Dienstag, 3. Februar 2026

Landkreis Landsberg am LechIT-Verbund gegründet

[09.02.2023] Um die Digitalisierung der Verwaltung voranzutreiben, hat der Landkreis Landsberg am Lech ein eigenes Kommunalunternehmen gegründet. Der IT-Verbund Landsberg hat zunächst die IT-Betreuung der Kreisverwaltung übernommen, die kreisangehörigen Gemeinden sollen folgen.
Landratsamt Landsberg am Lech: IT-Verbund soll die Digitalisierung vorantreiben.

Landratsamt Landsberg am Lech: IT-Verbund soll die Digitalisierung vorantreiben.

(Bildquelle: Landkreis Landsberg am Lech)

Im bayerischen Landkreis Landsberg am Lech wurde Anfang des Jahres der IT-Verbund Landsberg gegründet. Das Kommunalunternehmen (KU) hat im Rahmen einer Zweckvereinbarung vom Landkreis Landsberg am Lech die Betreuung der gesamten IT-Systeme übernommen. Das 20-köpfige Team betreut nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit über 800 Arbeitsplätze und mehr als 300 verschiedene Verfahren.

Start-up für Verwaltungs-IT

Geleitet wird der IT-Verbund von Rolf Sahre, der zuvor als Vorstand des auf Software für die öffentliche Verwaltung spezialisierten Lübecker Unternehmens MACH tätig war. Sahre sagte: „Ich freue mich, mit meinem Wissen und meiner Erfahrung aus vielen erfolgreichen Digitalisierungsprojekten dieses junge Kommunalunternehmen mit aufzubauen und hier im Landkreis Landsberg am Lech die Verwaltungsdienstleistungen für Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger bürgernah, wirtschaftlich und sicher zu gestalten und zu betreiben.“
Helga Büxel, Leiterin des Bereichs Finanzen & Organisation, ergänzt: „Vieles, was hier bei uns passiert, ist mit einem Start-up zu vergleichen. Es gilt, Prozesse zu definieren und einzuführen und diese dann in Zusammenarbeit mit den zu betreuenden Anwendern zu leben. Neben viel operativer Arbeit gilt es, das Unternehmen von Anfang an zukunftsfähig auszurichten. Dabei können wir uns auf unsere hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen, die sich sehr konstruktiv und gestaltend in diesen Startprozess einbringen.“

Zukunftsthemen im Blick

Neben der klassischen Betreuung der Arbeitsplätze der Verwaltungsmitarbeiter und der Betreuung der Fachverfahren geht es laut Rolf Sahre künftig auch darum, Themen wie künstliche Intelligenz, Smart City und Smart Region Schritt für Schritt im Landkreis umzusetzen. Weitere kreisangehörige Kommunen können sich dem IT-Verbund anschließen. „Mit den ersten Gemeinden sind wir im Austausch, wie auch sie von unseren Leistungen profitieren können. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir pro Jahr drei bis vier Kommunen in unsere Betreuung übernehmen können“, erklärte der IT-Verbund-Vorstand.





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