Rheinland-PfalzInterkommunale Vernetzung

Die diesjährige Fachtagung des Netzwerks IKONE DS widmete sich intensiv dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und datenbasierten Anwendungen für Kommunen
(Bildquelle: atianastulbo/123rf.com)
In Kaiserslautern hat die dritte Fachtagung des Interkommunalen Netzwerks Digitale Stadt (IKONE DS) unter dem Leitthema „Daten und KI – Bausteine smarter digitaler Lösungen“ stattgefunden. Darüber berichtet das Innenministerium Rheinland-Pfalz, welches das Netzwerk im Jahr 2019 ins Leben gerufen hatte. IKONE DS umfasst über 30 Kommunen, die gemeinsam die Digitalisierung ihrer Verwaltungen vorantreiben. „Nur durch interkommunale Vernetzung können wir die Potenziale digitaler Lösungen voll ausschöpfen und Städte fit für die Zukunft machen,“ sagte Staatssekretärin Simone Schneider. Ein kooperativer Ansatz erleichtere die Nutzung von Ressourcen und beschleunige Innovationen. Auch Beate Kimmel, Oberbürgermeisterin von Kaiserslautern, betonte den Wert des Netzwerks: „Die Digitalisierung erleichtert den Alltag und baut Barrieren ab. Der Austausch im IKONE-Netzwerk ist dafür sehr wertvoll.“
Nachhaltige Wirkung über die Projektlaufzeit hinaus
Das Netzwerk startete mit fünf Städten, darunter Kaiserslautern, und wurde im Rahmen des Projekts „Herzlich digitale Stadt Kaiserslautern“ (HdS) gefördert. „Durch die zahlreichen Veranstaltungen zu relevanten Digitalisierungsthemen, die das Netzwerk IKONE DS seit 2019 organisiert hat, wurde reichlich Raum für Austausch, Wissenstransfer und gemeinsames Lernen geschaffen. Von Krisenmanagement über die Digitalisierung in der Ausbildung bis hin zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat das Netzwerk Städte dabei unterstützt, gute Ideen und Kompetenzen mit anderen Kommunen zu teilen und eigene Digitalisierungsprojekte umzusetzen“, berichtet Schneider.
Die Förderung läuft Ende 2024 aus, doch die Stadt habe laut Schneider bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, etwa Projekte zur Digitalisierung in Schulen oder zur Beleuchtung öffentlicher Wege.
Künstliche Intelligenz als Schwerpunkt
Ein zentrales Thema der Tagung war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und datenbasierten Anwendungen in der Verwaltung. Im Fokus stand dabei die Frage, wie solche Technologien Entscheidungsprozesse und Verwaltungsabläufe optimieren können. Ein Beispiel dafür ist das Solarkataster der Stadt Kaiserslautern, welches das Potenzial von Dach- und Wandflächen für Solarenergie bewertet und damit wichtige Daten für Investitionsentscheidungen liefert. Ein weiteres vorgestelltes Projekt war AKRIMA, ein KI-basiertes System zur Krisenbewältigung, das unter anderem Hochwassergefahren besser vorhersehen und managen soll. Dieses Projekt, entwickelt vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, zeigt, wie datenbasierte Ansätze zu mehr Sicherheit in den Kommunen beitragen können.
IT-Verbund Landsberg: KI-Werkstatt eröffnet
[25.02.2026] Um konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung zu entwickeln, hat der IT-Verbund Landsberg eine KI-Werkstatt ins Leben gerufen. mehr...
Braunschweig: Chatbot Lio unterstützt Besucher
[23.02.2026] Mit Chatbot Lio will die Stadtverwaltung Braunschweig den Zugang zu ihren Dienstleistungen erleichtern. Der digitale Assistent steht rund um die Uhr auf der kommunalen Website zur Verfügung und kann ohne Registrierung genutzt werden. Der persönliche Kontakt bleibt dennoch ein zentraler Bestandteil des städtischen Serviceangebots. mehr...
Heidekreis: Niedersachsen fördert KI-Strategie
[18.02.2026] Der Heidekreis will eine Strategie für den verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung entwickeln und diese später mit anderen Kommunen teilen. Er lässt sich dabei vom Kompetenzaufbau bis hin zur Umsetzung wissenschaftlich begleiten und erhält dafür eine Förderung von rund 40.500 Euro aus dem Programm Zukunftsregionen in Niedersachsen. mehr...
Hanau: HUgo weiß die Antwort
[18.02.2026] Mit Chatbot HUgo ergänzt die Stadt Hanau ihr Informationsangebot auf der kommunalen Website. Der digitale Assistent kennt sich mit Behördenöffnungszeiten, Zuständigkeiten und Servicethemen aus. Für die Antworten fasst er Inhalte des Stadtportals zusammen. mehr...
Stade: Käpt’n Knut soll noch besser werden
[13.02.2026] Seit Januar unterstützt Chatbot Käpt’n Knut in der Hansestadt Stade den Kundenservice seitens der Verwaltung. Im ersten Monat haben knapp 900 Personen den Chatbot genutzt und fast 2.000 Nachrichten ausgetauscht. Erste Tests zur Entgegennahme von Anrufen durch Käpt’n Knut laufen bereits. mehr...
ÖFIT: Nachnutzung generativer KI-Systeme
[13.02.2026] Eine ÖFIT-Untersuchung zeigt: Die Nachnutzung bestehender generativer KI-Systeme in Bund, Ländern und Kommunen ist möglich, die Schaffung einer Plattform für alle Akteure aber schwierig. Stattdessen empfiehlt die Studie eine gemeinsame Referenzarchitektur, basierend auf den Nutzerbedarfen. mehr...
Dataport/IBM: KI-gestützter Transkriptionsservice
[12.02.2026] Ob in der Justiz, im Amt oder im Bildungsbereich: In der öffentlichen Verwaltung wird viel besprochen, manuell transkribiert und dokumentiert. Das bindet Ressourcen. Dataport stellt eine KI-Lösung vor, die diese Arbeit erleichtert – und die speziell für den öffentlichen Sektor ausgelegt ist. mehr...
Kreis Viersen: Sprach-KI nimmt Anrufe entgegen
[09.02.2026] Eine digitale Sprachassistentin beantwortet jetzt beim Abfallbetrieb des Kreises Viersen (ABV) die Anrufe der Bürgerinnen und Bürger. Die Künstliche Intelligenz greift dazu auf einen endlichen Wissensspeicher zurück und lernt ständig dazu. mehr...
Künstliche Intelligenz: KI-Marktplatz MaKI startet
[04.02.2026] Mit dem bundesweiten KI-Marktplatz MaKI startet eine zentrale Plattform für den Austausch von KI-Anwendungen in der Verwaltung. Der MaKI schafft erstmals einen ebenenübergreifenden Überblick über KI-Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen und erleichtert deren gemeinsame Nutzung. mehr...
Künstliche Intelligenz: Avatare für Barrierefreiheit
[03.02.2026] Das Unternehmen alangu hat sich auf die Entwicklung von KI-gestützten 3D-Gebärdensprach-Avataren spezialisiert. Wie diese gehörlosen Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern, erläutert Geschäftsführer Alexander Stricker im Kommune21-Interview. mehr...
Interkommunaler Hochwasserschutz: KI-gestütztes Frühwarnsystem
[30.01.2026] Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz will entlang des Flusses Paar ein Echtzeit-Frühwarnsystem aufbauen, das auf Sensortechnik, Satellitendaten und Künstlicher Intelligenz basiert. Ziel ist eine frühzeitige Warnung der Bürger und Einsatzkräfte über mehrere Plattformen. mehr...
KI: In risikoarmer Umgebung testen
[30.01.2026] Kommunen können geplante KI-Anwendungen nun vorab in einer geschützten Umgebung testen. Die von Ewerk Consulting bereitgestellte Infrastruktur basiert auf in Deutschland betriebenen Servern sowie Open-Source-Komponenten. mehr...
Düsseldorf: Chatbot als Pilot
[29.01.2026] Die Stadt Düsseldorf erweitert ihr Online-Serviceangebot um einen Chatbot. Der digitale Assistent läuft zunächst als befristetes Pilotprojekt und braucht noch einen Namen. Vorschläge aus der Bürgerschaft sind willkommen. mehr...
Leipzig: KI-Fuchs spürt Wissen auf
[28.01.2026] Leipzig setzt mit dem KI-Fuchs neue Maßstäbe im Wissensmanagement. Das auf Open Source basierende System kombiniert ein multimodales Sprachmodell mit internem Verwaltungswissen, schafft damit Effizienzgewinne und deckt Bürokratieabbau-Potenziale auf. mehr...
Düsseldorf: Voicebot Kira antwortet für’s Steueramt
[26.01.2026] Seit einem guten halben Jahr unterstützt die Künstliche Intelligenz für Rückfragen & Auskünfte Kira das Düsseldorfer Steueramt bei telefonischen Anfragen zur Beherbergungssteuer. Nun wurden die Fähigkeiten der virtuellen Sprachassistentin erweitert, sodass sie auch zur Grundsteuer Auskunft geben kann. mehr...























