FreiburgRIS intelligent erschließen

In Freiburg werden Ratsdokumente aus Jahrzehnten KI-unterstützt für thematische Recherchen zugänglich.
(Bildquelle: FWTM/Mende)
Das Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Freiburg im Breisgau gibt seine Inhalte nun schneller preis: Mitarbeitende der Stadtverwaltung und Mitglieder des Gemeinderats können das RIS mithilfe Künstlicher Intelligenz durchsuchen. Dafür hat das GovTech-Unternehmen neuraflow seine Lösung neurapolis, den „KI-Schreibtisch für kommunale Verwaltungen“, mit einer RIS-Integration ausgestattet. Auf diese Weise werden in Freiburg über 90.000 Dokumente leicht zugänglich. Der Freiburger Roll-out ist nach Angaben von neuraflow der erste produktive Einsatz einer semantischen RIS-Suche als marktreife Lösung – und direkt auf andere Verwaltungen übertragbar. Entwickelt wurde die RIS-Integration gemeinsam mit der Stadt Freiburg. Der Hersteller neuraflow wurde für den Prototypen Ende 2024 mit dem Smart Country Startup Award der Bitkom ausgezeichnet (wir berichteten).
Konkrete Fragen statt Stichwortsuche
Ratsinformationssysteme bilden das institutionelle Gedächtnis deutscher Städte und Gemeinden. Die integrierten Suchfunktionen der Systeme arbeiten in der Regel nur mit Stichworten. Bei komplexen, thematischen Recherchen waren die Freiburger Mitarbeitenden und Ratsmitglieder häufig auf erfahrene Kolleginnen und Kollegen aus dem Ratsbüro angewiesen.
Die KI-basierte Lösung von neuraflow ermöglicht es nun allen Nutzerinnen und Nutzern, selbst umfassende Recherchen durchzuführen. Die semantische Suche verarbeitet Fragen thematisch und in natürlicher Sprache, zerlegt Anfragen automatisch in mehrere Suchvarianten und verdichtet die Treffer in der Regel innerhalb von 60 bis 90 Sekunden zu einer Antwort. Die Ergebnisse lassen sich im Dialog weiter verfeinern und im gleichen Fenster direkt weiterverarbeiten.
Schnelle, nachprüfbare Ergebnisse
Grundlage ist die standardisierte OParl-Schnittstelle, über die kommunale RIS ihre Daten bereitstellen. Für die semantische Durchsuchbarkeit werden die Inhalte vorab aufbereitet, auch Bilder und Tabellen werden beschrieben und in ein einheitliches Format überführt. Ein eigens entwickelter Wissensgraph stellt sicher, dass die KI-basierte Suche jede Information im institutionellen Kontext richtig verortet und mit dem zugehörigen Beschluss, der Sitzung, dem Gremium und dem Tagesordnungspunkt verknüpft, sodass die Antworten im Detail nachvollziehbar sind.
Bernd Winter von der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Freiburg sagt, dass die inhaltliche Nachvollziehbarkeit der Antworten ein entscheidendes Kriterium bei der Entwicklung gewesen sei. „Die Nachprüfbarkeit der Quellen ist extrem gut umgesetzt“, so Winter. Auch bei anderen Mitarbeitenden sind die Reaktionen nach dem Start durchgängig positiv: Sie berichten, dass die KI-Suche spürbar schnellere und qualitativ bessere Ergebnisse liefert. Besonders deutlich wird dies im Ratsbüro, das bisher viele RIS-Recherchen übernommen hat.
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