MannheimGrünflächen smart reinigen

Der Reinigungsroboter hält nicht nur Grünflächen sauber. Er sendet auch Daten an die Smart-City-Plattform der Stadt.
v.l.: Johannes Müller, Geschäftsführer der Smart City Mannheim GmbH; Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbh; Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzel; Dr. Robert Thomann, Geschäftsführer der Smart City Mannheim GmbH; Markus Roeingh, Eigenbetriebsleitung Stadtraumservice
(Bildquelle: Claus Morgenstern)
Der Reinigungsroboter hält nicht nur Grünflächen sauber. Er sendet auch Daten an die Smart-City-Plattform der Stadt.
v.l.: Johannes Müller, Geschäftsführer der Smart City Mannheim GmbH; Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbh; Erste Bürgermeisterin Prof. Dr. Diana Pretzel; Dr. Robert Thomann, Geschäftsführer der Smart City Mannheim GmbH; Markus Roeingh, Eigenbetriebsleitung Stadtraumservice
(Bildquelle: Claus Morgenstern)
Mannheim testet jetzt einen autonomen Reinigungsroboter auf öffentlichen Grünflächen. Bislang waren diese manuell sauber zu halten, da konventionelle Kehrmaschinen nur auf asphaltiertem Untergrund eingesetzt werden können. Ob Angsa hier Abhilfe schaffen kann, will die Stadt in einer sechsmonatigen Testphase herausfinden. Wie die baden-württembergische Kommune mitteilt, ist der Roboter darauf ausgelegt, Abfall mit einer maximalen Größe von fünf Zentimetern zuverlässig zu erkennen. Dazu gehören insbesondere Zigarettenstummel, Kronkorken, Papier- und Plastikschnipsel, Dosenlaschen oder Glasscherben. Dank moderner Kameras und Künstlicher Intelligenz (KI) könne das Gerät seine Umgebung entsprechend analysieren.
Mit einer Geschwindigkeit von 1.000 Quadratmetern pro Stunde und einer Akkulaufzeit von rund acht Stunden arbeite der Roboter nach seiner Platzierung in der gewünschten Reinigungsfläche selbstständig. Durch eine integrierte Hinderniserkennung mittels Ultraschall- und Infrarotsensoren könne er Personen oder Objekten automatisch ausweichen. Auch unebenes Gelände stelle für ihn kein Problem dar – er bewältige Steigungen von bis zu 20 Prozent. Er verfüge über eine Abfallkapazität von 30 Litern und könne an einem regulären Hausstromanschluss mit 230 Volt aufgeladen werden. Nicht zuletzt ist Angsa mit einer GPS-Ortung ausgestattet, die ihn vor Diebstahl schützen soll.
Mannheim will mit dem Roboter nicht nur die Reinigung der Grünflächen effizienter gestalten. Die Verunreinigungen sollen auch digital erfasst werden. Deshalb melde Angsa den Unrat georeferenziert, bevor er ihn entfernt. Die gesammelten Daten werden in die Datenplattform der Smart City Mannheim integriert und analysiert, um Abfall-Hotspots zu identifizieren und gezielte Reinigungseinsätze zu ermöglichen.
„Mit diesem innovativen Projekt geht Mannheim einen weiteren Schritt Richtung Smart City und setzt auf nachhaltige und datenbasierte Lösungen zur Verbesserung der Stadtsauberkeit”, sagt Robert Thomann, Geschäftsführer der Smart City Mannheim GmbH, die das Projekt mit ihrer Datenkompetenz unterstützt. Die Ergebnisse aus der Testphase sollen in die Weiterentwicklung des Reinigungsmanagements der Stadt einfließen.
Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen
[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...
Wiesbaden: Positive Bilanz zum Digitalen Zwilling
[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. mehr...
Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen
[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen
[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur
[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...
BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen
[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...
Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress
[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...
MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen
[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...
Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung
[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...
Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis
[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen
[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...
Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert
[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...
Plattformen: Von smart zu intelligent
[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...
Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden
[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...
Kassel: App stärkt das Vereinsleben
[28.04.2026] Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...





















