Montag, 24. August 2026

GüterslohUrban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis.
fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Die Stadt Gütersloh erhält für ihren Urban Stack einen DIGITAL-Award.

v.l.: Carsten Bratfisch, Projektleiter im städtischen Fachbereich Digitalisierung; Thorsten Schmidthuis, Fachbereichsleiter Digitalisierung und Geoinformation; Amelie Mormann, Community Managerin im Fachbereich Digitalisierung, und Carsten Schlepphorst , Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr, ist der DIGITAL-Award von Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, überreicht worden.

(Bildquelle: Stadt Gütersloh)

Gütersloh ist mit dem DIGITAL-Award 2026 ausgezeichnet worden. Auf der KommDIGITALE in Bielefeld wurde die Stadt für ihr Innovationsprojekt Urban Stack geehrt. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den Preis, der von der Öffentlichkeit gewählt wird, teilt die Kommune mit.

Mit dem Urban Stack hat Gütersloh eine digitale Plattform entwickelt, die Kommunen eine offene, vernetzte und gemeinsam nutzbare Grundlage für Digitalisierungsprojekte bietet (wir berichteten). Das Projekt ist Teil des vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen geförderten Programms „Modellprojekte Smart Cities“. Ziel ist es, dass einmal entwickelte Lösungen nicht nur in Gütersloh, sondern auch in anderen Kommunen genutzt werden können, heißt es in der Pressemeldung der Stadt des Weiteren. Der Urban Stack bündelt kommunale Daten, erlaubt deren Analyse, Verwaltung und grafische Darstellung und kann Informationen mit anderen Kommunen oder der Öffentlichkeit teilen. Alle Kernkomponenten sind Open Source und modular aufgebaut. Neben der eigenen Nutzung stellt die Stadt Gütersloh interessierten Kommunen die Plattform im Rahmen von Kooperationen zur Verfügung.

Der Urban Stack ist laut der Stadt Gütersloh mehr als ein technisches Werkzeug. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Mitarbeitenden sowie Bürgerinnen und Bürgern. So stärke er die interkommunale Zusammenarbeit, schaffe Synergien und könne Kommunen langfristig entlasten. Zugleich sei das Projekt in dieser Form deutschlandweit einzigartig. Die Städte Verl, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg und Detmold haben erst kürzlich eine Kooperation mit der Stadt Gütersloh über die Nutzung des Urban Stack als Partner unterzeichnet. Detmold arbeite bereits seit Herbst 2025 damit.

Innovationskraft, Offenheit und Zusammenarbeit

„Die jetzige Auszeichnung ist eine großartige Bestätigung für die Arbeit unseres Smart-City-Teams und für den Weg, den wir in Gütersloh eingeschlagen haben“, sagt Carsten Schlepphorst, Beigeordneter für Digitalisierung, IT, Personal, Organisation und Feuerwehr. „Mit dem Urban Stack entwickeln wir nicht nur eine digitale Lösung für unsere Stadt, sondern schaffen ein Angebot, von dem viele Kommunen profitieren können. Diese Verbindung aus Innovationskraft, Offenheit und Zusammenarbeit macht das Projekt so besonders.“

Das Projekt geht nun nach Angaben der Stadt Gütersloh in die nächste Phase: Erste Kommunen starten bereits mit der Nutzung des Urban Stack, und auch in Gütersloh selbst laufen erste Fachprojekte an. In den kommenden Monaten stehen insbesondere die Umsetzung weiterer konkreter Projekte, die Verstärkung der Kooperationen mit interessierten Kommunen und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Urban Stack im Mittelpunkt. Kommunen, die sich für eine Zusammenarbeit interessieren oder mehr über den Urban Stack erfahren möchten, können sich per E-Mail an urbanstack@guetersloh.de wenden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Smart City: Offenheit als Schutz vor Abhängigkeiten

[24.08.2026] Kommunen sollten ihre Smart-City-Infrastruktur so aufbauen, dass Systeme verschiedener Hersteller zusammenarbeiten und Daten unter kommunaler Kontrolle bleiben. Armin Mühlberger von sixData hat in einem Interview vor langfristigen Abhängigkeiten gewarnt und sieht offene Schnittstellen als Voraussetzung für flexible und sichere digitale Infrastrukturen. mehr...

Kartenansicht in Grau mit gelben, grünen und orangenen Punkten.

Karlsruhe: Kleinräumige Daten zum Stadtklima

[21.08.2026] Karlsruhe gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Hunderte Klimasensoren erheben nun detaillierte Daten zum Stadtklima, die auf einer Online-Karte ausgewertet werden können. Die Stadt hat bereits vor mehr als zehn Jahren ihre erste Klimaanpassungsstrategie veröffentlicht. mehr...

Ein Wasserhahn, aus dem Euroscheine fließen, wird von der Hand eines Mannes im schauten Anzu zugedreht
bericht

Serie Smart Cities, Teil 5: Digitalisierung verstetigen

[13.08.2026] In vielen Kommunen wurde die Einführung digitaler Lösungen mithilfe von Fördermitteln angestoßen. Was ist nun zu tun, um die Smart-City-Projekte auch nach dem Ende des Förderzeitraums finanzierbar zu machen und fest in den kommunalen Prozessen zu verankern? mehr...

Geflutete Straße in Deutschland, Schild Hochwasser im Vordergrund

Studie: Digitale Hochwasservorsorge

[10.08.2026] Eine neue Publikation aus der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities zeigt anhand mehrerer Praxisbeispiele, wie digitale Lösungen Kommunen bei der Hochwasservorsorge unterstützen. mehr...

Messfahrzeug zum Erfassen des Straßenzustands

Dresden: Straßenzustand smart erfasst

[07.08.2026] In der Smart City Dresden erfolgt derzeit eine Befahrung im gesamten Stadtgebiet, um den Zustand des Straßennetzes digital zu erfassen. In Kombination mit Sensordaten soll das der Stadt künftig ermöglichen, die finanziellen Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen einzusetzen. mehr...

Abholboxen für Pässe oder Urkunden unweit des Wiesbadener Bürgerbüros.
bericht

Serie Digitalstädte: Stadt der Pilotprojekte

[04.08.2026] Wiesbaden setzt bei der Digitalisierung auf einen ganzheitlichen Ansatz. Bürgerorientierung steht bei allen Vorhaben im Vordergrund. Gleichzeitig beteiligt sich Hessens Landeshauptstadt an zwei prestigeträchtigen Pilotprojekten des Bundesdigitalministeriums. mehr...

Silke Lehnhardt
interview

Interview: Mehr Mut zum Ausprobieren

[04.08.2026] Silke Lehnhardt hat nach 30 Jahren Privatwirtschaft den Wechsel in die Verwaltung gewagt. In Wiesbaden leitet sie nun das Amt für Innovation, Organisation und Digitalisierung. mehr...

Gruppenbild mit Förderurkunde im Schatten eines Baumes

Dietzenbach: Nachhaltiger und noch smarter

[04.08.2026] Dietzenbach erweitert sein Smart-City-System um ein Energiemonitoring und eine automatisierte Wintergefahrenerkennung. Dafür integriert die Stadt erprobte Anwendungen anderer hessischer Kommunen in ihre bestehende Datenplattform. mehr...

Ein Sensor an einem Baum im Tennenloher Forst, im Hintergrund eine Feuerwehrkraft

Katastrophenschutz: Waldbrände mit KI frühzeitig erkennen

[03.08.2026] Im Rahmen des Projekts SmartForestFire entwickelt das Fraunhofer Cluster für kognitive Technologien CCIT ein KI-gestütztes Frühwarnsystem, um Brände schneller zu erkennen, Fehlalarme zu reduzieren und insbesondere kleinere oder kritische Waldgebiete effizient überwachen zu können. Im Tennenloher Forst bei Erlangen wird es aktuell unter realen Bedingungen erprobt. mehr...

Kassel: Smart-City-App veröffentlicht

[30.07.2026] Die Stadt Kassel hat eine Smart-City-App für Bürgerinnen, Bürger und Gäste veröffentlicht. Die Anwendung bündelt städtische Informationen und Echtzeitdienste auf einer Open-Source-Plattform und soll gemeinsam mit den Nutzenden weiterentwickelt werden. mehr...

Dem Schulwerk unterstehen unter anderem Schulen in Augsburg.

Augsburg: Smart-City-Plattform wächst weiter

[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit. mehr...

Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...