Donnerstag, 15. Oktober 2026

PotsdameWA-Potenziale noch nicht ausgeschöpft

[15.07.2026] Rund 2.000 Wohnsitzanmeldungen haben die Potsdamerinnen und Potsdamer innerhalb eines Jahres digital erledigt. Damit ist die Nutzung des Online-Dienstes hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dennoch zieht die Stadt ein positives Zwischenfazit.
Künftig soll es im Schweizer Kanton Zürich möglich sein

Bei der Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung ist in Potsdam noch Luft nach oben.

(Bildquelle: RainerSturm / pixelio.de)

Seit einem Jahr bietet das Bürgerservicecenter der Stadt Potsdam die elektronische Wohnsitzanmeldung (eWA) an. Als erste Kommune in Brandenburg hat die Landeshauptstadt den Online-Dienst im Juni 2025 eingeführt (wir berichteten). Das Fazit nach dem ersten Jahr fällt laut einer städtischen Pressemeldung positiv aus, obwohl das Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft ist: Rund 2.000 Bürgerinnen und Bürger haben ihren Wohnsitz seitdem online angemeldet und konnten so auf einen Termin im Bürgerservicecenter verzichten.

Mit der elektronischen Wohnsitzanmeldung können Bürgerinnen und Bürger ihre Anmeldung nach einem Umzug vollständig digital erledigen. Die dadurch entfallenden Vorsprachen schaffen zusätzliche Kapazitäten für Anliegen, die weiterhin persönlich im Bürgerservicecenter bearbeitet werden müssen, so die Stadt. Damit trage eWA maßgeblich dazu bei, dass das Bürgerservicecenter weiterhin ein ausreichendes Terminangebot vorhalten kann.

Nutzung hinter den Erwartungen zurückgeblieben

Im ersten Jahr lag der Anteil der online abgewickelten Wohnsitzanmeldungen bei durchschnittlich rund 12 Prozent. Damit blieb die Nutzung zwar hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, leiste jedoch einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Bürgerservicecenters. Karsten Lauber, Fachbereichsleiter Bürgerservice, sagt: „Offensichtlich schätzen die Potsdamerinnen und Potsdamer das persönliche Gespräch. Die Gründe für die Zurückhaltung sind vielseitig: Manche stehen vor technischen Hürden oder haben Berührungsängste mit der Technik, andere erfüllen die Voraussetzungen schlichtweg nicht und wiederum andere möchten sicher gehen, dass beim Umzug alles glatt läuft und deshalb Fragen direkt mit unseren Mitarbeitenden am Schalter klären.“

Auffällig war zudem, dass mit der Verbesserung der Terminsituation im Bürgerservicecenter das Interesse an der elektronischen Wohnsitzanmeldung zunächst zurückging. „Wir vermuten, dass die Bürgerinnen und Bürger den Weg zum Amt vorziehen und jetzt, da sich die Terminsituation verbessert hat, vorzugsweise einen Besuch im Bürgerservicecenter wahrnehmen“, so Lauber. „Besonders erfreulich ist, dass die positive Resonanz auf das nun gute Terminangebot regelmäßig mit einem Lob für den freundlichen und kompetenten Service der Mitarbeitenden im Bürgerservicecenter einhergeht.“

Nutzung weiter fördern

Um die Nutzung des Online-Dienstes weiter zu fördern, ging die Stadt seit Ende 2025 Kooperationen mit einigen Potsdamer Hausverwaltungen ein. Neue Mieterinnen und Mieter erhalten bereits bei Abschluss ihres Mietvertrages Informationen zur elektronischen Wohnsitzanmeldung und werden frühzeitig auf das digitale Angebot hingewiesen. Mittlerweile ziehen die digitalen Antragszahlen nach Angaben der Stadt wieder spürbar an.

Für die Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung werden ein Personalausweis oder eine eID mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (PIN) benötigt. Die Stadt Potsdam werde auch künftig über die Voraussetzungen und Vorteile des Online-Verfahrens informieren und dessen Nutzung weiter fördern.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice
Blick auf die Aachener Altstadt mit Dom

Aachen: Großprojekt Registermodernisierung gestartet

[08.10.2026] Die Stadt Aachen hat gemeinsam mit dem IT-Dienstleister regio iT die Registermodernisierung auf den Weg gebracht. Eine eigene Projektstruktur soll die Verwaltung auf den Datenaustausch nach dem Once-Only-Prinzip und die Anbindung an die europäische digitale Brieftasche vorbereiten. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

BundID: KI-gestützter Bürgerservice bewährt sich

[05.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...

Mehrere gedruckte Ausgaben des eGovernment Monitor 2026 liegen auf einem Tisch, oberstes Heft ist aufgeschlagen

eGovernment Monitor 2026: Digitale Verwaltung überzeugt bei der Nutzung

[29.09.2026] Wer digitale Verwaltungsangebote nutzt, ist damit überwiegend zufrieden. Dennoch erledigt dem aktuellen eGovernment Monitor zufolge die Hälfte der Befragten Behördenanliegen weiterhin vollständig offline. Die Studie sieht vor allem bei Auffindbarkeit, durchgängiger Digitalisierung und mobiler Nutzbarkeit Handlungsbedarf. mehr...

bericht

Besuchermanagement: Ungewissheiten beseitigen

[25.09.2026] Fortgeschrittene Aufrufsysteme schaffen mehr Transparenz über anfallende Wartezeiten und vermeiden so unnötigen Frust bei den Bürgerinnen und Bürgern. mehr...

Infobanner zu Onlinediensten am Aufzugturm des Rathauses in Rheydt.

Mönchengladbach: Vieles geht online

[25.09.2026] Die Stadt Mönchengladbach macht erneut auf ihre digitalen Verwaltungsangebote aufmerksam. Zahlreiche Anliegen lassen sich bereits über das Serviceportal erledigen. Kostenlose Schulungen sollen Bürgerinnen und Bürger außerdem bei der Nutzung von Online-Ausweisfunktion, AusweisApp und BundID unterstützen. mehr...

Paar auf einem Dünenwanderweg auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Tourismusabgabe vollständig digital

[23.09.2026] Das Amt Föhr-Amrum hat die Tourismusabgabe vollständig digitalisiert. Rund 5.500 Abgabefälle können künftig medienbruchfrei online bearbeitet werden. Die gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Unternehmen Netcompany entwickelte Lösung soll ab 2027 auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen. mehr...

Vergrößerte Ansicht von Handy mit Mannheim-Bot

Mannheim: Bot beantwortet Bürgerfragen

[18.09.2026] Die Stadt Mannheim erweitert ihr digitales Informationsangebot um einen Chatbot. Der Mannheim-Bot durchsucht die Inhalte der städtischen Website und soll Bürgerinnen und Bürgern schnell passende Antworten auf konkrete Fragen liefern. mehr...

Logo Sag's uns einfach

Sachsen-Anhalt: Mängel einfacher digital melden

[14.09.2026] Das Land Sachsen-Anhalt erleichtert seinen Kommunen den Zugang zu digitalem Anliegen- und Mängelmanagement. Die EfA-Lösung „Sag's uns einfach“ kann über mehrere Nachnutzungsplattformen bezogen werden. mehr...

Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch

[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...

Blick über den belebten Augsburger Rathausplatz mit Außengastronomie auf das historische Rathaus und den Perlachturm vor blauem Himmel.
bericht

Augsburg: Vom Formular zum Service

[09.09.2026] Augsburg zählt mit rund 600 Online-Diensten und mehr als 2.100 einzelnen Verwaltungsleistungen zu den digital führenden Kommunen Deutschlands. Ausgehend von digitalen Formularen auf Basis von cit intelliForm ist dort ein integriertes Serviceangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entstanden. mehr...

Mann und Frau halten der Kamera ein Laptop entgegen, darauf Formular

Gütersloh: Bauanträge nur noch online

[04.09.2026] Gütersloh macht das Bauportal.NRW ab September zum alleinigen Einreichungsweg für Bauanträge. Auch die weitere Kommunikation im Genehmigungsverfahren erfolgt digital. Daneben erweitert die Stadt ihr Bürgerportal um Online-Anträge und Terminvereinbarungen des Jugendamts. mehr...

Ein Mann und eine Frau stehen für ein gemeinsames Foto vor einer blauen Wand und schauen in die Kamera.

Niedersachsen: Wie können Kommunen digitaler werden?

[03.09.2026] Dataport und das Land Niedersachsen haben rund 250 Kommunen bei der digitalen Transformation begleitet. Ihr Abschlussbericht stellt vor allem organisatorischen Handlungsbedarf fest und empfiehlt gemeinsame Standards, zentrale Dienste sowie mehr Qualifizierung. mehr...

Drei Menschen mit Monitoren in einem Büro

NOLIS/public.consulting: Kommunale Datenpflege

[01.09.2026] NOLIS und public.consulting bieten Kommunen einen gemeinsamen Service für die Datenpflege kommunaler Online-Portale an. Das Angebot verbindet die NOLIS-Software mit externer Datenpflege und soll Verwaltungen bei der laufenden Aktualisierung ihrer Inhalte entlasten. mehr...

Junger Mann sitzt mit Laptop, Taschenrechner und einigen Papieren in sorgenvoller Haltung am Schreibtisch.

Stadtwerke Lübeck Solutions/ITV.SH: Hohe Erwartungen an digitale Verwaltung

[27.08.2026] Viele Menschen in Schleswig-Holstein erwarten nutzerfreundliche digitale Verwaltungsleistungen. Für Kommunen ist deren Umsetzung aber mitunter aufwendig. Stadtwerke Lübeck Solutions und ITV.SH wollen deshalb die Nachnutzung bewährter Lösungen erleichtern. mehr...

Landkreis Augsburg: Integreat-App erweitert

[26.08.2026] Neuzugewanderte im Landkreis Augsburg können Informationen in der Integreat-App künftig über einen Chat-Assistenten suchen. „Frag Integreat“ beantwortet frei formulierte Fragen auf Basis der vom Landkreis bereitgestellten Inhalte. mehr...