Dienstag, 10. Februar 2026

VG HolzheimKomplettumstieg auf AKDB

[29.04.2022] Die Verwaltungsgemeinschaft Holzheim, zu welcher der Markt Aislingen sowie die Gemeinden Glött und Holzheim zählen, wird ihre IT-Landschaft komplett auf Produkte der AKDB und deren Tochterunternehmen umstellen. Die VG will so eine größtmögliche Entlastung und zugleich bestmögliche Sicherheit erreichen.

Die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Holzheim wird ihre IT-Landschaft komplett auf Produkte der Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) umstellen. Wie die AKDB mitteilt, haben Bürgermeister und Geschäftsleitung dies Anfang 2022 beschlossen. Ihr Ziel: die Kommunen zukunftsfähig aufstellen. Bislang haben die drei Kommunen – der Markt Aislingen sowie die Gemeinden Glött und Holzheim – die Lösungen unterschiedlicher Hersteller eingesetzt. In Kürze werde die etwas über 3.000 Einwohner zählende VG ihre Software stattdessen aus dem Outsourcing-Rechenzentrum der AKDB beziehen. Hier werden dann nicht nur die Lösungen gehostet und bereitgestellt, sondern auch Updates und Patches eingespielt und das Back-up sowie das Sicherheits-Monitoring vollzogen. „Für uns in Holzheim ist das eine Zäsur, der intensive Überlegungen vorangegangen sind“, sagt Simon Peter, der Gemeinschaftsvorsitzender und Erster Bürgermeister der Gemeinde Holzheim ist. „Wir möchten mit dem Wechsel des Anbieters die Digitalisierung vorantreiben und erhoffen uns so effizientere Verwaltungsprozesse dank moderner Software und digitaler Arbeitsprozesse.“

Größtmögliche Entlastung

Zu den neuen Lösungen gehören laut AKDB unter anderem die Software für das Einwohnermeldewesen OK.EWO inklusive OK.CASH als Lösung für die Gebührenkasse. Ebenso werde die VG die Software für das Finanzwesen OK.FIS einschließlich moderner, webbasierter Rechnungsworkflows nutzen. Darüber hinaus liefere die AKDB die Hardware, etwa neue Server und PCs. Das Mobile Device Management und das Firewall Management gehen in die Hände der AKDB-Systemhaus-Tochter LivingData über. Mit komXwork werde die E-Akte und ein Dokumenten-Management-System eingeführt. Des Weiteren werde ein neues GIS-Zentrum von der Firma RIWA installiert, an der die AKDB ebenfalls beteiligt ist. Somit seien dann auch das Bauamt und der Bauhof mit modernster Software ausgerüstet. Summa summarum gibt die Verwaltungsgemeinschaft also einen großen Teil ihrer Verantwortung ab. „Unser Ziel war, neben der Modernisierung unserer Infrastruktur eine größtmögliche Entlastung sowie natürlich bestmögliche Sicherheit angesichts der zunehmenden Komplexität und Cyber-Bedrohungen“, sagt Simon Peter.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck

Neu aufstellen will sich die Verwaltungsgemeinschaft außerdem beim E-Government, berichtet die AKDB weiter. Neben klassischen Online-Fachdiensten aus dem AKDB Bürgerservice-Portal werden künftig auch Web-Formulare der AKDB-Tochter digitalfabriX im Einsatz sein. „Dabei möchten wir schon für die Ableseperiode 2022 unseren Bürgern die Möglichkeit bieten, online Wasserzählerstände mitzuteilen“, kündigt Simon Peter an, der sich für den Ausbau des E-Government Finanzierungshilfen holt. Er werde den Förderantrag „Digitales Rathaus“ an das Bayerische Staatsministerium für Digitales stellen und so einen Teil der Online-Dienste vom bayerischen Staat finanziert bekommen. „Unser Weg in die Digitalisierung ist kein Selbstzweck: Wir möchten, dass Bürgerinnen und Bürger davon profitieren und schnelleren Service bekommen.“
Die Produktneueinführungen und das Outsourcing-Projekt werden engmaschig von der AKDB und ihren Töchtern begleitet und voraussichtlich Mitte 2023 beendet sein. Mit der Steuerung und Implementierung der vielen komplexen Einzelprojekte ist das Projekt-Management-Team der AKDB betraut, teilt der IT-Dienstleister abschließend mit.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Vektorgrafik, die mehrere Personen zeigt, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

factro: Neue BehördenCommunity gestartet

[10.02.2026] Mit der factro BehördenCommunity steht Kommunen nun ein digitaler Raum zur Verfügung, in dem sie Wissen teilen und Projektvorlagen austauschen können. Das Angebot orientiert sich an der Aufgaben- und Projektmanagement-Software factro. Zentraler Baustein ist eine Vorlagenbibliothek. Auch ein BehördenTalk wird angeboten. mehr...

Abstrakte Darstellung einer Wolke, die über Hardware schwebt.

Deutsche Verwaltungscloud: Drei Lösungen von ekom21

[27.01.2026] Über die Deutsche Verwaltungscloud können nun drei Anwendungen von IT-Dienstleister ekom21 abgerufen werden. Schon seit März 2025 steht hier esina21, eine Eigenentwicklung für das sichere Senden und Empfangen von Nachrichten im Kontext des besonderen Behördenpostfachs (beBPo), bereit. Neu dazugekommen sind die Bezahlplattform epay21 und die Digitalisierungsplattform civento. mehr...

Vektorgrafik, die zwei Personen zeigt, die in einem Archiv mit papierbasierten und digitalen Registern arbeiten.

Wiesbaden: Digitalisierung der Personenstandsregister

[22.01.2026] Zur Digitalisierung ihrer Personenstandsregister hat die Stadt Wiesbaden die Stabsstelle DiRegiSta eingerichtet. Mithilfe einer Software überträgt diese nach und nach die geprüften und ergänzten alten Einträge in das elektronische Register. Dabei orientiert sich Wiesbaden an den Erfahrungen Berlins. mehr...

Blick auf das Rosenheimer Rathaus.

Rosenheim: Umfassende Cloud-Migration

[21.01.2026] Wie eine sichere, wirtschaftliche und souveräne Cloud-Einführung im öffentlichen Sektor gelingen kann, zeigt sich in Rosenheim. Schrittweise wurden hier Verwaltung, Stadtgesellschaften und Schulen datenschutzkonform auf Microsoft 365 migriert. mehr...

Mehrere Personen stehen an einem kleinen Tisch versammelt, im Hintergrund ist das virtuelle Modell eines Platzes in einer Stadt zu sehen.

Magdeburg: VR ergänzt analoge Beteiligung

[20.01.2026] In einem gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF entwickelten Forschungsvorhaben will Magdeburg analoge Beteiligungsmethoden mit Virtual-Reality-Technologie verknüpfen. Für den ersten Einsatz ist ein durch 360-Grad-Panorama- und Bodenprojektionen virtuell begehbares Plangebiet erstellt worden. mehr...

Verschiedene Dokumente sind mit einer Wolke verbunden, im Hintergrund sieht man eine Computertastatur.

AKDB: Cloudbasiertes Melderegister

[15.01.2026] Der Innovationswettbewerb „Register-as-a-Service“ von GovTech Platforms ist abgeschlossen. Ein von der AKDB geführtes Konsortium mit Komm.ONE, H&D, Scontain und mehreren Städten hat eine cloudbasierte Referenzlösung für das Melderegister entwickelt und erfolgreich in vier Kommunen erprobt. mehr...

Halle (Saale): Smarte Technik statt Parksuchverkehr

[05.01.2026] Ein beliebtes Erlebnisbad sorgte in Halle (Saale) bislang für unnötigen Verkehr in einem Wohngebiet. Der Grund: Es werden Parkplätze gesucht. Die Echtzeitanzeige der Parkhausbelegung am Erlebnisbad plus Hinweis auf alternative Parkmöglichkeiten sollen dem nun ein Ende bereiten. mehr...

FITKO-Präsident André Göbel beim Vortrag, im Hintergrund ist eine Präsentation eingeblendet.

GovTech Deutschland: Ergebnisse des RaaS-Projekts

[22.12.2025] GovTech Deutschland hat das Projekt Register-as-a-Service (RaaS) abgeschlossen. Die Ergebnisse – eine vollständige Referenzarchitektur, funktionale technische Implementierungen und ein begleitendes Rechtsgutachten für moderne Cloud-Register – stehen Open Source über die Plattform openCode zur Verfügung. mehr...

Vektorgrafik mit Desktopbildschirm und unterschiedlichen Symbolen für barrierefreie digitalen Angebote.
bericht

Digitale Barrierefreiheit: Inklusive Transformation

[19.12.2025] In einer neuen Modulserie des eGov-Campus steht das Thema digitale Barrierefreiheit im Vordergrund. Der Kurs sensibilisiert die Teilnehmenden für dieses Thema, informiert über rechtliche Grundlagen und vermittelt praktische Umsetzungshilfen. mehr...

Die Fototerminals bestehen aus einer Kamera und einem Touchpad.

Reutlingen: Ausbau digitaler Dienstleistungen

[12.12.2025] In Reutlingen wächst das Angebot digitaler Verwaltungsdienstleistungen. Dazu zählen vollständig digitale Prozesse ebenso wie die flächendeckend angebotenen Fototerminals für Passbilder. Auch können Fundsachen online aufgerufen werden. Weitere Onlineservices bietet außerdem das Standesamt an. mehr...

Abstraktes 3d_rendering von schwarzen, Roten und gelben Bausteinen

München: Feedback zum Deutschland-Stack

[11.12.2025] Mit ihren Anmerkungen zum Deutschland-Stack will die bayerische Landeshauptstadt München dazu beitragen, die digitale Transformation der Verwaltung voranzutreiben. Unter anderem regt die Stadt an, die kommunalen Bedürfnisse sowie die Dresdner Forderungen zur digitalen Verwaltung mehr zu berücksichtigen. 
 mehr...

Eine Person arbeitet an Dokumenten und Ordnern auf einem Laptop.

BW-Empfangsclient: Anträge ohne Fachsoftware empfangen

[10.12.2025] Mit dem BW-Empfangsclient können Kommunal- und Landesbehörden in Baden-Württemberg jetzt auch solche digitalen Verwaltungsleistungen anbieten, für die sie bislang keine Fachsoftware nutzen. Die Behörden können sich kostenfrei selbst registrieren, die Lösung ist sofort einsetzbar. mehr...

zwei Männer am Tisch sitzen mit papieren vor sich- Kooperation_Fulda_ekom21

Fulda: Enge Kooperation mit ekom21

[09.12.2025] Eine engere Kooperation haben die Stadt Fulda und ekom21 vereinbart. Dabei hat die Kommune auch Fachverfahren ins Rechenzentrum des kommunalen IT-Dienstleisters überführt. mehr...

Blick vom Dach auf das Wiener Rathaus: neogotischer Bau mit zentralem Turm, Uhr und filigranen Türmchen vor blauem Himmel.

Wien: Open Source stärkt Europas Unabhängigkeit

[08.12.2025] Die Europäische Kommission würdigt die Open-Source-Strategie Wiens. In einem neuen Bericht wird die Stadt als führend beschrieben. Wien setzt auf offene Software, um digital unabhängig und sicher zu arbeiten. mehr...

Eine ältere Frau sitzt an einem Laptop und schaut auf eine Kreditkarte.
bericht

Onlineformulare: Gegenseitig unterstützen

[01.12.2025] Onlineformulare sind heute unverzichtbar – und EfA-Leistungen decken längst nicht alles ab. Mit No-Code-Formularen und im interkommunalen Austausch können Städte und Gemeinden hier flexibel und kostenbewusst agieren. mehr...