BochumSmart City als Gemeinschaftskonzept
Ein Smart-City-Konzept hat jetzt der Rat der Stadt Bochum beschlossen. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, hat die Stadt das Konzept mit den städtischen Beteiligungsunternehmen, der IHK Mittleres Ruhrgebiet und dem Netzwerk UniverCity erarbeitet. Es definiere fünf Leitthemen, in denen die Kommune eine stärkere Digitalisierung anstrebt: bei der zukunftsfähigen Infrastruktur, beim intelligenten Stadt-Management, mit Blick auf die Gesellschaft, für eine nachhaltige Mobilität und im Umweltschutz sowie für eine innovative Wirtschaft und Wissenschaft. Als beispielhafte Projekte werden eine Smart-City-App für viele Dienstleistungen der Stadt und der städtischen Beteiligungsunternehmen, der Ausbau der WLAN- und Glasfaser-Infrastruktur in Bochum, der Ausbau von Sensorik zur Verkehrssteuerung und zur Erfassung des Klimas sowie eine digitale Beteiligungsplattform genannt.
Gemeinsame Anlaufstelle
„Das Smart-City-Konzept ist ein wichtiger Beitrag für die weitere Entwicklung unserer Stadt“, sagt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. „Toll ist, dass so viele Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Vorschläge bei unserer Online-Umfrage eingereicht haben, die wir in das Konzept aufnehmen konnten. Um das Thema mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter intensiv diskutieren zu können, werden wir auch die diesjährige Bürgerkonferenz zum Thema Smart City ausrichten.“ Um das Smart-City-Konzept umzusetzen, will die Stadt eine so genannte Smart City Innovation Unit aufbauen. „Sie fungiert im Konzern Stadt als Anlaufstelle, Lotse, Impulsgeber und Partner für alle städtischen Fachbereiche und die kommunalen Unternehmen und wird die Entwicklung Bochums zur Smart City deutlich beschleunigen“, erklärt Ralf Meyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklung. An der Unit beteiligen sich die Stadt Bochum, die Wirtschaftsentwicklung, die Stadtwerke, Bochum Marketing, die Bochumer Veranstaltungs-GmbH, die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA), die Senioreneinrichtungen Bochum, der Abfallentsorgung- und -verwertungsbetrieb USB, die VBW Bauen und Wohnen GmbH sowie die Sparkasse Bochum und die IHK Mittleres Ruhrgebiet.
Projekt mit Modellcharakter
„Die städtischen Beteiligungsunternehmen sind wichtiger Garant für die kommunale Daseinsvorsorge in Bochum“, sagt Frank Thiel, Geschäftsführer der Bochumer Stadtwerke. „Die gemeinsame Arbeit an den Themen der Digitalisierung bietet riesige Chancen, Bochum noch lebenswerter zu machen.“ Denes Kücük, Chief Digital Officer der Stadt, ergänzt: „Dieser innovative Ansatz der Zusammenarbeit der kompletten Stadtgemeinschaft hat Modellcharakter für Smart Cities in Deutschland. Deshalb haben wir uns mit dem Smart-City-Bochum-Konzept auch um Fördermittel aus dem Programm Modellprojekte Smart Cities des Bundes beworben.“
Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen
[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...
Hanau: Mit einem Klick informiert
[31.08.2026] Hanau hat eine öffentliche Datenplattform freigeschaltet, die Live-Informationen zu Parkraum, Innenstadtfrequenz und Wetter bündelt. Das browserbasierte Dashboard ist kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar und soll um weitere Smart-City-Anwendungen ergänzt werden. mehr...
Grünpflege: Smart Gießen in Augsburg
[31.08.2026] Augsburg baut die sensorgestützte Bewässerung seiner Stadtbäume aus. Messwerte aus mehreren Bodenschichten und Wetterdaten zeigen, wann und wo gegossen werden muss. So will die Stadt Wasser sparen, Pflegefahrten reduzieren und ihr Grün besser durch Trockenperioden bringen. mehr...
Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten
[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...
Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima
[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen
[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...
Studie: Digitale Hochwasservorsorge
[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...
Dresden: Straßenzustand smart erfasst
[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...
Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte
[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...
Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren
[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...
Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter
[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...
Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen
[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...
Kassel: Smart-City-App veröffentlicht
[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...
Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter
[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...
Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen
[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...




















