Dienstag, 14. April 2026

BauplanungKosten im Griff

[25.09.2019] Mit einer digitalen Planung können Kommunen Baukosten im Griff behalten. Unterstützung bietet die aktuelle Version der Software California.pro von Anbieter G&W.
Visualisierung eines Straßenbaus mit Details.

Visualisierung eines Straßenbaus mit Details.

(Bildquelle: G&W Software)

Die Idee einer durchgängigen digitalen Planung von Bauprojekten ist am einfachsten mit einer modellorientierten Mengen- und Kostenermittlung umsetzbar. Mit dem Modul BIM2­AVA in der Lösung California.pro von Anbieter G&W Software können Kostenplaner Mengen und Bauteile automatisiert direkt aus dem Computer-Aided Design (CAD, zu deutsch: rechnergestütztes Konstruieren) in das AVA-Programm (Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung) übernehmen. War die Übergabe von Modelldaten bislang dem BuildingSMART-Dateiformat IFC vorbehalten, hat G&W mit der aktuellen Version 2019 von California.pro das in der Infrastrukturplanung weit verbreitete CPIXML-Format integriert. Das Prinzip ist identisch. Massenlisten im Excel-Format oder auf Papier werden ebenso überflüssig wie das mühsame Abgreifen von Mengeninformationen aus dem A0-Plot. Zugriff auf alle Informationen Mit BIM2AVA haben Kostenplaner auf alle wesentlichen Informationen Zugriff. Neben den schon aus dem IFC-Transfer bekannten Standardinformationen und der Visualisierung können CAD-Systeme zusätzlich Werte wie Schichtdicken, Volumen, Material und sogar Identifikationen für definierte Kostenelemente frei Haus liefern. BIM2AVA wertet das Bauwerksmodell nach vorgegebenen Kriterien selbstständig aus. Es stellt jedes Einzelbauteil mit allen Eigenschaften bereit und gruppiert automatisch gleiche Bauteile in Varianten. Der Planer qualifiziert automatisiert mit nur einer Leistungsdefinition in der Variante unzählige Bauteile. Dabei greift er auf den Standardleistungskatalog für den Straßen- und Brückenbau (STLK), das Standardleistungsbuch für das Bauwesen (STLB-Bau), auf eigene Projektdaten oder individuelle Erfahrungswerte zurück. California.pro wandelt das Bauwerkmodell auf Knopfdruck in ein Leistungsverzeichnis um oder stellt es als Anweisung zur Kostenermittlung und zur Veranschlagung von Straßenbaumaßnahmen (AKVS) respektive DIN276-Kostenstruktur dar. Vergaben visualisieren Vergaben und Abrechnungen sind darüber hinaus aus der Sicht des Modells visualisierbar. Änderungen durch Überplanungen sind im Leistungsverzeichnis sichtbar, aktualisieren die AKVS- oder DIN276-Kostenauswertungen und führen sogar automatisch zu geplanten Nachträgen. Die computergestützte Auswertung des Bauwerkmodells mit der automatischen Verknüpfung von Bauteilen mit Kosten und Ausschreibungspositionen spart Zeit, schafft Transparenz und erleichtert den Prozess von Planänderungen enorm. Wenn es unbedingt sein soll, kann der Planer alle Kostendaten in frei definierbaren Strukturen nach Excel transportieren. So bleibt auch die Weiternutzung in Drittprogrammen immer eine Option.

Heike Blödorn ist freie Autorin in Karlsruhe.


Stichwörter: Fachverfahren, G&W, Bauwesen


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Mainz: Umstellung auf den digitalen Bauantrag

[14.04.2026] Die Stadt Mainz treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltungsleistungen voran: Künftig wird auch das zentrale Fachverfahren Bauantrag digital unterstützt. Die Umstellung auf das neue Verfahren erfolgt schrittweise. 
 mehr...

Hund Vicky

nextgov iT: Digitale Hundeverwaltung

[09.04.2026] Gemeinsam mit kommunalen Fachämtern hat der Anbieter nextgov iT einen Dienst für die digitale Hundeverwaltung entwickelt. Der medienbruchfreie Prozess soll den Bürgerservice erhöhen und die Kommunen entlasten. mehr...

Park im Frühling, Bäume, ein Weg und Bänke

RIWA: Lösungen für die digitale Baumpflege

[08.04.2026] Mit seinem Produktportfolio für ein modernes, digitales Baum- und Grünflächenmanagement gibt GIS-Anbieter RIWA Kommunen ein praxisnahes Werkzeug an die Hand, um ihr Baummanagement effizient zu gestalten. mehr...

Eine Person tippt auf einer Computertastatur.

Erkrath: KRZN migriert VOIS-Plattform

[02.04.2026] Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) hat erstmals eine bereits produktiv genutzte VOIS-Plattform in sein Betriebsumfeld migriert. Es handelt sich um die VOIS-Fachverfahren der Stadt Erkrath für das Einwohnerwesen, das Gewerbewesen sowie die Gebührenkasse. mehr...

Eine lächelnde Frau hält ein Tablet in der Hand, im Hintergrund ist ein Großraumbüro zu sehen.

AKDB: Digitale Einbürgerung wird flexibler

[31.03.2026] Die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern hat den Online-Dienst Digitale Einbürgerung um eine Zwischenspeicherungsfunkion erweitert. Laufende Anträge können nun für bis zu 30 Tage gesichert und zu einem späteren Zeitpunkt beispielsweise über ein anderes Endgerät weiterbearbeitet werden. mehr...

Frau mit laptop auf dem Sofa - Start Kita-Portal cloppenbrügge

Coppenbrügge: Kitaportal gestartet

[26.03.2026] Über ein digitales Kitaportal verfügt jetzt der Flecken Coppenbrügge. Die Kommune im Kreis Hameln-Pyrmont setzt dabei auf Software vom E-Government-Spezialisten NOLIS. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...