf bundespolitischer Ebene viele konkrete Details noch in der finalen Abstimmung feststecken.
Vielfältiges Programm
Insgesamt spiegelte das Programm nach Angaben von KISA die gesamte Bandbreite aktueller kommunaler Herausforderungen wider – von der kommunalen Wärmeplanung „as a Service“ über das Wohngeld und Workshops zur revisionssicheren Ablage bis hin zum datenschutzkonformen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Auf großes Interesse bei kleinen und mittelgroßen Kommunen sei insbesondere die Podiumsdiskussion „VIS-Fachkonfigurationen – Chaos war gestern: Die eAkte mit Struktur“ gestoßen. Das sofort einsetzbare praxisbewährte Ablagesystem ermöglicht Verwaltungen einen risikoarmen und ressourcenschonenden Einstieg in die E-Akte.
Als besonderes Highlight wurden zudem Live-Demos angeboten: Präsentiert wurde unter anderem die Wohnsitzanmeldung ohne Behördenbesuch sowie eine KI-gestützte, effiziente Sitzungsprotokollierung.
IT-Dienstleister als Brückenbauer
In den Fachvorträgen wurde deutlich, dass die Rolle von IT-Dienstleistern über die reine Technikbereitstellung hinausgeht. In einem Impulsvortrag und anschließendem Gespräch mit KISA-Geschäftsführer Andreas Bitter skizzierte Martin Schallbruch, CEO von govdigital, die Landschaft der IT-Dienstleister im Bund und deren Arbeitsteilung. Dabei spielt die Kooperation beispielsweise durch die Bündelung der Beschaffung sowie bei der Einführung von KI-Plattformen eine zentrale Rolle.
„Der IT-Dienstleister der Zukunft ist kein reiner Softwarelieferant mehr, der IT-Infrastruktur bereitstellt, sondern ein integraler Begleiter der Verwaltungstransformation. Wir verstehen uns als strategischen Partner der Kommunen, der Verwaltungsprozesse bündelt und automatisiert; als Brückenbauer zwischen technischer Machbarkeit und rechtlicher Sicherheit – insbesondere bei sensiblen Themen wie Governance und IT-Sicherheit im KI-Kontext“, so KISA-Geschäftsführerin Daniela Leonhardt. „Unser Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren, damit Kommunen wieder mehr Raum für das Wesentliche haben: den Service am Bürger.“
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