Donnerstag, 30. Juli 2026

Hohen NeuendorfGreen-IT-Vorbild für Kommunen

[23.01.2018] Mit dem Ziel, Energieverbräuche zu senken hat Hohen Neuendorf als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe die IT-Systeme der Verwaltung optimiert. Bereits jetzt spart die Stadt jährlich 18 Tonnen CO2.
Hohen Neuendorf ist offiziell als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgezeichnet.

Hohen Neuendorf ist offiziell als GreenITown Modellkommune der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgezeichnet.

v.l.: Nele Lübberstedt, Kaneo GmbH; Steffen Apelt, Bürgermeister Hohen Neuendorf; Steffen Holzmann, Projektleiter DUH; Simon Mößinger, Projekt-Manager DUH; Jürgen Bruck, IT-Fachdienstleister im Rathaus; Heiderose Ernst, Klimaschutzbeauftragte

(Bildquelle: Stadt Hohen Neuendorf)

Als eine von bundesweit acht GreenITown Modellkommunen wurde Hohen Neuendorf (Brandenburg) drei Jahre lang von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) begleitet. Ziel war es laut DUH, die mit der zunehmenden Digitalisierung in Kommunen verbundenen Energieverbräuche zu ermitteln und aufzuzeigen, wo Energie eingespart und CO2-Emissionen reduziert werden können. Bei einem Abschlussworkshop ist der Stadtverwaltung Hohen Neuendorf jetzt die Auszeichnung als Modellkommune offiziell übergeben worden. Wie die DUH berichtet, wurden während der Projektlaufzeit viele Details in den IT-Systemen der Verwaltung effizienter gestaltet. „Als wir in Hohen Neuendorf angefangen haben, waren einige einfache Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt“, sagt Steffen Holzmann, Projektleiter bei der DUH. „Insbesondere die Planung des Rathausanbaus eröffnete dann die Chance, das Thema CO2-Einsparung im IT-Bereich in Hohen Neuendorf grundsätzlicher anzugehen.“ Mit den in der Projektlaufzeit beschlossenen Maßnahmen kann die Stadt 18 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen, heißt es vonseiten der DUH.

Weiterhin energieeffizient

Weitere Optimierungspotenziale zeige das mit der Auszeichnung übergebene Green-IT-Strategiepapier auf. Dazu zähle beispielsweise der Einsatz von Thin Clients oder die Nutzung energiesparender Tintenstrahldrucker anstelle von Laserdruckern. Ziel sei es, Energie- und Ressourceneffizienz zum immanenten Teil der IT-Beschaffung zu machen. So spiegeln die Einsparungen laut der Deutschen Umwelthilfe bislang nur kurz- und mittelfristig anwendbare Optimierungen im laufenden Betrieb wider, etwa die Anpassung der Kühlung im Rechenzentrum, den Austausch erster Rechner oder den Einsatz zentral gespeister Telefone. Auch die Digitalisierung von Akten, Ratsinformationen und Gebäude-Management biete großes Klimaschutzpotenzial. Bei konsequenter Umsetzung der Strategie können die bereits erreichten CO2-Einsparungen laut DUH fast verdoppelt werden. Da mit Blick auf die Umweltbilanz eine vorzeitige Ablösung der Geräte von Nachteil ist, werden in Hohen Neuendorf Techniken wie Desktop-Virtualisierung und kaskadierende Nutzung erprobt, welche die Lebensdauer der Geräte verlängern und gleichzeitig Energie im Betrieb einsparen. „Virtualisierung ist dabei nicht nur eine Schlüsseltechnologie zur Energieeinsparung“, erklärt Jürgen Bruck, IT-Leiter der Stadt Hohen Neuendorf. „Die Zentralisierung erhöht gleichzeitig Sicherheit und Ausfallsicherheit der EDV und verringert den Administrationsaufwand maßgeblich. So spart die Verwaltung nicht nur Strom-, sondern auch Arbeitsaufwand ein.“ Die Bilanz von Bürgermeister Steffen Apelt: „Für Hohen Neuendorf hat sich die Investition in das Projekt definitiv gelohnt, nicht nur wegen der Einsparungen. Auch wurden die Innovationen in unserem Rathaus überaus positiv in der Bevölkerung aufgenommen.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Absperrband Feuerwehr dahinter verschwommen Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehreinsatzkräfte
bericht

Katastrophenmanagement: Im Ernstfall den Überblick behalten

[29.07.2026] Kommunen müssen sich heutzutage auf zahlreiche potenzielle Krisen vorbereiten. Doch wann ist eine Lage überhaupt eine Krise? Der KGSt-Lagecheck hilft Kommunen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Digital und notfalls auch ohne Strom. mehr...

William Schmitt leitet den kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE und folgt nun an der Spitze des Kontrollgremiums der govdigital auf Dieter Rehfeld.

Vitako: Neue Vorstandsspitze

[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...

Farbige Sprechblasen, die mit Linien verbunden sind

TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten

[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...

Mehrere Personen auf einem Gehweg, schauen auf ein Smartphone

Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...

Kampagnenmotiv von „125 Jahre Stuttgarter Amtsblatt“ in goldenem Design. Auf der rechten Seite sieht man Leseproben auf verschiedenen digitalen Endgeräten und der Printausgabe.

Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper

[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...

DLR-Drohne findet Menschen, die in Not geraten sind – hier im Übungsszenario


DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz

[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop. Über der Tastatur sind grafisch dargestellte digitale Benutzerprofile und Checklisten eingeblendet. Die Illustration symbolisiert die digitale Verwaltung von Nutzerdaten, Identitäten oder Registrierungsprozessen.

Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg

[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...

Weißer Kopfhörer auf grauer Schreibtischplatte, mit Laptop

Podcast: Verwaltungsdigitalisierung zum Zuhören

[15.07.2026] Ein neuer Podcast des KDO-Tochterunternehmens Public Experts will Verwaltungsdigitalisierung verständlich erklären. In der ersten Folge geht es um die Registermodernisierung – ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf Verwaltung, Staat und Gesellschaft. mehr...

zwei Männer mit Preis_govdigital mit Top 100 ausgezeichnet

govdigital: Mit TOP 100-Award ausgezeichnet

[10.07.2026] Den TOP 100-Award hat jetzt govdigital erhalten. Die Genossenschaft überzeugte in der Größenklasse bis 50 Mitarbeitende insbesondere in der Kategorie Innovationserfolg sowie durch ihr Wachstum. mehr...

Drohne der Feuerwehr über Wiesbaden

Wiesbaden: Drohne unterstützt Feuerwehr

[09.07.2026] Die Feuerwehr Wiesbaden testet in einem Pilotprojekt eine automatisiert alarmierbare Drohne, die Luftbilder von Einsatzorten liefert. Die Rettungskräfte sollen damit frühzeitig wichtige Informationen erhalten, um Einsätze effizienter planen zu können. mehr...

Cover der Studie von MeisterTask

Umfrage: Bürgermeister möchten schneller digitalisieren

[08.07.2026] Eine Umfrage unter deutschen Bürgermeistern, welche die Firma MeisterTask in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt hat, zeigt: Die Digitalisierung bleibt für Städte und Gemeinden ein zentrales Zukunftsthema, kommt in vielen Rathäusern jedoch nur langsam voran. Vor allem regulatorische Vorgaben, Finanzierungsengpässe und fehlende personelle Ressourcen bremsen die Umsetzung. mehr...

sieben Männer stehen nebeneinander_ekom21 wird Mitglied des VOIS-Vereins

ekom21: Mitglied im VOIS-Verein

[08.07.2026] Als elftes Mitglied ist der hessische IT-Dienstleister ekom21 in den VOIS-Verein aufgenommen worden, dessen Mitglieder neue Lösungen entwickeln, mit denen die Effizienz der Verwaltungstätigkeit erhöht und Bürger direkt online einbezogen werden. mehr...

Kreis Soest: Gesundheitsamt kommuniziert digital

[03.07.2026] Das Gesundheitsamt im Kreis Soest etabliert das Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Gesundheitsbezogene Dokumente können somit auf elektronischem Wege mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Leistungserbringern ausgetauscht werden. mehr...

William-Schmitt_KOMM.One

govdigital: Aufsichtsratsvorsitz bestätigt

[02.07.2026] William Schmitt bleibt für weitere drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender von govdigital. Die bundesweite Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister bestätigte damit den Komm.ONE-Chef in seiner Rolle, die er bereits seit 2023 ausübt. mehr...

Tochter und Mutter im Seniorenalter im Park mit Smartphone

Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen

[26.06.2026] Eine Studie im Vorfeld des diesjährigen Digitaltags am 26. Juni zeigt: Ein Drittel der befragten Bürgerinnen und Bürger hat Hemmungen, digitale Angebote – etwa von Banken, Onlineshops oder Behörden – zu nutzen. 
 mehr...