Freitag, 17. April 2026

KasselDigitale Hilfe für barrierefreie Wege

[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen.
Gelbes Maßband auf gelbem Hintergrund.

In Kassel beginnt eine neues Smart-City-Projekt mit analogen Mitteln: Türbreiten, Stufenhöhen und Anderes werden für eine Barrierefreiheits-Map vermessen.

(Bildquelle: garloon/123rf.com)

In Kassel startet das Smart-City-Projekt „Digitaler Wegweiser für Menschen mit Hilfebedarf“ im Frühjahr 2026 in eine neue Arbeitsphase. Wie die Stadt mitteilt, sollen in der Innenstadt systematisch Daten zur Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Gebäude erhoben werden. Im Rahmen der Erhebung werden unter anderem Türbreiten und Stufenhöhen an Gebäudeeingängen vermessen. Zudem erfassen die Beteiligten die Anzahl und Zugänglichkeit von Aufzügen sowie barrierefreien Toiletten. Die Ergebnisse sollen anschließend über eine Website zugänglich gemacht werden.

„Der Digitale Wegweiser soll Menschen in ihrem Alltag bessere Orientierung und eine Planungshilfe für ihre Aktivitäten bieten. In der Smart City Kassel gehen Technik und Teilhabe Hand in Hand“, erklärt Stadtrat Norbert Wett. Auch aus dem lokalen Handel kommt Unterstützung. „Das Angebot eines digitalen Wegweisers ist ein weiterer Schritt, Kassel für alle besser erlebbar zu machen und somit die Innenstadt zu stärken“, sagt Alexander Wild, Vorsitzender der City-Kaufleute Kassel.

Initiiert wurde das Projekt vom Behindertenbeirat der Stadt. Die Umsetzung liegt beim Smart Kassel-Büro. „Die Idee eines Online-Stadtführers für Menschen mit Behinderung verfolgen wir schon seit Langem. Erst das Smart Kassel-Team ermöglicht die Verwirklichung, die wir als Ehrenamtliche alleine nicht stemmen können“, erklärt die Vorsitzende des Beirats, Carola Hiedl. Für die Qualität des Angebots sei eine belastbare Datengrundlage entscheidend, sagt Sandra Sabel vom Smart Kassel-Büro. Die Innenstadt diene als Pilotbereich, da hier viele Einrichtungen dicht beieinander liegen.

Für die Datenerhebung setzt das Projekt auf breite Beteiligung. Schulen, Vereine und Privatpersonen können sich einbringen. Sie erhalten eine Schulung zur Erfassung der Daten sowie eine Aufwandsentschädigung für die dokumentierten Gebäude. Perspektivisch soll der digitale Wegweiser auf weitere Stadtteile ausgeweitet werden. Zudem ist geplant, das Angebot um eine App zu ergänzen, etwa mit Routing-Funktionen.





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