Donnerstag, 27. August 2026

Kreis FuldaKommunale Bauämter werden digital

[24.02.2025] Mittel des Landes Hessen haben Kommunen im Landkreis Fulda die Umstellung auf die digitale Bearbeitung von Bauanträgen ermöglicht. Ziel des Vorhabens war medienbruchfreies Arbeiten zwischen angehörigen Kommunen und Landkreis, das auch als die Basis für weitere Onlineangebote dient.

Die Bearbeitung von Bauanträgen im Lankreis Fulda erfolgt künftig digital - ganz ohne Medienbrüche.

(Bildquelle: puvasit/123rf.com)

Wann immer der Landkreis Fulda im Rahmen eines Bauantrags die kreisangehörigen Kommunen zu einer Stellungnahme auffordert, findet diese künftig in digitaler Form statt. Möglich ist das, weil der Landkreis Fulda mit seinen 23 Städten und Gemeinden die Bauverwaltung im Rahmen des Projekts Digitales Bauamt umfassend digitalisiert und damit den Weg für den digitalen Bauantrag geebnet hat.

Wie das hessische Digitalministerium berichtet, wurde das Projekt im Landesprogramm Starke Heimat Hessen mit rund 2,43 Millionen Euro gefördert. „Damit ist der Landkreis bestens vorbereitet, um am hessenweiten Digitalen Baugenehmigungsverfahren teilnehmen zu können. Dieses ist ein wichtiger Schritt, um eine volldigitale, medienbruchfreie und papierlose Bearbeitung von Baugenehmigungsverfahren durchzuführen“, sagte Digitalministerin Kristina Sinemus.

Onlineangebot ohne Medienbrüche

Mit dem Digitalen Baugenehmigungsverfahren (DigiBauG) soll ein effizientes digitales Arbeiten der am Genehmigungsprozess beteiligten Akteure ermöglicht werden. Durch einen standardisierten Datenaustausch zwischen dem Antragsportal des Landes Hessen und den Fachverfahren der Bauaufsichten soll die Anbindung weiterer Akteure und Technologien unter kommunaler Datensouveränität einfach möglich sein – auf dem erforderlichen Sicherheitsniveau. Der Landkreis Fulda nahm die Einführung des hessenweiten Digitalen Baugenehmigungsverfahrens auch zum Anlass, um den Digitalisierungsgrad flächendeckend zu erhöhen. Zuvor war dieser laut Ministeriumsangaben in den meisten kommunalen Bauämtern gering.

Projekt in allen Kommunen abgeschlossen

Für ein effizientes Vorgehen wurden die einzelnen Maßnahmen des Projekts zunächst in den vier Modellkommunen Eichenzell, Burghaun, Neuhof und Ebersburg begonnen. Als erster Meilenstein im Projekt wurden Hardware insbesondere zur Darstellung großformatiger Pläne sowie mobile Endgeräte für den Außendiensteinsatz der Bauämter angeschafft. Der zweite Meilenstein befasste sich mit dem vollständigen Digitalisieren – also dem Scannen – von allen Papierakten zu baurechtlichen Themen. Parallel erfolgte im dritten Meilenstein die Ausstattung und Einführung von Software zur digitalen Bearbeitung und Speicherung der Stellungnahmen zu Bauanträgen sowie die Implementierung von Schnittstellen zwischen der unteren Bauaufsicht des Landkreises Fulda und den kreisangehörigen Kommunen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Zwei Männer stehen vor einem Gebäude und blicken in die Kamera

Benediktbeuern: Einwohnermeldewesen migriert ins Rechenzentrum

[25.08.2026] Die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern lässt ihre Einwohnermeldesoftware OK.EWO seit Ende August 2025 im AKDB-Rechenzentrum betreiben. Das entlastet den EDV-Verantwortlichen vor Ort: Die Verantwortung für Datenbank, Updates und Wartung liegt jetzt bei der AKDB. mehr...

Luftaufnahme von Konstanz
bericht

Konstanz: Kleine Lücken schließen

[17.08.2026] Die baden-württembergische Stadt Konstanz entwickelt digitale Anwendungen seit einigen Jahren selbst und setzt dabei auf Low Code. Der Schulterschluss mit anderen Kommunen ist der entscheidende Hebel. mehr...

Hände auf Laptop, darüber einmontiert Icons für Puzzleteile, Zahnrad, Schraubenschlüssel, Dokument
bericht

Low Code: Schlanker und smarter

[14.08.2026] Mit der Low-Code-Plattform OutSystems kann Digitalisierung schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden. Diese Vorteile zeigen sich im Praxiseinsatz in zahlreichen Kommunen. mehr...

Spielzeugauto und deutscher Führerschein auf deutscher Flagge

AKDB/Telecomputer: Verkehrs-IT hoch fünf

[12.08.2026] Das auf KfZ-Lösungen spezialisierte Unternehmen Telecomputer nimmt ekom21 und Komm.ONE als Gesellschafter auf und übernimmt zudem die Verkehrswesen-Bereiche von KDO und regio iT. Damit sollen die Fachverfahren und Online-Dienste der fünf beteiligten IT-Dienstleister für Kfz-Zulassung und Fahrerlaubnis gebündelt werden. mehr...

Mehrere Personen als und jung auf Matratzen in einer Flücjhtlingsunterkunft

Wiesbaden: Sozialdezernat digitalisiert mit Augenmaß

[11.08.2026] Bundesweite Entwicklungen wie die Sozialstaatsreform, die Sozialplattform oder die Deutschland-App schaffen neue Rahmenbedingungen für digitale Verwaltungsprozesse im Sozialbereich. Wie eine praxisnahe Entwicklung digitaler Services gelingt, zeigt das Sozialdezernat der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. mehr...

Spielzeugauto und deutscher Führerschein auf deutscher Flagge

Wiesbaden: Test von KI-Assistenz für digitalen Führerscheinantrag

[11.08.2026] Wiesbaden testet eine KI-Assistenz für den digitalen Führerscheinantrag. Bürgerinnen und Bürger können die Anwendung im Zukunftswerk erproben und dabei zeigen, wo sie den Antragsprozess bereits erleichtert und wo noch nachgebessert werden muss. mehr...

Essen: Einführung von Wero

[11.08.2026] Die Stadt Essen bietet Wero als weitere Bezahlmöglichkeit für digitale Verwaltungsleistungen an. Die europäische Lösung ergänzt unter anderem PayPal und Kreditkarte und soll Online-Zahlungen direkt vom Bankkonto erleichtern. mehr...

Minden: Online-Dienst zur An- und Abmeldung von Hunden eingeführt

[11.08.2026] Minden bündelt die digitale An- und Abmeldung von Hunden in einem Online-Dienst. Ein selbst entwickelter Workflow verteilt die Angaben innerhalb der Verwaltung und soll die Bearbeitung beschleunigen. mehr...

Advertorial: Wie Verwaltungen mit KI schneller zu besseren Abläufen kommen

[05.08.2026] Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, Prozesse in Verwaltungen zu verbessern. Sie erstellt zum Beispiel Prozessmodelle und zeigt auf, wie Abläufe optimiert werden können. Ein Beispiel ist die PICTURE-Prozessplattform. Sie demonstriert, wie KI in der Praxis funktioniert und welche Grenzen es gibt. mehr...

Gewerbewesen: Neue Empfängerbehörden

[05.08.2026] Mit Inkrafttreten der XGewerbeordnung 1.7 werden die Behörden für Geldwäscheprävention als neue Empfänger für die automatisierte Datenübermittlung von Gewerbemeldungen aufgenommen. mehr...

Spielzeugauto und deutscher Führerschein auf deutscher Flagge

ITEBO / KDO: VOIS|FSW für gemeinsamen Kunden

[03.08.2026] Den Mehrwert einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit konnten die IT-Dienstleister ITEBO und KDO jetzt erfolgreich unter Beweis stellen. Sie haben in einem gemeinsamen Projekt bei der Fahrerlaubnisbehörde eines Kunden die Software VOIS|FSW eingeführt. mehr...

bericht

Umweltverwaltung: Strukturierte Prozesse

[27.07.2026] Mit ProUMWELT stellt das Unternehmen Prosoz eine Fachanwendung vor, die kommunale Umweltbehörden bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungsprozesse unterstützt. mehr...

Parkschild Bewohnerparken vor blauem Himmel

Braunschweig: Digital zum Bewohnerparkausweis

[22.07.2026] Die Stadt Braunschweig erweitert ihr Angebot an digitalen Dienstleistungen um den Bewohnerparkausweis. Dieser wird künftig nur noch in digitaler Form ausgegeben. mehr...

Helm auf Baustelle

Bremen: Bauantrag wird digital

[13.07.2026] Seit Anfang Juli können in Bremen Bauvorlagen lediglich online eingereicht werden. Die bisherige Wahlmöglichkeit zwischen elektronischer und Papierform entfällt. Analog eingereichte Anträge werden künftig zurückgeschickt. mehr...

Digitalisierung ist ein kontinuierlicher Prozess.

Niedersachsen: Bauleitplanung landesweit digital

[09.07.2026] Niedersachsen hat für seine Kommunen flächendeckend das digitale Verfahren DiPlanCockpit PRO für die Bauleitplanung eingeführt. Das neue Online-System soll Planungsverfahren schneller und einfacher machen. mehr...