LeipzigNeues Amt Bürgerservice nimmt Arbeit auf
In Leipzig koordiniert das neu gegründete Amt Bürgerservice unter dem Slogan „Meine Stadt, ein Service“ ab sofort die Bereiche von Standesamt, der Melde-, Pass- und Personalausweisbehörde, die Dienste des Bürgertelefons und der Bürgerämter, der so genannten Bürgerbüros. Dies gab jetzt das Dezernat Allgemeine Verwaltung der Stadt in einer Pressemeldung bekannt.
„In einer wachsenden Stadt wie Leipzig gehen mit steigenden Fallzahlen und den immer komplexer werdenden Sachverhalten Herausforderungen insbesondere für die Bereiche mit Bürgerkontakt einher“, sagt Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning. „Ziel der neuen Organisationseinheit ist es daher, mehr Synergien für eine reibungslose Zusammenarbeit und mehr digitale Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger zu bieten.“
Neue und gebündelte Dienstleistungen
Aus dem neuen Amt heraus soll laut Meldung der Bürgerservice in Leipzig schrittweise vereinheitlicht und digitaler werden. So sei vorgesehen, Standards für die Bürgerservicebereiche der Gesamtverwaltung zu entwickeln. Die Online-Terminvereinbarung der Pilotämter sei bereits im Dezember auf ein neues, nutzerfreundlicheres System umgestellt worden. Zudem würden Dienstleistungen verschiedener Verwaltungsbereiche nun besser gebündelt. Künftig sei es etwa möglich, beim Ummelden des Wohnsitzes einen Ummeldeantrag auch für das KfZ einzureichen, ohne eine weitere Behörde aufsuchen zu müssen. Neue digitale Angebote biete auch das Standesamt: Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund können ab sofort bei Vorsprachen per Video gedolmetscht werden. Nach einer Terminvereinbarung stünden hierfür 65 Sprachen zur Verfügung, wobei die entstehenden Kosten von der Stadtverwaltung getragen würden. Ein neuer Bereich bearbeite schwerpunktmäßig die Familienstandsklärung sowie Anerkennungsverfahren für ausländische Urkunden.
Behördennummer 115
Zur hinter diesen Fortschritten stehenden Umstrukturierung führt die Stadt aus, dass die Melde-, Pass- und Personalausweisbehörde im Ordnungsamt nun in der Abteilung Meldeservice im neuen Amt aufgeht. Die Bürgerämter fungierten künftig als Bürgerbüros – ihre Anzahl und Standorte blieben erhalten. Überdies rücke mit der Neugründung die bundesweite Behördennummer 115 in den Mittelpunkt der städtischen Telefonie. Diese einheitliche Durchwahl ist laut Pressemeldung in ganz Deutschland, in 14 Bundesländern und 600 Kommunen geschaltet. In Leipzig bleibe parallel dazu die 123-0 weiterhin und mit gewohntem Service erreichbar.
Mobiler Bürgerkoffer
Darüber hinaus kündigt die Stadt einen Service besonderer Art an – den Einsatz des mobilen Bürgerkoffers. Dieser sei unter anderem mit Laptop, Änderungsterminal für den Personalausweis, Scanner, Drucker und einem Signatur-Pad ausgestattet und ermögliche so ortsunabhängige Verwaltungsdienstleistungen. Im ersten Quartal 2022 soll der Bürgerkoffer in den Stadtteilbibliotheken Plagwitz, Reudnitz und Holzhausen sowie in der Sparkassenfiliale in Marienbrunn zum Einsatz kommen. Ein Volkshochschulkurs und Sprechstunden zur Online-Ausweisfunktion (eID) unterstützten Bürgerinnen und Bürger bei der Nutzung digitaler Verwaltungsdienstleistungen.
Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist
[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...
Erfurt: Hilfe per Knopfdruck
[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital
[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...
OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht
[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...
Bremen: Schub für die Verwaltungsdigitalisierung
[03.03.2026] Performa Nord, ein Verwaltungsdienstleister der Freien Hansestadt Bremen, erhält aus dem Investitionssofortprogramm des Landes rund vier Millionen Euro. 2026 und 2027 sollen Terminmanagement, Heil- und Dienstunfallfürsorge sowie die IT-Ausstattung der Einrichtung digitalisiert und modernisiert werden. mehr...
Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen
[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...
Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln
[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...
NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert
[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...
Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung
[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...
ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis
[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...
Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast
[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...
KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt
[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...
Köln: Erster IT-Planungsprozess
[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...
Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert
[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...
Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall
[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...
























