HannoverZwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

Bisher haben Hannovers Schulen Microsoft 365 aus Datenschutzgründen nur eingeschränkt genutzt. Das soll sich nun ändern.
(Bildquelle: Ryutaro Tsukata/pexels.com)
Niedersachsens Landeshauptstadt Hannover zieht eine erste Bilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen. Die Erfahrungen der vergangenen Monate und Rückmeldungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern fließen jetzt in die weiteren Schritte zur digitalen Ausstattung der Schulen ein. Viele Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte bewerten die Nutzung von Microsoft 365 grundsätzlich positiv. Besonders hervorgehoben wurden etwa die Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit, die modernen Werkzeuge und die einfache Handhabung. Viele Eltern begrüßen außerdem, dass mit Anwendungen gearbeitet wird, die auch außerhalb der Schule weit verbreitet sind.
Es gibt aber auch kritische Stimmen – insbesondere mit Blick auf den Einsatz von Software eines US-amerikanischen Unternehmens im Bildungsbereich und den damit verbundenen Datenschutzfragen. „Wir nehmen bestehende Verunsicherungen ernst. Im nächsten Schritt werden wir prüfen, wie ein datenschutzgerechter Einsatz ausgestaltet werden kann, der gleichzeitig den Schulen im Alltag hilft“, sagt Hannovers Bildungsdezernentin Eva Bender.
Nutzung wird vorerst nicht ausgeweitet
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass digitale Werkzeuge die Zusammenarbeit im Schulalltag erleichtern können. Gleichzeitig müssen einige datenschutzrechtliche Fragen noch weiter geklärt werden. Die Stadt will eine Ausweitung der Nutzung von Microsoft 365 daher vorerst zurückstellen. Bis jetzt konnten die Schulen Microsoft 365 nur mit deutlichen Einschränkungen nutzen, um datenschutzrechtliche Anforderungen zu berücksichtigen. Zum Einsatz kamen vor allem die klassischen Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint sowie Kommunikations- und Kollaborationstools wie Outlook, Teams und OneDrive. Erweiterte Funktionen – wie etwa KI-Anwendungen – waren deaktiviert. Die Rückmeldungen aus den Schulen zeigen, dass einige dieser Einschränkungen den schulischen Alltag erschweren. Gleichzeitig berichten Lehrkräfte von stabileren Systemen und neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Unterricht.
Open Source „wirtschaftlich nur schwer darstellbar“
Alternative Lösungen auf Basis rein europäischer Open-Source-Software zieht die Stadt derzeit nicht in Erwägung. Solche Lösungen böten zwar große Transparenz und Gestaltungsmöglichkeiten, erforderten jedoch häufig deutlich mehr Eigenbetrieb, spezialisiertes Fachwissen sowie zusätzlichen Entwicklungs- und Support-Aufwand. Dies sei für eine kommunale Schul-IT mit hunderten Schulen und tausenden Endgeräten häufig nur schwer wirtschaftlich darstellbar, so die Stadt Hannover. Um offene Fragen zu klären, will die Landeshauptstadt nun einen Austausch mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen initiieren. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die sowohl einen hohen Schutz der Schülerdaten gewährleisten als auch praktikabel im Schulalltag sind. Die Ergebnisse könnten auch für andere Schulträger in Niedersachsen eine wichtige Orientierung bieten.
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