Montag, 14. September 2026

HamburgFinanzspritze für Schulen

[12.05.2021] Zur Wartung ihrer IT-Geräte erhalten allgemeinbildende Schulen in Hamburg ab sofort mehr Geld. Die Finanzsumme wird um 3,5 Millionen auf 8 Millionen Euro aufgestockt. Den Schulen steht somit ein zusätzlicher Festbetrag von 10.000 Euro für die IT-Administration zur Verfügung.

Hamburgs allgemeinbildende Schulen erhalten für die Wartung ihrer digitalen Technik ab sofort eine zusätzliche jährliche Fördersumme von 3,5 Millionen Euro. Das berichtet die Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). Damit werde die bisherige Finanzsumme von 4,5 Millionen Euro pro Jahr auf 8 Millionen Euro erhöht. Der Zuschuss setze sich mit 2,5 Millionen Euro aus Geldern des DigitalPakts Schule der Bundesregierung (wir berichteten) und mit einer Million Euro aus Landesmitteln des Hamburger Senats zusammen.
Laut Bildungssenator Ties Rabe sind damit erheblich mehr Mittel für die Wartung der IT-Ausstattung an den Schulen vorhanden. „Das ist möglich“, so Rabe, „weil Hamburg als eines der ersten Bundesländer die Zusatzvereinbarung der Bundesregierung, den so genannten Digitalpakt III, unterzeichnet hat. Mit dem zusätzlichen Geld können an Hamburgs Schulen jetzt bestehende Lösungen mit eigenen Beschäftigten oder Dienstleistern erweitert oder Verträge mit Dienstleistern abgeschlossen werden.“
Die bisherige Summe von 4,5 Millionen Euro pro Jahr verteilte sich laut BSB wie folgt: Für ein Gymnasium oder eine Stadtteilschule mit rund 1.000 Schülerinnen und Schülern standen im Durchschnitt jährlich etwa 22.500 Euro, für eine Grundschule mit rund 350 Schülerinnen und Schülern durchschnittlich etwa 11.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Diese Summe werde jetzt um einen Festbetrag von zusätzlich 10.000 Euro pro Schule aufgestockt. Damit sollen künftig auch die kleineren Grundschulen über ein sicheres und auskömmliches Budget für die Wartung der IT-Geräte verfügen. Dies sei bisher nicht der Fall gewesen, da die schülerzahlbezogenen IT-Mittel bei kleinen Schulen nicht die gleichen personellen und finanziellen Spielräume und Flexibilitäten ließen wie bei den großen weiterführenden Schulen.
Im Rahmen ihres eigenen Budgets beauftragen die Schulen in der Regel Fachfirmen, die die Geräte warten und administrieren, berichtet die Hamburger Behörde weiter. Diesen Service ergänzen die Schulen oft durch schuleigenes Engagement. Größere Schulen gehen zunehmend dazu über, ihre eigenen Finanzmittel zu nutzen, um eigene IT-Administratoren zu beschäftigen. Mittlerweile haben viele Schulen mit den zur Verfügung gestellten Mitteln Administrationsstrukturen aufgebaut und halten alle Geräte stets im Einsatz. Einige Schulen seien hingegen noch nicht in der Lage, die Geräte durchgehend einzusetzen. Mit ihnen seien Expertinnen und Experten aus der Schulbehörde nun im Gespräch.
Mehr als 63.000 neue Laptops und Tablets für Schülerinnen und Schüler und über 3.000 Displays und Projektoren seien allein im Jahr 2020 an Hamburgs Schulen ausgeliefert worden. 95 Prozent aller Schulen seien inzwischen mit WLAN ausgestattet, knapp 90 Prozent aller Klassenräume mit digitaler Präsentationstechnik.



Stichwörter: Schul-IT, Hamburg


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
Die neue Digitalisierungsstrategie für die öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg wurde nun vorgestellt.

Berlin: Alle Schulen am Gigabit-Netz

[07.09.2026] In Berlin wurde der aktuelle Bericht zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie Schule vorgestellt. Demnach verfügen inzwischen alle öffentlichen Schulen über Gigabit-Anschlüsse und auch der DigitalPakt Schule ist nahezu vollständig umgesetzt. mehr...

bericht

Bitkom-Umfrage: Mehrheit der Lehrkräfte nutzt KI

[12.08.2026] Laut einer Bitkom-Umfrage nutzen 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke, zugleich fühlt sich mehr als die Hälfte im Umgang damit noch unsicher. Unterschiede bei Ausstattung und Infrastruktur erschweren zudem den Einsatz digitaler Technologien. mehr...

Eine Gruppe von Kindern mit Schulranzen auf dem Weg zur Schule
bericht

Schulverwaltung: Schülerzahlenprognose neu denken

[12.08.2026] Erfahrungswissen aus der Schulentwicklungsplanung ist in vielen Kommunen an einzelne Personen und historisch gewachsene Excel-Dateien gebunden, statt an einen dokumentierten, nachvollziehbaren Prozess. Dabei sind verlässliche Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen auch im Hinblick auf Investitionsentscheidungen von großer Bedeutung. mehr...

Potsdam: Erneuerung der Schul-IT liegt im Zeitplan

[07.08.2026] Die Landeshauptstadt Potsdam modernisiert die IT-Ausstattung ihrer Schulen mit neuen Geräten sowie Windows 11 und Office 2024. Das Millionenprojekt soll die Schul-IT vereinheitlichen und liegt nach ersten abgeschlossenen Roll-outs im Zeitplan. mehr...

Zwei Personen halten eine Urkunde


Magdeburg: Ausgezeichnete Open-Source-Lösung

[07.07.2026] 
Ein Open-Source-Projekt des Fachbereichs Schule und Sport der Stadt Magdeburg am Werner-von-Siemens-Gymnasium wurde beim KOMPASS-Wettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt mit dem 1. Platz ausgezeichnet. mehr...

Abfotografierter Bildschirm mit Schriftzug "Gemini" und einigen Code-Zeilen in Pixelschriftart

Nordrhein-Westfalen: KI-Assistenzen für Schulleitungen

[24.06.2026] Weniger Bürokratie und dafür mehr Zeit für guten Unterricht: Mit Künstlicher Intelligenz und schlankeren Verfahren will das Land Nordrhein-Westfalen seine Schulen konkret entlasten. Vier KI-Assistenzen helfen bei Schulrecht, Elternkommunikation, Medienarbeit und sprachsensiblem Unterricht. mehr...

Blick über die Schulter eines jungen, konzentriert erscheinenden Schülers, der auf seinem Tisch ein Tablet und einige Schulutensilien hat.

Hessen: Software hilft beim Mathe lernen

[12.06.2026] Hessen führt an seinen Schulen schrittweise ein intelligentes Online-Lernsystem für den Mathematikunterricht ein. Die Plattform soll Aufgaben passend zum Lernstand anbieten, direkte Rückmeldungen geben und Lehrkräfte bei Unterrichtsvorbereitung und Förderung entlasten. mehr...

vier-personen-sitzen und stehen an einem Tisch_Würzburg_schul-it

Würzburg: Schul-IT ertüchtigt

[09.06.2026] Von Strom über Glasfaser bis hin zu Endgeräten und Softwarepool: Die Stadt Würzburg hat in den vergangenen sechs Jahren knapp 24 Millionen in die schulische digitale Infrastruktur investiert. mehr...

bericht

Worms: 27 Schulen, eine Plattform

[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...

eine Gruppe von Personen steht vor einem Gebäude

Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz

[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...

Chatbots kommen vermehrt im öffentlichen Sektor zum Einsatz.

Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen

[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...