Samstag, 31. Oktober 2026

Hohen NeuendorfGreen-IT-Vorbild für Kommunen

[23.01.2018] Mit dem Ziel, Energieverbräuche zu senken hat Hohen Neuendorf als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe die IT-Systeme der Verwaltung optimiert. Bereits jetzt spart die Stadt jährlich 18 Tonnen CO2.
Hohen Neuendorf ist offiziell als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgezeichnet.

Hohen Neuendorf ist offiziell als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgezeichnet.

v.l.: Nele Lübberstedt, Kaneo GmbH; Steffen Apelt, Bürgermeister Hohen Neuendorf; Steffen Holzmann, Projektleiter DUH; Simon Mößinger, Projekt-Manager DUH; Jürgen Bruck, IT-Fachdienstleister im Rathaus; Heiderose Ernst, Klimaschutzbeauftragte

(Bildquelle: Stadt Hohen Neuendorf)

Als eine von bundesweit acht GreenITown Modellkommunen wurde Hohen Neuendorf (Brandenburg) drei Jahre lang von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) begleitet. Ziel war es laut DUH, die mit der zunehmenden Digitalisierung in Kommunen verbundenen Energieverbräuche zu ermitteln und aufzuzeigen, wo Energie eingespart und CO2-Emissionen reduziert werden können. Bei einem Abschlussworkshop ist der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf jetzt die Auszeichnung als Modellkommune offiziell übergeben worden. Wie die DUH berichtet, wurden während der Projektlaufzeit viele Details in den IT-Systemen der Verwaltung effizienter gestaltet. „Als wir in Hohen Neuendorf angefangen haben, waren einige einfache Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt“, sagt Steffen Holzmann, Projektleiter bei der DUH. „Insbesondere die Planung des Rathausanbaus eröffnete dann die Chance, das Thema CO2-Einsparung im IT-Bereich in Hohen Neuendorf grundsätzlicher anzugehen.“ Mit den in der Projektlaufzeit beschlossenen Maßnahmen kann die Stadt 18 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, heißt es vonseiten der DUH.

Weiterhin energieeffizient

Weitere Optimierungspotenziale zeige das mit der Auszeichnung übergebene Green-IT-Strategiepapier auf. Dazu zähle beispielsweise der Einsatz von Thin Clients oder die Nutzung energiesparender Tintenstrahldrucker anstelle von Laserdruckern. Ziel sei es, Energie- und Ressourceneffizienz zum immanenten Teil der IT-Beschaffung zu machen. So spiegeln die Einsparungen laut der Deutschen Umwelthilfe bislang nur kurz- und mittelfristig anwendbare Optimierungen im laufenden Betrieb wider, etwa die Anpassung der Kühlung im Rechenzentrum, den Austausch erster Rechner oder den Einsatz zentral gespeister Telefone. Auch die Digitalisierung von Akten, Ratsinformationen und Gebäude-Management biete großes Klimaschutzpotenzial. Bei konsequenter Umsetzung der Strategie können die bereits erreichten CO2-Einsparungen laut DUH fast verdoppelt werden. Da mit Blick auf die Umweltbilanz eine vorzeitige Ablösung der Geräte von Nachteil ist, werden in Hohen Neuendorf Techniken wie Desktop-Virtualisierung und kaskadierende Nutzung erprobt, welche die Lebensdauer der Geräte verlängern und gleichzeitig Energie im Betrieb einsparen. „Virtualisierung ist dabei nicht nur eine Schlüsseltechnologie zur Energieeinsparung“, erklärt Jürgen Bruck, IT-Leiter der Stadt Hohen Neuendorf. „Die Zentralisierung erhöht gleichzeitig Sicherheit und Ausfallsicherheit der EDV und verringert den Administrationsaufwand maßgeblich. So spart die Verwaltung nicht nur Strom-, sondern auch Arbeitsaufwand ein.“ Die Bilanz von Bürgermeister Steffen Apelt: „Für Hohen Neuendorf hat sich die Investition in das Projekt definitiv gelohnt, nicht nur wegen der Einsparungen. Auch wurden die Innovationen in unserem Rathaus überaus positiv in der Bevölkerung aufgenommen.“





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