Freitag, 12. Juni 2026

EU-KommissionStrategie für Open Data

[14.12.2011] Eine Strategie für offene Daten hat EU-Kommissarin Neelie Kroes präsentiert. Demnach will die Kommission ihre Informationen kostenlos über ein neues Datenportal zugänglich machen.

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Neelie Kroes, hat im Rahmen der Digitalen Agenda eine Strategie für offene Daten in Europa vorgestellt, die der EU-Wirtschaft einen Wachstumsschub von 40 Milliarden Euro pro Jahr bescheren soll. Laut EU-Kommission ist das Ziel die Förderung einer dynamischen Branche, die Rohdaten in Material verwandelt, beispielsweise in Smartphone-Apps für Landkarten, Echtzeit-Verkehrs- und Wetterinformationen sowie Preisvergleiche. Die Strategie zur EU-weiten Erschließung von Open Data besteht aus drei Teilen: Zum einen wird die Kommission ihre Informationen kostenlos über ein neues Datenportal zugänglich machen. Diese Plattform befindet sich nach Angaben der EU-Kommission derzeit noch in der Testphase und soll im Frühjahr 2012 an den Start gehen. Zum anderen werden überall in der EU gleiche Wettbewerbsbedingungen in Bezug auf offene Daten geschaffen. Drittens werden für diese neuen Maßnahmen 100 Millionen Euro bereitgestellt, die bis 2013 für Forschungsarbeiten über bessere Technologien für den Umgang mit diesen Daten ausgegeben werden sollen. Zur Realisierung der Strategie schlägt die Kommission vor, die Richtlinie von 2003 über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors zu ändern. So sollen die Behörden etwa verpflichtet werden, ihre Daten in üblichen, maschinenlesbaren Formaten zur Verfügung zu stellen, damit diese effektiv weiterverwendet werden können. Zudem sollen grundsätzlich alle Dokumente, die von öffentlichen Stellen zugänglich gemacht werden, für beliebige Zwecke genutzt werden dürfen, soweit sie nicht durch Urheberrechte Dritter geschützt sind. Außerdem soll der Grundsatz festgelegt werden, dass öffentliche Stellen dafür keine Gebühren verlangen dürfen, die über den durch die jeweilige Einzelanforderung verursachten Mehrkosten liegen.





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