eIDAS-VerordnungEU-taugliche eID-Infrastruktur

Die deutsche eID-Infrastruktur soll für eine europaweite Nutzung geöffnet werden.
(Bildquelle: PEAK Agentur für Kommunikation)
Die deutsche eID-Infrastruktur basiert auf der Nutzung der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises. Ein Konsortium aus acht deutschen Unternehmen will nun diese Infrastruktur gemäß der eIDAS-Verordnung über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt (wir berichteten) für eine europaweite Nutzung öffnen. Wie der Projektkoordinator, das Unternehmen Governikus, mitteilt, sollen im von der EU geförderten Projekt TREATS (TRans-European AuThentication Services) die deutschen eID-Server bis Ende November 2017 eIDAS-fähig gemacht und Erweiterungen für eID-Anwendungen, Bürgerdienste und Servicekonten realisiert werden.
Das Konsortium besteht neben Governikus aus der Hochschule Harz sowie den Unternehmen HSH Kommunalsoftware, Sixform, Bundesdruckerei, OpenLimit, MTG und der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB). In dem Projekt sollen laut der Meldung verschiedene eID-Anwendungen umgesetzt werden. Im Teilprojekt der Firma HSH werde die E-Government-Anwendung „Online-Meldebescheinigung“ an europäische eID-Systeme angepasst, sodass künftig auch EU-Bürger eine Meldebescheinigung online beantragen können. Sixform greife beispielhaft die länderübergreifende An-/Ab- und Ummeldung von Gewerben auf.
Die AKDB setzt die eID-Funktion des Personalausweises zur Authentifizierung im Servicekonto des Bürgerservice-Portals des Freistaats Bayern (BayernPortal) ein (wir berichteten). Im Projektverlauf werde der kommunale IT-Dienstleister Prozesse für das Einlesen unterschiedlicher nationaler eIDs und für das Speichern der Daten im Servicekonto entwickeln. Auch die Bundesdruckerei will ihren eID-Service um eIDAS-konforme Dienste erweitern. In einem ersten Schritt werde ein hoheitliches ID-Dokument eines EU-Mitgliedsstaats über den Service der Bundesdruckerei authentisiert. Für einen ausländischen EU-Bürger soll die Online-Beantragung einer Meldebescheinigung realisiert und damit die technische Grundlage für eine EU-weite Nutzung von E-Government-Angeboten geschaffen werden.
Schließlich wollen die deutschen eID-Server-Hersteller OpenLimit, MTG und Governikus im Rahmen des Projekts den von der EU-Kommission bereitgestellten eIDAS-Connector implementieren und ihre Server auf die europaweite Nutzung vorbereiten.
Digitale Signatur: Nadelöhr der Transformation
[15.01.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung steht und fällt mit der elektronischen Signatur, denn nur sie vermeidet Medienbrüche. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. mehr...
EUDI-Wallet: Pilot Dresden
[14.01.2026] Die Stadt Dresden fungiert als Pilot für die EUDI-Wallet. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu testen, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu prüfen sowie eine fundierte Blaupause für weitere Anwendungen und andere Kommunen zu entwickeln. mehr...
Advertorial: Registermodernisierung trifft EUDI-Wallet
[11.12.2025] Eine moderne, digitale Verwaltung braucht sichere und effiziente Werkzeuge, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein reibungsloses Verwaltungserlebnis zu ermöglichen. Mit der Registermodernisierung und der Einführung der EUDI-Wallet stehen zwei wegweisende Bausteine bereit, die Verwaltungsvorgänge flexibler, vertrauenswürdiger und nutzerfreundlicher gestalten. mehr...
Digitale Identifizierung: Governikus führt AusweisIDent alleine weiter
[02.12.2025] Governikus führt die eID-Lösung AusweisIDent künftig eigenverantwortlich online fort. Die Lösung nutzt die Online-Ausweisfunktion und schafft so auch Anschlussfähigkeit an die kommende europäische EUDI-Wallet. mehr...
Dresden: Pilot für elektronische Brieftasche
[11.09.2025] Sachsens Landeshauptstadt Dresden testet als erste Kommune Deutschlands, wie die EUDI-Wallet künftig praktisch funktionieren soll. Die Dresdnerinnen und Dresdner können mitgestalten, was mit der Wallet möglich werden soll. mehr...
Interview: Es muss nicht kompliziert sein
[18.06.2025] Die Registermodernisierung entpuppt sich als neues komplexes Mammutprojekt der Verwaltungsdigitalisierung. Marc Behrens, Software- und IT-Systemarchitekt bei der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO), hat einen einfachen Gegenvorschlag: die BundID. mehr...
Wiesbaden: BundID bekannter machen
[28.05.2025] Die Stadt Wiesbaden hat erste Verwaltungsdienste an die BundID angeschlossen und erweitert das Angebot sukzessive. Um Bürgerinnen und Bürger von der BundID zu überzeugen, stellt die Stadt umfangreiche Informationen und einen fiktiven, humoristisch gefärbten „Antrag auf Passierschein A38“ zur Verfügung. mehr...
Schwerin: Nutzerkonto wird auf BundID umgestellt
[22.11.2024] Da die MV-Nutzerkonten Ende Januar 2025 deaktiviert werden, sind Schwerinerinnen und Schweriner aufgerufen, eine Neuanmeldung mit der BundID vorzunehmen. mehr...
Wiesbaden: Videoident stößt auf positives Echo
[31.10.2024] Wer sich in Wiesbaden an- oder ummelden will, kann dazu seit etwa einem Jahr ein Videoident-Verfahren nutzen. Der neue Service ist bereits in der Pilotphase auf großes Interesse gestoßen. mehr...
Darmstadt: Pilotprojekt zum digitalen Schülerausweis
[05.08.2024] Am Berufsschulzentrum Nord in Darmstadt wird im Rahmen eines einjährigen Pilotprojekts ein digitaler Schülerausweis auf dem Smartphone getestet. mehr...
Interview: eID einfach und sicher prüfen
[22.07.2024] Zur Überprüfung digitaler Identitäten steht seit Kurzem die Open Digital Identity Solution (ODIS) des IT-Dienstleisters adesso zur Verfügung. Was die Lösung auszeichnet, erklärt Claus Hartherz, Business Development Executive Digitale Identitäten bei adesso, im Interview mit Kommune21. mehr...
eGovernment Monitor 2024: Immer mehr Menschen nutzen eID
[12.07.2024] In allen Bevölkerungsgruppen nutzen immer mehr Menschen die eID des Personalausweises. Das geht aus einer Vorabveröffentlichung des eGovernment Monitors 2024 hervor, bei der insbesondere die Nutzung und Akzeptanz staatlicher digitaler Identitäten ermittelt wurden. mehr...
Aachen: Umstellung auf BundID
[01.07.2024] In Nordrhein-Westfalen tritt die vom Bundesinnenministerium betriebene BundID an Stelle des bisherigen landesspezifischen Nutzerkontos Servicekonto.NRW. Davon sind auch Kommunen betroffen. Aachen hat bereits umgestellt. mehr...
eIDAS 2.0: Digitale Brieftasche
[24.06.2024] Mit der Novellierung der eIDAS-Verordnung treibt die EU die Digitalisierung weiter voran: Eine digitale Brieftasche, welche die elektronische Identität der Bürgerinnen und Bürger trägt, soll ab 2026 verfügbar sein. mehr...
Ceyoniq: Siegeln und Signieren mit FP Sign
[13.06.2024] Elektronisches Siegeln und Signieren soll bald auch mit der Informationsplattform Ceyoniq nscale möglich sein. Dazu will der Software-Anbieter den Technologie-Stack von FP Digital in seine Informationsplattform einbinden. mehr...



















