Freitag, 27. März 2026

Städtenetzwerk re@diSmarte Sensorik für Mittelbaden

[03.11.2021] In Mittelbaden arbeiten neun Städte bei Sensorik-Projekten zusammen. Nun hat das Städtenetzwerk re@di ein Strategiepapier Sensorik veröffentlicht. Ziel ist es, die Städte zu einem interkommunalen Vorzeigeprojekt beim Aufbau einer LoRaWAN-basierten Sensorik zu entwickeln.
re@di-Städte vereinbaren Zusammenarbeit bei innovativen Sensorik-Projekten.

re@di-Städte vereinbaren Zusammenarbeit bei innovativen Sensorik-Projekten.

v.l.: OBin Cornelia Petzold-Schick, Bruchsal; OB Johannes Arnold, Ettlingen; OB Christof Florus, Gaggenau; OB Hans Jürgen Pütsch, Rastatt; OBin Margret Mergen, Baden-Baden, BM Wolfgang Jokerst, Bühl; OB Sebastian Schrempp, Rheinstetten; BM Michael Nöltner

(Bildquelle: Pressestelle Stadt Ettlingen)

Neun Städte aus Mittelbaden haben sich im interkommunalen Netzwerk re@di zusammengeschlossen. Nun haben die Mitgliedsstädte eine Absichtserklärung für die gemeinsame Schaffung einer „Open Region in Mittelbaden“ unterschrieben und ein Strategiepapier veröffentlicht. Die Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Rastatt, Rheinstetten und Stutensee vereinbarten darin einen Handlungsrahmen für eine gemeinsame und vertiefte Zusammenarbeit bei Sensorik-Projekten. Das berichtet jetzt die re@di-Pressestelle. Die technische Grundlage dafür solle das offene LoRaWAN-Netzwerk „The Things Network“ sein, das nicht nur den Stadtverwaltungen und ihren Eigenbetrieben und Stadtwerken, sondern auch der Stadtgesellschaft für die Nutzung zur Verfügung steht.
Die Absichtserklärung umfasst neun Handlungsfelder, die gleichzeitig die Leitlinien für die Zusammenarbeit einrahmen. So verständigten sich die re@di-Kommunen etwa im Handlungsfeld Digitale Souveranität darauf, notwendige Kompetenzen innerhalb der Verwaltungen aufzubauen und – wenn möglich – auf eine offene Infrastruktur zu setzen, um hinsichtlich der Datenverarbeitung so unabhängig wir möglich zu bleiben. Mit dem Bekenntnis zur Civic Science lege re@di zudem Wert darauf, Sensorik-Projekte so weit wie möglich gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu entwickeln. Die Community vor Ort, fachkundige und engagierte Bürger stellten mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung einen großen Mehrwert dar, betonte das Netzwerk. In der Sensorik-Technologie sehe re@di ein großes Potenzial, um Daten zu erheben und Dienstleistungen zu schaffen, die für die Menschen Mehrwert haben. Dieser solle nicht nur regional geschaffen, sondern auch regional gehalten werden: re@di wolle diese Potenziale deshalb gemeinsam mit den Eigenbetrieben und Stadtwerken vor Ort erschließen.
Die re@di-Städte setzen bereits seit mehr als einem Jahr eine Vielzahl an Projekten um. Einige davon beschreibt das Strategiepapier. So erprobe die Stadt Baden-Baden beispielsweise Feuchtigkeitssensoren und will ein Bodenprofil über die Parkanlagen in ihrem Geoinformationssystem aufbauen. In der Stadt Ettlingen würden die Wasserstände überwacht: bei Hochwasser oder bei Überflutung von Unterführungen werde rechtzeitig Alarm geschlagen. Die Ettlinger Stadtverwaltung veröffentliche auf ihrer Website viele Daten, die mittels der Sensorik erhoben werden. Und in der Stadt Rastatt würden im Museum empfindliche Exponate nun nicht mehr händisch, sondern per Indoor-Sensor überwacht. Dies sind nur einige Beispiele – weitere sind im Strategiepapier zu finden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Pegelmessstelle der Stadt Lohmar

Lohmar: Pegel werden digital überwacht

[25.03.2026] Neue Pegelmessstellen an fließenden Gewässern liefern der Stadt Lohmar jetzt kontinuierliche Daten zur Überwachung der Wasserstände. Die Informationen sind über die städtische Datenplattform auch öffentlich einsehbar. mehr...

Eine Personengruppe steht in der Amberger Altstatt versammelt.

Amberg: Ist ein Behindertenparkplatz frei?

[25.03.2026] Künftig soll auf der Amberger Website in Echtzeit angezeigt werden, ob die Behindertenparkplätze in der Altstadt belegt oder frei sind. Die entsprechenden Daten liefern Bodensensoren. Eine automatische Kontrolle der Parkberechtigung ist damit nicht möglich. mehr...

Drei Männer sitzen nebeneinander an einem Tisch. Vor ihnen liegen Vertragsunterlagen.

Nürnberg: Digitaler Verkehrszwilling im Test

[23.03.2026] Mit einem Digitalen Zwilling will Nürnberg die Auswirkungen von Straßenbaumaßnahmen auf den Verkehr künftig im Vorfeld simulieren und somit Engpässe besser einschätzen und Baustellen noch gezielter aufeinander abstimmen können. Mit diesem Ziel hat die Stadt nun ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt gestartet. mehr...

Vier Personen stehen um einen Monitor versammelt, auf dem das Smart City Dashboard für Schlangen zu sehen ist.

Schlangen: Wetter- und Pegeldaten im Blick

[23.03.2026] Ein Smart City Dashboard zeigt für die Gemeinde Schlangen Wetter- und Pegeldaten in Echtzeit an. Messstationen und Sensoren liefern über ein offenes LoRaWAN die nötigen Werte. Neben den öffentlich zugänglichen Daten erhält die Verwaltung selbst zusätzliche Auswertungen, um beispielsweise auf kritische Wetterlagen passgenauer reagieren zu können. mehr...

Eine Person scannt mit dem Smartphone den QR-Code eines Stadtwürfels in Bremerhaven.

Bremerhaven: Stadtwürfel statt Baustellenschild

[20.03.2026] Mit QR-Code versehene Stadtwürfel sollen in Bremerhaven künftig direkt am Ort des Geschehens über Bauprojekte informieren. Der QR-Code führt zu einer ausführlichen Projektbeschreibung auf der kommunalen Website. Im Gegensatz zu Bauschildern können die Würfel flexibel platziert und verlinkt werden. mehr...

Mönchengladbach: Echtzeit-Sensoren überwachen Verkehrsflüsse

[18.03.2026] Ob ausverkaufte Heimspiele der Borussia, Konzerte populärer Bands oder internationale Sportereignisse – im Mönchengladbacher Nordpark finden zahlreiche Großveranstaltungen statt. Mithilfe smarter Daten will die Stadt die dort anfallenden Verkehrsströme besser verstehen und lenken. mehr...

Abstrakte Darstellung eines Baums, der Daten sendet.

KI: Wenn Bäume ihren Wasserbedarf selbst melden

[17.03.2026] Um Stadtbäume gesund zu erhalten, müssen sie vor Trockenstress geschützt werden. Nicht zuletzt aus Kostengründen ist aber auch eine Überwässerung zu vermeiden. Ein urbanes, mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeitendes Bewässerungssystem erfüllt beide Kriterien und unterstützt obendrein bei der Routenplanung. mehr...

Screenshot vom Deckblatt des Studienberichts zum Smart City Index 2025, den der Digitalverband Bitkom vorgelegt hat.

Smart City Index 2025: Studienbericht liefert Detailergebnisse

[17.03.2026] Den Smart City Index 2025 ergänzend hat der Digitalverband Bitkom nun einen Studienbericht mit bislang unveröffentlichten Teilergebnissen herausgegeben. Er macht beispielsweise ersichtlich, dass fast alle Städte bei der Energie- und Wärmeplanung auf digitale Technologien setzen. mehr...

Screenshot aus dem Simulationstool

Hamburg: Mit dem Digitalen Zwilling Verkehrslärm simulieren

[11.03.2026] Hamburg hat ein neues Tool zur Lärmsimulation entwickelt, mit dem bereits in frühen Phasen die Verkehrslärmverhältnisse für Bauvorhaben bewertet werden können. Die quelloffene Lösung steht über OpenCoDE auch anderen Städten zur Verfügung. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt. Zwei von ihnen betätigen einen symbolischen Startknopf, eine dritte hält einen aufgeklappten Laptop in den Händen auf dem die Startseite der neuen Website zu sehen ist.

Kreis Warendorf: Smart Region mit eigener Website

[11.03.2026] Als Smart Region Kreis Warendorf bringen der Landkreis und 13 kreisangehörige Kommunen ihre Digitalisierung gemeinsam voran. Auf einer neuen Website präsentiert das Zukunftsprojekt nun seine Digitalisierungsstrategie und erklärt die einzelnen Handlungsfelder. mehr...

Der Digitale Zwilling der Stadt Dresden ist auf einem Tablet zu sehen, das eine Person in den Händen hält.

Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Unwetter

[09.03.2026] Wie sich Unwetterereignisse auf Dresden auswirken können, simuliert jetzt ein Digitaler Zwilling der Stadt. Welche Eindrücke und Erfahrungen die Nutzerinnen und Nutzer mit dem öffentlich zugänglichen Prototyp der 3D-Anwendung machen, soll eine Online-Umfrage zeigen. mehr...

Mehrere Personen stehen in einem Raum zum Gruppenfoto versammelt.

Oberhausen: Smarte Ideen aus der Stadtgesellschaft

[09.03.2026] Über ihren Co-Creation Fund unterstützt die Stadt Oberhausen zum zweiten Mal innovative Smart-City-Vorhaben aus der Stadtgesellschaft. Der Fund wird durch Fördermittel des Bundes ermöglicht mit dem Ziel, Ideen aus der Bürgerschaft sowie von Initiativen, Organisationen und weiteren Beteiligten gemeinsam mit der Stadtverwaltung umzusetzen. mehr...

Screenshot des DigiTal Zwilling Wuppertal mit den eingeblendeten Bodenfeuchtedaten.

DigiTal Zwilling Wuppertal: Erste Echtzeitsensordaten

[06.03.2026] Der Digitale Zwilling Wuppertals zeigt jetzt Echtzeitdaten zur Bodenfeuchte an unterschiedlichen Standorten an. Es handelt sich um die ersten live verfügbaren Sensordaten auf der Plattform. mehr...

Blick von Außen durch die Glasfront eines Ladengeschäfts ins Stadtlabor Soest

Studie: Ankerorte für den digitalen Wandel

[04.03.2026] Stadtlabore, Makerspaces und Digitalwerkstätten machen Smart-City-Themen für den Alltag greifbar. Im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities (MPSC) wurde nun untersucht, wie solche Ankerorte des digitalen Wandels wirken – und was sie für Kommunen leisten können. mehr...

Eine bei der Polizeibehörde Freiburg um Breisgau angestellte Person nimmt mit der Smartphonekamera ein geparktes Fahrzeug auf.

Scan-Fahrzeuge: Abschluss der Versuchsreihe in Freiburg

[02.03.2026] Baden-Württemberg hat in mehreren Pilotkommunen den Einsatz von Scan-Fahrzeugen zur digitalen Parkraumkontrolle getestet. Den Abschluss der Versuchsreihe bildet nun Freiburg. Die Ergebnisse aller Pilotversuche sollen in einem Handlungsleitfaden für Kommunen zusammengefasst werden. mehr...