Freitag, 10. Juli 2026

München/Schleswig-HolsteinGemeinsam für gute Nutzererlebnisse

[04.08.2025] Im Projekt KERN setzen München und Verwaltungscloud.SH künftig gemeinsam Impulse: Sie übernehmen die Federführung für eine neue Technologieanbindung und stärken so die Entwicklung eines länderübergreifenden UX-Standards für die Verwaltung.
Frauenhände die auf einem Laptop tippen mit einem Overlay aus Binärcode.

KERN will Umsetzende dazu befähigen, gute digitale Lösungen für die Verwaltung zu entwickeln.

(Bildquelle: peshkova/123rf.com)

In dem Kooperationsprojekt KERN entwickeln Hamburg und Schleswig-Holstein mit einer bundesweiten Community einen Standard für die Nutzererfahrung der deutschen Verwaltung (wir berichteten). Das offene KERN-Design-System soll es erleichtern, nutzerfreundliche wie effiziente digitale Lösungen zu entwickeln – für Bund, Länder und Kommunen. Der dabei verfolgte Open-Source-Ansatz verbindet Organisationen auch über föderale Grenzen hinweg. Nun haben die bayerische Landeshauptstadt München und das GovTech-Start-up Verwaltungscloud.SH eine Kooperation geschlossen, um KERN vermehrt in eigenen Anwendungen zu nutzen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

Mit der neuen Kooperation bündeln München und Verwaltungscloud.SH ihr technisches Know-how: Wie das Land Schleswig-Holstein berichtet, werden sie sich künftig federführend darum kümmern, dass KERN auch im Framework Vue.js verfügbar ist – einer weit verbreiteten Technologie, auf die viele moderne Webanwendungen setzen. Damit wird KERN für viele weitere Digitalprojekte der Verwaltung nutzbar. Zudem setzen die Partner das KERN-Design-System in ihren eigenen Anwendungen und Frameworks ein. So entwickelt beispielsweise Verwaltungscloud.SH künftig die eigenen Onlinedienste und -services im Bereich Kinder- und Jugendhilfe basierend auf KERN.

„Digitale Angebote der Verwaltung müssen so zugänglich und intuitiv sein wie gute kommerzielle Produkte. Das gelingt nur transparent und gemeinsam. Die Zusammenarbeit zwischen München und Schleswig-Holstein zeigt, was möglich ist, wenn wir über föderale Grenzen hinweg an einem Strang ziehen“, sagt Schleswig-Holsteins Digitalisierungsminister Dirk Schrödter. Laura Dornheim, CDO und IT-Referentin der Landeshauptstadt München, verweist auf die kommunale Perspektive: „Als größte Kommune Deutschlands bringen wir unsere Expertise aktiv bei KERN ein und tragen damit zur Weiterentwicklung bei. So schaffen wir gemeinsam die Grundlage für skalierbare, wiederverwendbare und nutzerzentrierte Lösungen in ganz Deutschland.“



Stichwörter: Panorama,


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Drohne der Feuerwehr über Wiesbaden

Wiesbaden: Drohne unterstützt Feuerwehr

[09.07.2026] Die Feuerwehr Wiesbaden testet in einem Pilotprojekt eine automatisiert alarmierbare Drohne, die Luftbilder von Einsatzorten liefert. Die Rettungskräfte sollen damit frühzeitig wichtige Informationen erhalten, um Einsätze effizienter planen zu können. mehr...

Cover der Studie von MeisterTask

Umfrage: Bürgermeister möchten schneller digitalisieren

[08.07.2026] Eine Umfrage unter deutschen Bürgermeistern, welche die Firma MeisterTask in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt hat, zeigt: Die Digitalisierung bleibt für Städte und Gemeinden ein zentrales Zukunftsthema, kommt in vielen Rathäusern jedoch nur langsam voran. Vor allem regulatorische Vorgaben, Finanzierungsengpässe und fehlende personelle Ressourcen bremsen die Umsetzung. mehr...

sieben Männer stehen nebeneinander_ekom21 wird Mitglied des VOIS-Vereins

ekom21: Mitglied im VOIS-Verein

[08.07.2026] Als elftes Mitglied ist der hessische IT-Dienstleister ekom21 in den VOIS-Verein aufgenommen worden, dessen Mitglieder neue Lösungen entwickeln, mit denen die Effizienz der Verwaltungstätigkeit erhöht und Bürger direkt online einbezogen werden. mehr...

Kreis Soest: Gesundheitsamt kommuniziert digital

[03.07.2026] Das Gesundheitsamt im Kreis Soest etabliert das Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Gesundheitsbezogene Dokumente können somit auf elektronischem Wege mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Leistungserbringern ausgetauscht werden. mehr...

William-Schmitt_KOMM.One

govdigital: Aufsichtsratsvorsitz bestätigt

[02.07.2026] William Schmitt bleibt für weitere drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender von govdigital. Die bundesweite Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister bestätigte damit den Komm.ONE-Chef in seiner Rolle, die er bereits seit 2023 ausübt. mehr...

Tochter und Mutter im Seniorenalter im Park mit Smartphone

Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen

[26.06.2026] Eine Studie im Vorfeld des diesjährigen Digitaltags am 26. Juni zeigt: Ein Drittel der befragten Bürgerinnen und Bürger hat Hemmungen, digitale Angebote – etwa von Banken, Onlineshops oder Behörden – zu nutzen. 
 mehr...

Drei weibliche Hände recken ein Mikrofon und verschiedene Print-Zeitungen hoch; gelber Hintergrund

NEGZ: Woher nehmen Fachleute ihr Digitalwissen?

[18.06.2026] Mit dem Thema Verwaltungsdigitalisierung befasst sich inzwischen eine ganze Reihe von Print- und Online-Publikationen sowie Podcasts. Das NEGZ will nun wissen, welche Medien von Fachleuten gelesen oder gehört werden. Die Umfrage ist in unter fünf Minuten zu schaffen. mehr...

Mülltonne mit einem aufgeklebten Strichcode-Etikett

Mannheim: Identsystem zur Müllentsorgung

[09.06.2026] Bei den Mannheimer Abfallentsorgern trifft analog auf digital: In einigen Stadtteilen wurden die Abfalltonnen mit Klebeetiketten und die Müllfahrzeuge mit Scannern ausgestattet. So ist eine leerungsbezogene, effiziente Abrechnung möglich. mehr...

Logo des Ko-Pionier-Preises, im Hintergrund violett eingefärbt menschliche Figuren und eine Baumkrone

Ko-Pionier-Preis 2026: Nachnutzen statt neu erfinden

[01.06.2026] Nicht nur Neuentwicklungen bringen die digitale Verwaltungstransformation voran, sondern auch die intelligente Nachnutzung bestehender Lösungen. Der Ko-Pionier-Preis zeichnet solche Vorhaben aus. Einreichungen sind noch bis zum 15. Juli 2026 möglich. mehr...

Reetdachhaus auf Sylt

Bundesnetzagentur: Daten zu Kurzzeitvermietungen

[28.05.2026] Die Bundesnetzagentur fungiert ab sofort als digitale Datendrehscheibe für Kurzzeitvermietungen. Länder und Kommunen können darüber künftig verlässliche Daten zu Buchungen auf Plattformen wie Airbnb oder Booking.com erhalten und diese etwa nutzen, um Tourismusströme zu steuern. mehr...

Team aus vier Personen sitzt an einem Tisch und tauischt sich aus.

Picture: Prozessmanagement-Ausbildung für alle

[12.05.2026] Der Softwarehersteller Picture öffnet sein Ausbildungsprogramm im Prozessmanagement für alle Verwaltungsebenen. Der zweite Durchgang startet im Oktober 2026. Die Teilnehmenden sollen in neun Monaten lernen, Verwaltungsprozesse zu erfassen, zu analysieren und zu verbessern. mehr...

Bayerische Fahne vor blauem Himmel

Bayern: So bewerten Bürger ihre Verwaltung

[16.04.2026] Eine repräsentative Studie der Bayerischen Verwaltungsschule offenbart Chancen und Herausforderungen für Verwaltungen im Freistaat. Demnach bewerten die Bürgerinnen und Bürger digitale Verwaltungsangebote zwar grundsätzlich positiv, wünschen sich aber unter anderem, dass Kommunen transparenter mit ihnen kommunizieren. mehr...

Ein Mädchen in einer braunen Jacke sitzt auf einer Bank und schaut oder liest etwas auf einem Smartphone.

Hessen: Innovative Lösungen für krisenfeste Strukturen

[16.04.2026] In Darmstadt zeigt das LOEWE-Zentrum emergenCITY, wie Forschung zu digitaler Resilienz in Städten schneller in die Praxis gelangt. Entwickelt werden Lösungen, die digitale Systeme auch in Krisensituationen funktionsfähig halten und die Notfallkommunikation sichern. mehr...

Plakat zum zweiten Osnabrücker GovTech Hackathon

Osnabrück: Zweiter GovTech Hackathon am Start

[07.04.2026] 
Im Rahmen eines zweiten GovTech Hackathons sucht die Stadt Osnabrück wieder digitale Innovationen für die öffentliche Verwaltung. mehr...

Eine junge Frau macht per Smartphone ein Foto vom Potsdamer Rathaus.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt mit Gründergeist

[23.03.2026] Am Anfang war Nixdorf. Heute ist die Stadt Paderborn ein Hotspot der ostwestfälischen IT-Wirtschaft mit starkem Mittelstand, ausgezeichneter Universität und ambitionierter Verwaltung. Ein Besuch. mehr...