Dienstag, 31. März 2026

Smarte.Land.RegionenSieben Landkreise ausgezeichnet

[26.01.2021] Im Rahmen des 14. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung wurden sieben Landkreise vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als Smarte.Land.Regionen ausgezeichnet. Sie sind jetzt Modellregionen für digitale Projekte und erhalten Förderungen.

Der Deutsche Landkreistag (DLT) gratuliert den sieben Landkreisen, die jetzt im Rahmen des 14. Zukunftsforums Ländliche Entwicklung vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als Smarte.Land.Regionen ausgezeichnet worden sind. DLT-Präsident Landrat Reinhard Sager sagt: „Es freut mich, dass sich die Landkreise aktiv und kreativ mit der Digitalisierung befassen und ihre Ideen mit Kraft verfolgen. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, die digitale Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen voranzubringen. Dadurch werden Leben und Arbeiten in den Landkreisen noch attraktiver. Ich gratuliere den Gewinnern herzlich.“
Die Landkreise Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz, Coesfeld in Nordrhein-Westfalen, Lörrach in Baden-Württemberg, Neustadt an der Waldnaab in Bayern, Potsdam-Mittelmark in Brandenburg, Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern und Uelzen in Niedersachsen sind damit Modellregionen für digitale Projekte und profitieren von der Förderung des Bundesministeriums. „Das Programm ist ein guter Hebel, um ländliche Räume bei der Digitalisierung zu unterstützen und die Entwicklung voranzubringen“, so Sager weiter. Der Auszeichnung vorangegangen war ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Insgesamt hatten sich 68 Landkreise beworben, teilt der Landkreistag mit. Für die erste Runde hätten sich 22 Landkreise qualifiziert. Sieben Landkreise seien schließlich von einer unabhängigen Fachjury als Gewinner ausgewählt worden.

Multifunktionale Orte

Die ausgewählten Landkreise erhalten nun Fördermittel von bis zu einer Million Euro für die Umsetzung ihrer Digitalisierungsprojekte. Unterstützt und begleitet werden sie dabei vom Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) und vom Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. Der DLT stehe den Kommunen außerdem beratend zur Seite und unterstütze die Vernetzung der Projekte. In den Modellregionen sollen verschiedene Handlungsfelder der digitalen Daseinsvorsorge abgedeckt werden. Dazu gehören Mobilität, Bildung/Arbeit, Gemeinschaft/Ehrenamt sowie Gesundheit. So plane der Kreis Bernkastel-Wittlich beispielsweise die Weiterentwicklung von Dorfgemeinschaftshäusern zu multifunktionalen Orten, unter anderem unter Zuhilfenahme eines digitalen Buchungssystems, und will das Mobilitätsangebot durch eine Pendler-App und ein digitales Rufbus-System weiterentwickeln. Der Kreis Potsdam-Mittelmark will laut Landkreistag die Mobilitätsangebote durch eine multimodale Mobilitätsplattform inklusive App verknüpfen und optimieren. Im Kreis Coesfeld stehe das mobile und heimatnahe Arbeiten im Mittelpunkt. Hier sollen Co-Working Spaces und ein digitaler Dienst für eine flexible Arbeitsgestaltung entwickelt werden.

Gemeinschaft und Ehrenamt stärken

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald wolle mithilfe des Dienstes digitalEngagement räumlich weit voneinander entfernte Bildungs- und Kultureinrichtungen verknüpfen und damit Gemeinschaft und Ehrenamt stärken. Ebenso fördere der Landkreis Uelzen den regionalen Austausch. Hier sollen sich über Uelzen digital Bürger bei Problemen mit digitalen Anwendungen gegenseitig helfen können. Der Kreis Neustadt an der Waldnaab werde das Thema Digitalisierung vor allem im Bereich der Gesundheitsversorgung integrieren und ein digital-analoges Versorgungszentrum schaffen. Hier knüpfe auch der Kreis Lörrach an. Dort sollen mithilfe einer digitalen Gesundheitsplattform psychisch kranke Menschen optimaler versorgt werden.
Daneben werden auch die übrigen 15 nicht von der Jury ausgewählten Landkreise in den Prozess einbezogen, berichtet der DLT weiter. „Aus unserer Sicht ist ein zentraler Pluspunkt dieses besonderen auf die Landkreise ausgerichteten Vorhabens, dass alle Lösungen nachnutzbar für die weiteren Beteiligten zur Verfügung stehen und eine Plattform für alle 22 Landkreise erarbeitet wird. Vielen Dank für das große Engagement, nicht nur der sieben Gewinner. Jeder einzelne Landkreis trägt mit seinen Projekten und Ideen gewinnbringend zur digitalen Transformation bei“, sagt DLT-Präsident Sager abschließend.





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