Gaia-X 4 Future MobilityMaterna bringt sich ein
Materna ist Projektpartner in zwei von fünf Teilprojekten der Europa-Initiative Gaia-X 4 Future Mobility. Wie der IT-Dienstleister mitteilt, bringt er seine Expertise zum einen in das neu gestartete Forschungsprojekt Gaia-X 4 moveID ein. Das Vorhaben widme sich dem intelligenten Verkehrsmanagement und bringe dabei die Angebote privater und öffentlicher Anbieter zusammen. Anwendungsbereiche seien unter anderem das Smart Parking, die smarte Strombeladung für E-Fahrzeuge und die Einrichtung dynamischer Umweltzonen im urbanen Raum. In dem Projekt soll ein dezentraler Mobilitätsdatenraum für die wechselseitige Kommunikation zwischen den digitalen Identitäten der Fahrzeuge und anderen Komponenten der Verkehrsinfrastruktur entstehen. Materna entwickle diesen in den kommenden drei Jahren gemeinsam mit zahlreichen Konsortialpartnern.
Der Mobilitätsdatenraum soll im Ergebnis einen sicheren und souveränen Datenaustausch gewährleisten. Um Fahrzeuge und weitere beteiligte Komponenten, wie Ampeln, Schranken, Parkplatzautomaten, Tankstellen und Ladesäulen, zu vernetzen, wird diesen eine unverwechselbare digitale Identität zugewiesen. Jede ID sei dezentral in einer Blockchain registriert und werde mithilfe der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) validiert. Über diese Self-Sovereign-Identity(SSI)-Technologien können sich die Sensoren sämtlicher Objekte im System verbinden und anschließend interagieren.
Gewonnene Daten sinnvoll teilen
„Mit der Ad-hoc-Identifizierung und der automatisierten Freigabe von Fahrstrecken lassen sich Verkehrszonen dynamisch umsetzen“, erklärt Thomas Feld, Vice President Data Economics bei Materna. „Beispielsweise können verkehrsberuhigte Zonen und Umweltzonen temporär in Verkehrsbereichen eingesetzt werden, in denen es die Verkehrssteuerung oder die Umweltbelastung verlangt. Die Mobilität in den Städten umweltfreundlicher zu gestalten, ist eine der Hauptintentionen dieses Gaia-X Projektes.“ Laut Materna können die in den Fahrzeugen gewonnenen Daten außerdem direkt vom Automobilhersteller mitgenutzt werden und beispielsweise in Software-Updates und Produktverbesserungen einfließen. Um diesen Use Case im Projekt näher zu erforschen, werde exemplarisch die Musterfabrik von Continental an den Datenraum angebunden.
Gaia-X 4 ROMS (Remote Operation Management Services) ist das zweite Teilprojekt, in das Materna laut eigenen Angaben involviert ist. Hier bringe der IT-Dienstleister seine langjährige Expertise im Aufbau von Datenökosystemen ein. Gemeinsam mit den beteiligten Konsortialpartnern schaffe das Unternehmen somit wichtige Grundlagen für innovative Mobilitätsservices der Zukunft in ganz Europa.
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