Fraunhofer IAO / IESEInterkommunale Kooperation stärken

Wissenschaftlich entwickelte interaktive Hilfsmittel kommen zum Einsatz, um den interkommunalen Austausch bei der Digitalisierung zu stärken.
(Bildquelle: Fraunhofer IAO | Foto: Ludmilla Parsyak)
Der Innovationswettbewerb Digitale Zukunftskommune@bw wurde im Jahr 2018 vom baden-württembergischen Innen- und Digitalisierungsministerium initiiert, um die Städte, Gemeinden und Landkreise des Landes bei der Digitalisierung im Sinne der Strategie digital@bw zu unterstützen. Insgesamt 59 ausgewählte Kommunen und Verbünde wurden während der letzten drei Jahre auf ihrem Weg zur Digitalisierung durch das Land gefördert und auch wissenschaftlich begleitet (wir berichteten). Nun haben das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) den Abschlussbericht zur Begleitforschung für den Landeswettbewerb Digitale Zukunftskommune@bw publiziert. Das Fraunhofer IAO hat die Begleitforschung koordiniert und berichtet nun darüber.
Digitaler Wandel braucht Kulturwandel
Ziel der Begleitforschung sei es gewesen, interaktive Hilfsmittel zur digitalen Transformation zu erarbeiten. Denn Digitalisierung brauche nicht nur eine IT-Infrastruktur, sondern auch eine neue, agilere Art der Zusammenarbeit, im besten Fall mit flacheren Hierarchien. Dazu gehöre auch eine enge interkommunale Zusammenarbeit. Eine klare Vision für die erforderlichen Rahmenbedingungen könne dabei helfen, Abstimmungsprozesse und digitale Lernstrategien für Kommunen zu bündeln und die Mitarbeitenden für die digitale Arbeit zu begeistern.
Von einem interkommunalen Austausch könnten insbesondere kommunale Verwaltungen mit wenig Ressourcen profitieren. Daher habe das Projekt-Team zunächst den Digitalisierungsstand aller teilnehmenden Kommunen erhoben und Best-Practices herausgearbeitet, um einen möglichst engen Wissenstransfer zwischen den Pilotkommunen voranzubringen. Wissenschaftlich entwickelte, interaktive Hilfsmittel sollen dabei für Inspiration und Motivation sorgen, ein so genanntes Digital Cook Book unterstütze Kommunen dabei, ihre eigene Digitalisierungsstrategie zu finden.
Eine übergeordnete Strategie sorgt für Klarheit
Der Umfang einer Digitalisierungsstrategie werde von Kommune zu Kommune unterschiedlich aufgefasst. Während manche Kommunen Teilstrategien für verschiedene Bereiche wie etwa Mobilität oder Bildung entwickeln und auch nach außen kommunizieren, haben andere eine übergeordnete Strategie erarbeitet. Darin sieht das Fraunhofer IAO Vorteile auch für die Kommunikation. Mit einer klaren Vision sei es einfacher, die lokale Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft bei der digitalen Transformation mitzunehmen.
Das Fazit des Abschlussberichts fällt positiv aus: Viele Kommunen konnten ihre IT-Infrastruktur verbessern und erste Verwaltungsprozesse digitalisieren, so das Fraunhofer IAO. Die Hälfte der Verwaltungsmitarbeitenden sei geschult worden, zudem seien in mehr als 40 Prozent der Kommunen neue Stellen für Digitalisierungsprojekte geschaffen worden. Deutlich belege das Forschungsvorhaben auch, dass eine neue Art der Zusammenarbeit nötig sei, die Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft wie auch die Bürger einbeziehe. Das Projekt-Team habe dazu übertragbare Digitalisierungsprofile für unterschiedliche Kommunengrößen in Baden-Württemberg entwickelt.
Digitale Zukunftskommune@bw
https://www.iao.fraunhofer.de
https://www.iese.fraunhofer.de
Schleswig-Holstein: Konsequent digital
[28.01.2026] Von Anlagengenehmigung bis zum Wohngeld: Schleswig-Holstein setzt den Roll-out von Onlinediensten und die Digitalisierung der Verwaltung weiter konsequent um. Ein landeseigenes Digitalisierungs-Dashboard soll die Fortschritte künftig visualisieren. mehr...
OZG-Leistungen: Schub für die digitale Verwaltung
[26.01.2026] Der Bund sowie Bayern und Hessen als Pilotländer erproben einen neuen Weg, um digitale Verwaltungsdienste überall anbieten zu können. Dabei finanziert der Bund Roll-in-Teams für die Kommunen, während sich die Länder verpflichten, bis Ende 2026 fünf Online-Dienste landesweit einzuführen. Das Verfahren soll auf andere Länder übertragen werden. mehr...
Deutscher Städtetag: Lüneburgs OB ist neue Vizepräsidentin
[26.01.2026] Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ist die neue Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages. Sie folgt auf Katja Dörner, die im Herbst 2025 nicht erneut zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde und somit auch aus dem Präsidium des DST ausgeschieden ist. mehr...
Potsdam: Neuer Digitalisierungsrat
[19.01.2026] In Potsdam hat sich der zweite Digitalisierungsrat der Stadt konstituiert. Er soll in den kommenden drei Jahren den digitalen Wandel der brandenburgischen Landeshauptstadt begleiten und bringt dafür Expertise aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. mehr...
Saarland: Dritte Auflage des E-Government-Pakts
[08.01.2026] Das Saarland und die Kommunen haben die dritte Auflage ihres E-Government-Pakts unterzeichnet. Das Land wird demnach die Kommunen bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und beim Ausbau digitaler Angebote unterstützen. Ein gemeinsames IT-Steuerungsgremium wird die vereinbarten Maßnahmen begleiten. mehr...
GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen
[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...
Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet
[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...
Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden
[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...
Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen
[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS
[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...
4. Digitalministerkonferenz: Bessere Zusammenarbeit aller Ebenen
[27.11.2025] Bei der 4. Digitalministerkonferenz in Berlin setzte Niedersachsens Digitalministerin Daniela Behrens den Schwerpunkt auf föderale Zusammenarbeit: Sie forderte eine engere, effektivere Zusammenarbeit aller föderaler Ebenen und den Zugang zu Services des ITZBund auch für Länder und Kommunen. mehr...
Oldenburg: Mit neuem Amt in die digitale Zukunft
[27.11.2025] Alle Aufgaben rund um digitale Verwaltungsprozesse und die IT-Infrastruktur bündelt die Stadt Oldenburg ab Anfang kommenden Jahres in einem eigenen Amt für digitale Transformation. Das soll Abstimmungsaufwände reduzieren, Prozesse beschleunigen und dauerhaft zu innovativen, bürgernahen Angeboten beitragen. mehr...
Föderale Modernisierungsagenda: Jetzt muss gehandelt werden
[27.11.2025] Der Nationale Normenkontrollrat mahnt die in der Föderalen Modernisierungsagenda vorgesehene bessere Aufgabenbündelung mit Nachdruck an. Die Ministerien müssten dieses Projekt konsequent weiterverfolgen, um Effizienz und Entlastung der Kommunen zu sichern. mehr...
Vitako: 20 Jahre Austausch und Innovation
[11.11.2025] Seit zwei Jahrzehnten vertritt Vitako die Interessen der kommunalen IT-Dienstleister. Bei der Jubiläumsfeier würdigte Digitalminister Karsten Wildberger in klaren Worten die Rolle der Kommunen als Ausgangspunkt digitaler Verwaltung und rief zu enger Zusammenarbeit mit Bund und Ländern auf. mehr...
Hamburg: Annika Busse ist die neue CIO
[11.11.2025] Annika Busse ist die neue CIO der Freien und Hansestadt Hamburg. Die bisherige stellvertretende Hamburg-CIO hat zum 1. November die Nachfolge von Jörn Riedel angetreten, der nach langjährigem Wirken in den Ruhestand verabschiedet wurde. mehr...























