Kreis BorkenNeues System für Impftermine

Der Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen setzt bei der Vergabe für Impftermine auf ein Ticketing-System.
(Bildquelle: Tobit.Software Laboratories)
Damit die Terminvergabe für Impfungen problemlos läuft, wird der Vorgang in Nordrhein-Westfalen von der Kassenärztlichen Vereinigung vorgegeben. Dennoch hat sich der Kreis Borken Gedanken zu einem eigenen System gemacht, mit dem er die Terminvergabe koordinieren kann und es zeitnah bei sich eingeführt. Landrat Kai Zwicker und sein Team wollten damit flexibel für Neuerungen gewappnet sein. „Die Pandemie hat uns gezeigt, wie schnell sich manche Dinge ändern können“, erklärt Zwicker. „Ob neue Impfstoffe oder veränderte Zuständigkeiten und Voraussetzungen: Kein Tag, an dem nicht irgendetwas Unvorhersehbares passiert. Wir wollten ein System schaffen, mit dem wir schnell und flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren können.“ Die Lösung hat der Kreis laut eigener Angabe in seiner Heimat bei den Tobit.Software Laboratories gefunden, die mit der Lösung chayns die digitale Plattform und das Ticketing-System, über das eigentlich Festivals und Events organisiert werden, bereitstellen. Statt vom Festival-Veranstalter bekomme man darüber nun Tickets vom Impfzentrum zugeschickt.
Termine für bis zu vier Personen
Das Prinzip sei das selbe wie bei einer Veranstaltung: Die Behörde legt zunächst die verfügbaren Events fest und schickt den Pflegediensten dann Einladungen, denen individuelle Ticket-Codes für die Mitarbeiter beiliegen, über die sie online ihren Termin buchen können. Anders als bei der Terminvergabe der Kassenärztlichen Vereinigung könnten dabei sogar Termine für bis zu vier Personen gebucht werden, um Mitarbeiter schneller mit Impfungen zu versorgen und gleichzeitig Schicht- und Einsatzpläne zu berücksichtigen. Wer sich vor Ort den Papierkram sparen will, könne die erforderlichen Impfunterlagen auch einfach online im Voraus ausfüllen. „Wir sind begeistert, wie einfach und unkompliziert das Ganze für alle Beteiligten funktioniert“, teilt Sebastian Walzog, verantwortlich für die Impfstofflogistik im Kreis mit. „Von den Pflegediensten haben wir viel positives Feedback bekommen, sowohl für die Terminbuchung als auch für die superschnelle Durchführung vor Ort. Und auch für uns macht es vieles einfacher.“
Zentrale Bausteine vorhanden
Während die Kassenärztliche Vereinigung die Aufnahme im Impfzentrum über den Computer verwaltet, reicht beim Kreis Borken ein einziger Fingertipp, teilt die Kommune mit. Vom ersten Gedanken bis zur ersten Terminvergabe habe es gerade einmal 18 Tage gebraucht. Grund dafür sei, dass chayns alle zentralen Bausteine bereits serienmäßig beinhalte: Website, Ticketing, Terminverwaltung, Login-System. Das System sei dabei so flexibel, dass es sich binnen Stunden an neue Gegebenheiten anpassen lässt: Ob neue Vakzine, zusätzliche Impforte, mehr oder weniger Terminkapazitäten, größere oder kleinere Intervalle zwischen der ersten und zweiten Impfung oder neue Impfgruppen. „Vielleicht können wir auch irgendwann in Supermärkten oder Büros eine Impfung anbieten. Für solche Fälle wollen wir bereit sein“, erklärt Landrat Zwicker.
Kreis Soest: Gesundheitsamt kommuniziert digital
[03.07.2026] Das Gesundheitsamt im Kreis Soest etabliert das Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Gesundheitsbezogene Dokumente können somit auf elektronischem Wege mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Leistungserbringern ausgetauscht werden. mehr...
govdigital: Aufsichtsratsvorsitz bestätigt
[02.07.2026] William Schmitt bleibt für weitere drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender von govdigital. Die bundesweite Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister bestätigte damit den Komm.ONE-Chef in seiner Rolle, die er bereits seit 2023 ausübt. mehr...
Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen
[26.06.2026] Eine Studie im Vorfeld des diesjährigen Digitaltags am 26. Juni zeigt: Ein Drittel der befragten Bürgerinnen und Bürger hat Hemmungen, digitale Angebote – etwa von Banken, Onlineshops oder Behörden – zu nutzen. mehr...
NEGZ: Woher nehmen Fachleute ihr Digitalwissen?
[18.06.2026] Mit dem Thema Verwaltungsdigitalisierung befasst sich inzwischen eine ganze Reihe von Print- und Online-Publikationen sowie Podcasts. Das NEGZ will nun wissen, welche Medien von Fachleuten gelesen oder gehört werden. Die Umfrage ist in unter fünf Minuten zu schaffen. mehr...
Mannheim: Identsystem zur Müllentsorgung
[09.06.2026] Bei den Mannheimer Abfallentsorgern trifft analog auf digital: In einigen Stadtteilen wurden die Abfalltonnen mit Klebeetiketten und die Müllfahrzeuge mit Scannern ausgestattet. So ist eine leerungsbezogene, effiziente Abrechnung möglich. mehr...
Ko-Pionier-Preis 2026: Nachnutzen statt neu erfinden
[01.06.2026] Nicht nur Neuentwicklungen bringen die digitale Verwaltungstransformation voran, sondern auch die intelligente Nachnutzung bestehender Lösungen. Der Ko-Pionier-Preis zeichnet solche Vorhaben aus. Einreichungen sind noch bis zum 15. Juli 2026 möglich. mehr...
Bundesnetzagentur: Daten zu Kurzzeitvermietungen
[28.05.2026] Die Bundesnetzagentur fungiert ab sofort als digitale Datendrehscheibe für Kurzzeitvermietungen. Länder und Kommunen können darüber künftig verlässliche Daten zu Buchungen auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com erhalten und diese etwa nutzen, um Tourismusströme zu steuern. mehr...
Picture: Prozessmanagement-Ausbildung für alle
[12.05.2026] Der Softwarehersteller Picture öffnet sein Ausbildungsprogramm im Prozessmanagement für alle Verwaltungsebenen. Der zweite Durchgang startet im Oktober 2026. Die Teilnehmenden sollen in neun Monaten lernen, Verwaltungsprozesse zu erfassen, zu analysieren und zu verbessern. mehr...
Bayern: So bewerten Bürger ihre Verwaltung
[16.04.2026] Eine repräsentative Studie der Bayerischen Verwaltungsschule offenbart Chancen und Herausforderungen für Verwaltungen im Freistaat. Demnach bewerten die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsangebote zwar grundsätzlich positiv, wünschen sich aber unter anderem, dass Kommunen transparenter mit ihnen kommunizieren. mehr...
Hessen: Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen
[16.04.2026] In Darmstadt zeigt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, wie Forschung zu digitaler Resilienz in Städten schneller in die Praxis gelangt. Entwickelt werden Lösungen, die digitale Systeme auch in Krisensituationen funktionsfähig halten und die Notfallkommunikation sichern. mehr...
Osnabrück: Zweiter GovTech Hackathon am Start
[07.04.2026] Im Rahmen eines zweiten GovTech Hackathons sucht die Stadt Osnabrück wieder digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung. mehr...
Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist
[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...
Erfurt: Hilfe per Knopfdruck
[17.03.2026] Für viele Menschen gehören Stadtfeste und Märkte zum urbanen Lebensgefühl. Um diese sicherer zu machen, hat die Stadt Erfurt nun mit dem Anbieter der Sicherheits-App SafeNow einen Rahmenvertrag unterzeichnet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Kommunen melden ihre Baustellen digital
[13.03.2026] Werden Baustellen an der öffentlichen Infrastruktur überregional erfasst, können Terminkollisionen und Potenziale zur Bündelung leichter erkannt werden. In Nordrhein-Westfalen sollen Kommunen nun gesetzlich zur Meldung in einem zentralen digitalen Portal verpflichtet werden. mehr...
OSBA: Innovative Open-Source-Lösungen gesucht
[06.03.2026] Zum zweiten Mal findet der bundesweite Wettbewerb für erfolgreiche Open-Source-Lösungen aus der öffentlichen Verwaltung statt. Behörden und öffentliche Stellen aller föderalen Ebenen können sich bis Ende Juni bewerben, die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Smart Country Convention. mehr...





















