Markt WeisendorfZukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen

Der Markt Weisendorf zeigt, welches Potenzial in datenbasierten Modellen steckt. Nun besuchte Digitalminister Fabian Mehring den Ort.
(Bildquelle: Markt Weisendorf)
Wie lassen sich Bauprojekte besser planen, Infrastruktur effizient steuern und kommunale Entscheidungen transparenter machen? Digitale Zwillinge liefern darauf eine Antwort: Als virtuelle Abbilder von Städten und Gemeinden bündeln sie Daten, machen komplexe Zusammenhänge sichtbar und ermöglichen es, Entwicklungen vorab zu simulieren. Die Gemeinde Markt Weisendorf im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt zeigt, welches Potenzial in diesen datenbasierten Modellen steckt. Aufbauend auf der Initiative TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern hat die Kommune ihren Digitalen Zwilling konsequent weiterentwickelt – und setzt ihn heute vielfältig ein.
Digitalisierung fördert Beteiligung und Demokratie
Nun stattete Bayerns Digitalminister Fabian Mehring der Gemeinde einen Besuch ab und informierte sich vor Ort über den aktuellen Stand und die nächsten Entwicklungsschritte: „Weisendorf geht als kommunaler Pixelpionier landesweit voran und zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung zum Fundament einer modernen Mitmach-Demokratie werden kann.“ Mit dem Förderprogramm TwinBy habe Bayern die Basis dafür gelegt, dass solche Innovationen nicht nur einzelne Leuchttürme blieben, sondern flächendeckend Schule machen könnten, so der Minister. Das gesamte Fördervolumen von TwinBy umfasste eine Million Euro.
Drei Zwillinge, drei Zielgruppen, drei Einsatz-Szenarien
In Weisendorf kommt der Digitale Zwilling laut der Pressemeldung des Digitalministeriums in verschiedenen Ausprägungen zum Einsatz: Ein öffentlich zugänglicher Bürgerzwilling stellt eine Vielzahl an Informationen bereit, von Bauflächen und Infrastruktur über Umwelt- und Klimadaten bis hin zu Solarpotenzialen. Ergänzt wird er durch einen Ratszwilling für politische Entscheidungsträger sowie einen Verwaltungszwilling, der interne Abläufe unterstützt und auch sensible Daten einbindet. So entstehe ein leistungsfähiges System, das unterschiedlichste Anwendungsbereiche abdeckt – von der Planung über die Steuerung bis hin zur transparenten Kommunikation.
Der Digital Twin ist nie fertig
Der Digitale Zwilling wird in Weisendorf kontinuierlich ausgebaut – unter anderem in den Bereichen Wärmeplanung, Klimaanpassung und digitale Bürgerservices. Ziel sei es, das System langfristig als zentrales Instrument der kommunalen Entwicklung zu etablieren. Zudem soll das digitale Gemeindeabbild künftig noch stärker für die Bürgerbeteiligung genutzt werden, etwa, um größere Bauvorhaben frühzeitig transparent zu machen und weiterzuentwickeln. „Digitale Verwaltung und digitale Tools sind ein Muss für eine zukunftsfähige Kommune“, sagt der Bürgermeister von Markt Weisendorf, Karl-Heinz Hertlein.
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