WiesbadenServiceoffensive der Bauaufsicht

Optimierte Abläufe verbessern den Kundenservice in der Bauaufsicht.
(Bildquelle: arka0881/123rf.com)
Mit dem digitalen Bauantrag über das Bauportal Hessen, einem neu organisierten Servicecenter und optimierten internen Abläufen hat die Bauaufsicht Wiesbaden ihre Prozesse spürbar beschleunigt. Das Ergebnis ist nach Angaben der hessischen Landeshauptstadt mehr Beratungen und schnellere Genehmigungen. Baudezernent Andreas Kowol und die Bauaufsicht ziehen deshalb eine positive Bilanz für 2025.
Im vergangenen Jahr habe die Bauaufsicht 1.460 Mal Bauherren und Architekten vor der Antragstellung beraten, gut zwanzig Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 1.199). „Wer frühzeitig beraten wird, kann Anträge besser stellen und kommt so schneller zur Baugenehmigung. Nach diesem Prinzip hat die Bauaufsicht ihr Beratungsangebot gezielt ausgebaut“, sagt Kowol.
Die Genehmigungsquote war 2025 hoch, die Bearbeitungszeit kurz: Insgesamt gingen 781 Bauanträge und Voranfragen ein, elf Prozent mehr als 2024. 94 Prozent der eingereichten Bauanträge wurden genehmigt, so die Stadt. Sechs Prozent der Anträge musste die Bauaufsicht ablehnen, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt waren.
Interne Abläufe optimiert, Kundenservice verbessert
Besonders erfreulich sind laut der städtischen Pressemeldung die Bearbeitungszeiten: Im Vereinfachten Verfahren dauerte es im Schnitt 45 Tage – nur halb so lang wie die gesetzlich erlaubten drei Monate. Selbst Sonderbauten mit deutlich größerem Prüfaufwand wurden im Schnitt in 75 Tagen abgeschlossen. „Es war unser erklärtes Ziel, die internen Abläufe zu optimieren und den Service für unsere Kunden zu verbessern“, sagt Sandra Matzenauer, Leiterin der Bauaufsicht. „Diese Zahlen zeigen, dass wir mit unseren internen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Wir konnten die Baugenehmigungsverfahren spürbar beschleunigen, zum Vorteil aller, die in Wiesbaden bauen wollen.“
Auch die Untere Denkmalschutzbehörde, die in Wiesbaden bei der Bauaufsicht angesiedelt ist, verzeichnet positive Zahlen: Von 348 Anträgen, die 2025 eingingen, wurden 314 genehmigt – eine Quote von über 90 Prozent. Im Schnitt dauerte es hier nur rund 30 Tage bis zur Entscheidung.
Digitalisierung abgeschlossen
Die Digitalisierung der Auskunftsverfahren ist praktisch abgeschlossen, heißt es in der städtischen Pressemeldung weiter. Von 1.704 Akteneinsichten im Jahr 2025 fanden nur 40 als Präsenztermin statt, alle anderen wurden rein digital abgewickelt. Ähnliches gilt für die knapp 2.000 Auskünfte zu Baulasten. Bürgerinnen und Bürger sparten sich damit in den meisten Fällen den Weg zur Behörde und erhielten diese Auskünfte auch noch schneller.
Auch im Jahr 2026 wird die Bauaufsicht Planerinnen und Planer sowie Bauwillige aktiv dabei unterstützen, ihre Vorhaben im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten zu verwirklichen und das Baugeschehen in der Stadt aktiv zu begleiten, so die Pressemeldung abschließend.
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