Mecklenburg-VorpommernServiceportal mit über 20.000 Nutzerkonten
Im Serviceportal des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit knapp 20.300 Nutzerkonten registriert. Die Nutzerzahl wachse in gemäßigtem Tempo, aber stetig, ebenso wie die der gestellten Anträge und die der angebotenen Online-Dienste, sagte Digitalisierungsminister Christian Pegel. Bürger könnten Verwaltungsleistungen auch ohne das Anlegen eines personalisierten Kontos beantragen. Wer jedoch über ein personalisiertes Nutzerkonto verfüge, müsse persönliche Daten nur einmal eintragen. Das bedeute im Umkehrschluss, dass diejenigen, die ein Konto anlegen, das Portal mehr als nur einmal nutzen wollten, um ihre Anträge zu stellen, Bescheide einzusehen oder mit den Behörden zu ihren Anträgen Nachrichten auszutauschen.
Geburtsurkunde online stark nachgefragt
Im MV-Serviceportal können die Nutzer derzeit Anträge für 195 verschiedene Dienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern komplett digital stellen. Neu hinzugekommen sind in den vergangenen Wochen zum Beispiel die Anträge auf Auskunft aus dem Emissionskataster, auf einen europäischen Berufsausweis, ein Gesundheitszeugnis für Tiere oder die Anmeldung bei der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes.
Bislang seien mehr als 18.000 Anträge über die Plattform gestellt worden, heißt es aus dem Innenministerium. Das meistgenutzte Angebot ist der Online-Antrag zum Ausstellen einer Geburtsurkunde: 12.682-mal wurde diese Verwaltungsleistung nachgefragt. Beliebt waren auch die Anmeldung der Hundesteuer (1.262 gestellte Anträge), Eheurkunden (986) sowie die An- oder Abmeldung eines Gewerbes (885 An-, 364 Abmeldungen). Zu den spezielleren Anträgen zählen etwa der auf Kulturförderung des Landes (34), Immissionsschutz-Beschwerden (9) oder auf Landtausch nach Flurbereinigungsgesetz (2).
Ab Juni werden Formulare „schnelldigitalisiert“
Es werde kontinuierlich daran gearbeitet, dass die Ämter in Mecklenburg-Vorpommern ihre Dienste digital und auch über das landesweite Serviceportal anbieten, sagte der Digitalisierungsminister. Der IT-Planungsrat habe am 2. Mai 2022 einen OZG-„Booster“ beschlossen (wir berichteten). Dieser sehe vor, dass Einer-für-Alle-Dienste (EfA) beschleunigt bereitgestellt werden. Für Dienstleistungen, die nicht im Rahmen der EfA-Dienste digitalisiert werden, sei in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Vorgehen zur „Schnelldigitalisierung“ entwickelt worden. Ab Juni 2022 könnten die Digitalisierungsfachleute vorhandene analoge Formulare in einem schlanken Prozess in digitale MV-Serviceportal-Formulare umwandeln und einstellen, so Pegel.
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