PotsdamWohni bewährt sich

Potsdam hat die Testphase der KI-Anwendung Wohni erfolgreich beendet und plant nun die Überführung in den Regelbetrieb.
(Bildquelle: Landeshauptstadt Potsdam/Juliane Grimm)
Wohngeldanträge können in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam künftig effizienter bearbeitet werden. Dazu trägt der KI-Assistent Wohni bei, der die Mitarbeitenden der Wohngeldbehörde bei der automatisierten Vollständigkeitsprüfung und Plausibilitätskontrolle von Anträgen unterstützt. Im Pilotprojekt konnten durch den Einsatz von Wohni nach Angaben der Stadtverwaltung pro Antrag rund 20 Minuten Arbeitszeit eingespart werden, was die Bearbeitungszeit von Wohngeldanträgen somit um durchschnittlich 21 Prozent reduzierte. Perspektivisch seien durch zusätzliche Schnittstellen zur E-Akte bis zu 37 Prozent Zeitersparnis möglich.
„Die Ergebnisse der Testphase zeigen: Künstliche Intelligenz kann unsere Mitarbeitenden gezielt unterstützen, Verwaltungsprozesse deutlich beschleunigen und die Qualität verbessern. Dadurch verbessert sich auch die Servicequalität für unsere Bürgerinnen und Bürger“, sagt Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam.
Die Entlastung ist dringend nötig: Seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 hat sich die Zahl der Wohngeldanträge in Potsdam mehr als verdoppelt. Bundesweit gelten rund 1,4 Millionen zusätzliche Haushalte als wohngeldberechtigt. Neben höheren Leistungen wurde der Kreis der Anspruchsberechtigten erweitert – insbesondere für Familien, Rentnerinnen und Rentner sowie Haushalte mit niedrigen Einkommen. Diese Entwicklung führte in vielen Kommunen zu einem erheblichen Bearbeitungsrückstau. Die in Potsdam ergriffenen analogen Maßnahmen zu dessen Abarbeitung waren laut der Stadt zwar erfolgreich, sind aber an ihre Grenzen gestoßen – die Bearbeitungszeiten für Wohngeldanträge stagnierten. Erst durch den Einsatz der KI-Anwendung konnten diese weiter deutlich reduziert werden.
Nach Abschluss der Pilotphase plant Potsdam daher, Wohni in den Regelbetrieb zu übernehmen und weitere Anwendungsfälle für den Einsatz von KI in der Verwaltung zu identifizieren. Das Projekt ist Teil der KI-Strategie der Landeshauptstadt, die auf eine verantwortungsvolle, sichere und mitarbeiterorientierte Nutzung von Künstlicher Intelligenz setzt.
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