RechtsinformationenDie Informationsflut bändigen

Künstliche Intelligenz kann in öffentlichen Verwaltungen der Schlüssel zu mehr Rechtssicherheit sein.
(Bildquelle: peterschreiber.media/stock.adobe.com)
Das Unternehmen Wolters Kluwer hat seine umfassende juristische und digitale Kompetenz gebündelt und jetzt auch KI in seine eigens für die Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung entwickelten Lösungen integriert. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, Rechtsinformationen schneller, präziser und praxisgerechter in die Verwaltungsarbeit einzubinden. Aktuelle rechtliche Informationen werden automatisiert erfasst, ausgewertet und KI-gestützt direkt an der richtigen Stelle und im richtigen Format in der täglichen Fallbearbeitung den Sachbearbeitenden bereitgestellt. Dadurch kann es gelingen, Informationsflut und Personalengpässe abzufedern und gleichzeitig die Qualität von Entscheidungen deutlich zu erhöhen.
So nutzt Wolters Kluwer KI beispielsweise bereits für Entscheidungszusammenfassungen und -analysen. Gerichtliche Entscheidungen, die sich Mitarbeitende in der Verwaltung bisher in ihrer Länge und Komplexität nur aufwendig erschließen konnten, bereitet die KI nun automatisch auf. Sie fasst die relevanten Passagen zusammen, filtert die Kernpunkte heraus und stellt sie klar strukturiert bereit. Sachbearbeitende und Führungskräfte können die entscheidungsrelevanten Passagen so auf einen Blick erfassen und müssen nicht mehr hunderte von Seiten durcharbeiten. Eine zweite wesentliche Funktion ist die KI-basierte Suche.
Anstatt sich durch komplizierte juristische Suchlogiken zu arbeiten, können Sachbearbeitende künftig Fragen in natürlicher Sprache eingeben. Die KI interpretiert diese Eingaben, durchsucht die relevanten Datenbanken und liefert präzise Ergebnisse. So bietet Wolters Kluwer in den Niederlanden bereits einen KI-Assistenten für Behörden, der den Mitarbeitenden relevante und rechtssichere Informationen zur Verfügung stellt und so den Entscheidungsprozess unterstützt. Die Einführung einer KI-basierten Lösung ist 2026 auch in Deutschland geplant.
Passende Inhalte ohne aufwendige Recherche
Ein zentrales Element dieser Lösungen ist, dass Rechtsänderungen frühzeitig erkennbar und damit besser beherrschbar sind. Neue Vorschriften und Urteile werden sofort sichtbar gemacht, sodass Handlungsspielräume von Verwaltungsmitarbeitenden schneller erkannt und Unsicherheiten vermieden werden können. Ebenso wichtig ist die kontextbezogene Bereitstellung von Informationen. Mitarbeitende müssen so nicht mehr in großen Datenmengen suchen, sondern erhalten genau die Inhalte, die für ihren konkreten Vorgang entscheidend sind. Mit jeder Anwendung verfeinert sich das System weiter, lernt aus realen Nutzungssituationen und steigert dadurch Konsistenz und Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen.
Ein wesentlicher Mehrwert solcher praxisnaher KI-Lösungen besteht in der erheblichen Zeitersparnis. Statt sich durch seitenlange Entscheidungen oder umfangreiche Dokumentationen zu arbeiten, erhalten die Mitarbeitenden komprimierte, qualitätsgesicherte Informationen aus allen relevanten Quellen – unabhängig davon, ob die Informationen in einem Dokumentenmanagementsystem, einer E-Akte oder in klassischen Ordnerstrukturen hinterlegt sind. So entsteht eine fundierte Entscheidungsgrundlage zum Sachverhalt, ohne dass aufwendige Recherchen erforderlich sind. Urteile lassen sich nun leichter miteinander vergleichen, die entscheidungsrelevanten Aspekte unmittelbar erfassen, und Sachbearbeitende können selbst bei komplexen Fragestellungen zügig entscheiden.
Auch das Onboarding erleichtert der KI-Assistent: Neue Kolleginnen und Kollegen – ganz gleich ob Abteilungswechsler oder Quereinsteiger – erhalten das notwendige Know-how unmittelbar über die Systeme, können, auch wenn sie mit juristischen Recherchestrukturen nicht vertraut sind, von Anfang an auf das entscheidungsrelevante Wissen zugreifen und ohne lange Einarbeitungszeiten produktiv arbeiten.
Kriterien bei der KI-Auswahl
Bei der Auswahl einer KI-basierten Lösung sollten Behörden unbedingt darauf achten, dass der Anbieter sich bei der Konzeption, Entwicklung und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in seinen Produkten und Dienstleistungen an verantwortungsvoll definierte Leitlinien hält und besonderen Wert auf Datenschutz und Sicherheit legt. Zudem sollte er sich mit Risikomanagement und Problembehebung während der Konzeption und Entwicklung sowie nach der Bereitstellung befassen.
Die Einführung von KI ersetzt nicht die juristische Fachkompetenz. Sie schafft aber einen entscheidenden Zeitgewinn, reduziert Doppelarbeit und entlastet erfahrene Mitarbeitende von zeitraubenden Routineaufgaben. Professionelle Anbieter verbinden dabei die technologische Leistungsfähigkeit moderner KI mit einer redaktionell gepflegten und stets aktuellen Datenbasis und juristischer Expertise. Auf diese Weise bleiben Qualität, Transparenz und Nachvollziehbarkeit jederzeit gewahrt.
Die öffentliche Verwaltung muss in einer zunehmend komplexen Umgebung effizient, rechtssicher und bürgerorientiert arbeiten. KI-basierte Systeme können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie beschleunigen Entscheidungsprozesse, erleichtern die Einarbeitung neuer Mitarbeitender und sorgen dafür, dass Rechtsinformationen immer dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden – mitten in der Praxis der Verwaltung. Für die Mitarbeitenden heißt das mehr Sicherheit und Entlastung sowie weniger Zeitdruck – für Bürgerinnen und Bürger transparentere und schnellere Entscheidungen. Und für die Verwaltung insgesamt eröffnet sich die Chance, den steigenden Anforderungen souverän zu begegnen.
Bitkom-Umfrage: Mehr Zuspruch für KI im Amt
[05.11.2026] Elf Prozent der Erwachsenen haben laut einer Bitkom-Umfrage bereits KI bei Behördenangelegenheiten genutzt. Gut die Hälfte würde lieber mit einem KI-Assistenten als mit einem Menschen sprechen, wenn sie dafür Warte- oder Öffnungszeiten vermeiden könnte. mehr...
Bürgerservice: Der Avatar als Bürgerberater
[04.11.2026] Wie muss ein Avatar gestaltet sein, um vom menschlichen Gegenüber positiv wahrgenommen zu werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Frankfurt University of Applied Sciences. Zusammen mit einem Start-up werden zudem fotorealistische digitale Avatare entwickelt, die künftig etwa als Bürgerberater zum Einsatz kommen könnten. mehr...
AKDB-Kommunalforum: Bürgermeister setzen auf KI
[02.11.2026] Eine neue Studie der Universität Bremen und der KGSt zeigt: Künstliche Intelligenz ist in den Führungsetagen der Kommunalverwaltungen angekommen. 89 Prozent der Bürgermeister und Landräte in Deutschland unterstützen den KI-Einsatz, 44 Prozent nutzen die Technologie täglich. Allerdings fehlen vielerorts klare Zuständigkeiten für das Datenmanagement. mehr...
Kreis Bergstraße: EMMA entlastet die Verwaltung
[29.10.2026] Der Kreis Bergstraße setzt auf Robotic Process Automation (RPA) und die Software EMMA, um wiederkehrende Verwaltungsaufgaben zu automatisieren. Allein im Gesundheitsamt wurden rund 100 Prozesse auf ihr Automatisierungspotenzial untersucht. mehr...
Mecklenburgische Seenplatte: KI unterstützt beim Bauantrag
[22.10.2026] Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte setzt bei der digitalen Baugenehmigung auf Künstliche Intelligenz. Ein neuer KI-Assistent soll Antragstellende durch das Verfahren führen, Fragen beantworten und die Vollständigkeit der Anträge verbessern. mehr...
Mettmann: Metti gibt Auskunft
[21.10.2026] Die Stadt Mettmann setzt auf einen KI-basierten Bürgerassistenten, der rund um die Uhr Fragen beantwortet und Informationen in mehr als zehn Sprachen bereitstellt. Die Einführung verlief nach Angaben der Stadt unkompliziert und mit geringem technischem Aufwand. mehr...
BMDS: Neue Runde für KI-Agenten
[21.10.2026] Agentische KI kann Verwaltungen bei internen Abläufen, der Antragsbearbeitung und im Bürgerservice entlasten. Im Agentic AI Hub des BMDS erproben Kommunen und Start-ups entsprechende Anwendungen. Das Vorhaben geht nach einem vielversprechenden Start nun in die zweite Runde. mehr...
Interview: Viel mehr als ein Chatbot
[20.10.2026] Künstliche Intelligenz kann nicht nur Bürgeranfragen automatisiert beantworten. Welche Potenziale KI-Agenten für Kommunen und Stadtwerke bieten, erläutert Carolin Edler-Mende, Geschäftsführerin von Aristech, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...
Rheingau-Taunus-Kreis: Eigene KI für den Verwaltungsalltag
[19.10.2026] Texte entwerfen und zusammenfassen, Informationen schneller recherchieren oder Besprechungen automatisch dokumentieren: KI kann Beschäftigte in Verwaltungen bei vielen Aufgaben unterstützen. Der Rheingau-Taunus-Kreis will dafür ein eigenes KI-Sprachmodell aufbauen – Nachnutzung inklusive. mehr...
Wiesbaden: Stadtentwicklung mit KI erleben
[14.10.2026] Wie könnten öffentliche Räume künftig gestaltet werden? Mit dem neuen KI-Tool „Stadtvisionen Wiesbaden“ können Bürgerinnen und Bürger unterschiedliche Zukunftsszenarien für reale Orte in der Stadt entwerfen. Die Anwendung soll zum Nachdenken über Stadtgestaltung anregen. mehr...
AKDB: Weitere Kommunen können KAI nutzen
[13.10.2026] Nach einer dreimonatigen Pilotphase mit knapp 30 Kommunen stellt die AKDB ihren KI-Assistenten KAI nun weiteren Verwaltungen zur Verfügung. Die Anwendung soll Beschäftigte bei der Recherche, Texterstellung und Nutzung von Verwaltungswissen unterstützen. mehr...
Advertorial: KI im Posteingang der Verwaltung: was sie abnimmt und wo die Grenze liegt
[12.10.2026] Wenn KI Anträge, Rechnungen und Anfragen vorsortiert, bleibt in der Verwaltung mehr Zeit für die eigentliche Fallarbeit. Wie weit die Automatisierung des Posteingangs gehen kann – und warum die letzte Entscheidung beim Menschen bleiben sollte. mehr...
Bitkom: Ja zur Behörden-KI
[08.10.2026] Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt wachsende Zustimmung zu KI bei Behördenanträgen. Meist soll ein Mensch an der Entscheidung beteiligt sein. Gefragt sind auch Behörden, die von sich aus aktiv werden, und mehr Tempo bei der kommunalen Digitalisierung. mehr...
Arnsberg: Bürger können Arni fragen
[07.10.2026] Bürger der Stadt Arnsberg müssen nun nicht mehr auf Öffnungszeiten achten, wenn sie eine Frage an die Stadtverwaltung haben, sondern können sich damit ab sofort an den KI-gestützten Chatbot Arni wenden. mehr...
deAI Labs: Marktstart für KI-Plattform daeo
[07.10.2026] Mit daeo bringt das deutsche KI-Start-up deAI Labs eine Plattform für Mittelstand und Verwaltung auf den Markt. Sie soll verstreute Daten für unterschiedliche KI-Anwendungen aufbereiten. Der kommunale Software-Anbieter komuna nutzt sie bereits in seinem Support. mehr...

















