Kreis KasselMedienbruchfrei zur Baugenehmigung

Anfang März hat der Kreis Kassel das vollständig digitale Baugenehmigungsverfahren gestartet.
(Bildquelle: Landkreis Kassel/A. Shuhaiber)
Im Kreis Kassel werden jetzt sämtliche Bauanträge ausschließlich online entgegengenommen. Wie die hessische Kommune mitteilt, läuft somit das gesamte Baugenehmigungsverfahren digital ab. „Das Baugenehmigungsverfahren ist eines der komplexesten in der Verwaltung“, sagt Landrat Andreas Siebert. „Ich bin stolz, dass der Landkreis Kassel als Pilotkommune von Anfang an dabei war und unsere Bauaufsicht nun eine der ersten ist, die Bauanträge ausschließlich online entgegennimmt.“
Bereits seit Längerem konnten im Kreis Kassel Anträge für Grundstücksteilungen (wir berichteten), Auskünfte zu Baulasten und Genehmigungsfreistellungen online gestellt werden. Möglich wird dies nach Angaben der Kommune durch das Bauportal Hessen. Auf dieser zentralen Online-Plattform des Landes können sich Bürger, Architekten, Bauunternehmen und alle weiteren am Bau Beteiligten registrieren und ihre Anträge dann digital übermitteln. Egal ob kleiner Anbau, Einfamilienhaus oder gewerbliche Halle – alle Bauanträge im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Kassel müssen ab jetzt über dieses von IT-Dienstleister ekom21 im Auftrag des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum entwickelte Portal (wir berichteten) eingereicht werden. Die Antragsteller werden von einem Assistenten durch den Prozess geführt.
Das bis zur Genehmigung medienbruchfreie Verfahren erspart laut Kassel nicht nur mehrfaches Ausdrucken, unzählige Unterschriften und lange Postwege. Auch der Bearbeitungsstand sei jederzeit online einsehbar. In Summe werden die Abläufe für alle Beteiligten vereinfacht und beschleunigt.
Um einen reibungslosen Start des neuen Baugenehmigungsverfahrens zu gewährleisten, haben im Februar 2026 umfassende Informationsveranstaltungen für alle beteiligten Fachbereiche und Bauämter stattgefunden. „Dieser intensive Austausch war uns besonders wichtig, um von Anfang an eine hohe Akzeptanz für das neue Verfahren bei allen Beteiligten zu schaffen“, sagt Baudezernent Thomas Ackermann.
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