Samstag, 10. Oktober 2026

GüterslohUrban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis.
fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Die Stadt Gütersloh erhält für ihren Urban Stack einen DIGITAL-Award.

v.l.: Carsten Bratfisch, Projektleiter im städtischen Fachbereich Digitalisierung; Thorsten Schmidthuis, Fachbereichsleiter Digitalisierung und Geoinformation; Amelie Mormann, Community Managerin im Fachbereich Digitalisierung, und Carsten Schlepphorst , Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr, ist der DIGITAL-Award von Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht worden.

(Bildquelle: Stadt Gütersloh)

Gütersloh ist mit dem DIGITAL-Award 2026 ausgezeichnet worden. Auf der KommDIGITALE in Bielefeld wurde die Stadt für ihr Innovationsprojekt Urban Stack geehrt. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den Preis, der von der Öffentlichkeit gewählt wird, teilt die Kommune mit.

Mit dem Urban Stack hat Gütersloh eine digitale Plattform entwickelt, die Kommunen eine offene, vernetzte und gemeinsam nutzbare Grundlage für Digitalisierungsprojekte bietet (wir berichteten). Das Projekt ist Teil des vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen geförderten Programms „Modellprojekte Smart Cities“. Ziel ist es, dass einmal entwickelte Lösungen nicht nur in Gütersloh, sondern auch in anderen Kommunen genutzt werden können, heißt es in der Pressemeldung der Stadt des Weiteren. Der Urban Stack bündelt kommunale Daten, erlaubt deren Analyse, Verwaltung und grafische Darstellung und kann Informationen mit anderen Kommunen oder der Öffentlichkeit teilen. Alle Kernkomponenten sind Open Source und modular aufgebaut. Neben der eigenen Nutzung stellt die Stadt Gütersloh interessierten Kommunen die Plattform im Rahmen von Kooperationen zur Verfügung.

Der Urban Stack ist laut der Stadt Gütersloh mehr als ein technisches Werkzeug. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Mitarbeitenden sowie Bürgerinnen und Bürgern. So stärke er die interkommunale Zusammenarbeit, schaffe Synergien und könne Kommunen langfristig entlasten. Zugleich sei das Projekt in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Die Städte Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold haben erst kürzlich eine Kooperation mit der Stadt Gütersloh über die Nutzung des Urban Stack als Partner unterzeichnet. Detmold arbeite bereits seit Herbst 2025 damit.

Innovationskraft, Offenheit und Zusammenarbeit

„Die jetzige Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung für die Arbeit unseres Smart-City-Teams und für den Weg, den wir in Gütersloh eingeschlagen haben“, sagt Carsten Schlepphorst, Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr. „Mit dem Urban Stack entwickeln wir nicht nur eine digitale Lösung für unsere Stadt, sondern schaffen ein Angebot, von dem viele Kommunen profitieren können. Diese Verbindung aus Innovationskraft, Offenheit und Zusammenarbeit macht das Projekt so besonders.“

Das Projekt geht nun nach Angaben der Stadt Gütersloh in die nächste Phase: Erste Kommunen starten bereits mit der Nutzung des Urban Stack, und auch in Gütersloh selbst laufen erste Fachprojekte an. In den kommenden Monaten stehen insbesondere die Umsetzung weiterer konkreter Projekte, die Verstärkung der Kooperationen mit interessierten Kommunen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Urban Stack im Mittelpunkt. Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit interessieren oder mehr über den Urban Stack erfahren möchten, können sich per E-Mail an urbanstack@guetersloh.de wenden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Wie sehen die Städte der Zukunft aus?

Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern

[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Hamm: Digitaler Erfolgskurs

[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...

Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh

Köln: MobilitätsCockpit verstetigt

[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...

Visualisierung des smarten Pfaff-Quartiers in Kaiserslautern.
bericht

Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig

[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resi­lienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...

Holzblöcke vor blauem Hintergrund bilden eine aufsteigende Treppe mit einem roten Block ganz oben. Symbol für eine Rangliste

Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste

[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Urban Stack Community

Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack

[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...

Fünf Personen präsentieren den neuen Sensor am Marktplatz Rheydt.

Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe

[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...

Stuttgarter Schlossplatz mit Jubiläumssäule bei gutem Wetter, Menschen sitzen auf der Wiese.

Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze

[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...

Stadtansicht Braunschweig

Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft

[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...

Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht

[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...

Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen

[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...

Lächelnde Frau im geblümten Sommerkleid vor einem großen Monitor.

Hanau: Mit einem Klick informiert

[31.08.2026] Hanau hat eine öffentliche Datenplattform freigeschaltet, die Live-Informationen zu Parkraum, Innenstadtfrequenz und Wetter bündelt. Das browserbasierte Dashboard ist kostenlos und ohne Anmeldung verfügbar und soll um weitere Smart-City-Anwendungen ergänzt werden. mehr...

Drei Menschen mit Spaten, im Hintergrund ein orangefarbenes Baufahrzeug

Grünpflege: Smart Gießen in Augsburg

[31.08.2026] Augsburg baut die sensorgestützte Bewässerung seiner Stadtbäume aus. Messwerte aus mehreren Bodenschichten und Wetterdaten zeigen, wann und wo gegossen werden muss. So will die Stadt Wasser sparen, Pflegefahrten reduzieren und ihr Grün besser durch Trockenperioden bringen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten

[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...