Montag, 17. August 2026

PotsdameWA-Potenziale noch nicht ausgeschöpft

[15.07.2026] Rund 2.000 Wohnsitzanmeldungen haben die Potsdamerinnen und Potsdamer innerhalb eines Jahres digital erledigt. Damit ist die Nutzung des Online-Dienstes hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dennoch zieht die Stadt ein positives Zwischenfazit.
Künftig soll es im Schweizer Kanton Zürich möglich sein

Bei der Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung ist in Potsdam noch Luft nach oben.

(Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de)

Seit einem Jahr bietet das Bürgerservicecenter der Stadt Potsdam die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) an. Als erste Kommune in Brandenburg hat die Landeshauptstadt den Online-Dienst im Juni 2025 eingeführt (wir berichteten). Das Fazit nach dem ersten Jahr fällt laut einer städtischen Pressemeldung positiv aus, obwohl das Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist: Rund 2.000 Bürgerinnen und Bürger haben ihren Wohnsitz seitdem online angemeldet und konnten so auf einen Termin im Bürgerservicecenter verzichten.

Mit der elektronischen Wohnsitzanmeldung können Bürgerinnen und Bürger ihre Anmeldung nach einem Umzug vollständig digital erledigen. Die dadurch entfallenden Vorsprachen schaffen zusätzliche Kapazitäten für Anliegen, die weiterhin persönlich im Bürgerservicecenter bearbeitet werden müssen, so die Stadt. Damit trage eWA maßgeblich dazu bei, dass das Bürgerservicecenter weiterhin ein ausreichendes Terminangebot vorhalten kann.

Nutzung hinter den Erwartungen zurückgeblieben

Im ersten Jahr lag der Anteil der online abgewickelten Wohnsitzanmeldungen bei durchschnittlich rund 12 Prozent. Damit blieb die Nutzung zwar hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, leiste jedoch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Bürgerservicecenters. Karsten Lauber, Fachbereichsleiter Bürgerservice, sagt: „Offensichtlich schätzen die Potsdamerinnen und Potsdamer das persönliche Gespräch. Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielseitig: Manche stehen vor technischen Hürden oder haben Berührungsängste mit der Technik, andere erfüllen die Voraussetzungen schlichtweg nicht und wiederum andere möchten sicher gehen, dass beim Umzug alles glatt läuft und deshalb Fragen direkt mit unseren Mitarbeitenden am Schalter klären.“

Auffällig war zudem, dass mit der Verbesserung der Terminsituation im Bürgerservicecenter das Interesse an der elektronischen Wohnsitzanmeldung zunächst zurückging. „Wir vermuten, dass die Bürgerinnen und Bürger den Weg zum Amt vorziehen und jetzt, da sich die Terminsituation verbessert hat, vorzugsweise einen Besuch im Bürgerservicecenter wahrnehmen“, so Lauber. „Besonders erfreulich ist, dass die positive Resonanz auf das nun gute Terminangebot regelmäßig mit einem Lob für den freundlichen und kompetenten Service der Mitarbeitenden im Bürgerservicecenter einhergeht.“

Nutzung weiter fördern

Um die Nutzung des Online-Dienstes weiter zu fördern, ging die Stadt seit Ende 2025 Kooperationen mit einigen Potsdamer Hausverwaltungen ein. Neue Mieterinnen und Mieter erhalten bereits bei Abschluss ihres Mietvertrages Informationen zur elektronischen Wohnsitzanmeldung und werden frühzeitig auf das digitale Angebot hingewiesen. Mittlerweile ziehen die digitalen Antragszahlen nach Angaben der Stadt wieder spürbar an.

Für die Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung werden ein Personalausweis oder eine eID mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (PIN) benötigt. Die Stadt Potsdam werde auch künftig über die Voraussetzungen und Vorteile des Online-Verfahrens informieren und dessen Nutzung weiter fördern.





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