Sonntag, 22. März 2026

Frankfurt am MainTablet-Unterricht bringt Vorteile

[17.07.2014] Ein positives Zwischenfazit des Projekts „Media meet School“ an der Frankfurter Stauffenbergschule zieht jetzt die wissenschaftliche Begleitung. Das städtische Schulamt hat das Vorhaben daher um ein Jahr verlängert.
Stauffenbergschule Frankfurt: Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht verbessert unter anderem die Berufschancen der Schüler.

Stauffenbergschule Frankfurt: Einsatz von Tablet-PCs im Unterricht verbessert unter anderem die Berufschancen der Schüler.

(Bildquelle: Rednet)

Im Rahmen des Projekts „Media meet School“ erproben an der Stauffenbergschule in Frankfurt am Main seit Herbst 2013 zwei Klassen mit Auszubildenden zu Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung den Unterricht mit Tablet-PCs (wir berichteten). Das Vorhaben ist Teil des vom Frankfurter Stadtschulamt getragenen IT-Projekts „Schule 2020 (Schul-IT)“. Unterstützt wird „Media meet School“ von den Unternehmen Hewlett-Packard und Rednet. Die Auswertung der wissenschaftlichen Begleitung des Modellprojekts stellte laut Rednet jetzt der vom Stadtschulamt beauftragte Lernberater Nico Pannier vor. „Das Projekt entstammt der technischen Grundüberlegung, W-LAN an Schulen möglichst effizient zu nutzen. Dafür wurden verschiedene Arbeitshypothesen zum Tablet-Einsatz definiert und anhand eines standardisierten Fragebogens untersucht“, erklärte Pannier. Laut dem Projektbericht bewahrheitete sich etwa die Hypothese, dass das Tablet die Berufschancen der Schüler verbessert: Die Azubis mit Tablets waren um fast eine ganze Schulnote besser. Die Hypothese, dass sich im Verlauf des Projekts auch die Lernmechanismen verbessern, konnte dagegen quantitativ nicht als bedeutsam aufgezeigt werden. Der Grund: Im Laufe der Projektdauer kam es zu nicht kalkulierten Veränderungen der Lernsituation, die zu einer Verfälschung der Ergebnisse führte. Allerdings bestätigten die Lehrkräfte nach Angaben von Pannier in der qualitativen Gegenprobe, dass sehr wohl eine positiv veränderte Lernsituation vorzufinden war. Sein Fazit: „Die Ergebnisse sind wie erhofft, aber wie der Einsatz eines Tablets zu diesen positiven Ergebnissen kommt, konnte in dem Projekt leider nicht gezeigt werden. Das lässt Verbesserungspotenzial für eine zweite Untersuchung.“
Diese steht bereits im neuen Schuljahr an. Denn das Projekt wird mit Unterstützung des Stadtschulamtes um ein Jahr verlängert. „Es konnten bereits interessante Erkenntnisse in Bezug auf Support und Einbindung mobiler Geräte sowie den Einsatz digitaler Medien im Unterricht gesammelt werden. Diese und die künftigen Erfahrungen werden in die weitere Entwicklung einer zeitgemäßen Medienausstattung für Frankfurter Schulen einfließen“, sagte Vincenzo Napoli, stellvertretender Abteilungsleiter Informations- und Kommunikationstechnik (IT) des Stadtschulamtes. Die Leiterin der Stauffenbergschule, Karin Schad, wünscht sich für die Zukunft eine Ausweitung des Tablet-Unterrichts auch auf andere Ausbildungsberufe: „Der WLAN Zugang eröffnet weitere Lernmöglichkeiten. Podcasts, Webinare, Wikis und Internet-Recherchen können mit den Tablets einfacher in den Unterricht integriert werden. Die Tablets, die schon jetzt mit digitalen Schulbüchern bestückt sind, erlauben – ohne PC-Raum – eine flexible Nutzung an unterschiedlichen Lernorten und zu verschiedenen Lernzeiten.“



Stichwörter: Schul-IT, Frankfurt am Main


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
Aufsicht auf einen Schultisch, man sieht einen Laptop und eine Computermaus, auf der eine Kinderhand ruht.

Hannover: Zwischenbilanz zum Einsatz von Microsoft 365 an Schulen

[18.03.2026] Hannover nutzt Microsoft 365 auch im Bildungsbereich. Die Stadt ist sich des Datenschutzrisikos bewusst, lehnt europäische Open-Source-Alternativen aber ab. Nun sollen bessere Rahmenbedingungen für den Microsoft-Einsatz geschaffen werden – mit Vorbildcharakter für weitere Schulen im Land. mehr...

Stadtrat Nürnberg

Nürnberg: Schul-IT als Daueraufgabe

[16.03.2026] Im Rahmen der IT-Strategie „Lernen und Lehren an städtischen und staatlichen Schulen in Nürnberg im Digitalen Zeitalter“ wurden in den vergangenen neun Jahren zahlreiche Erfolge erzielt. Diese hat das Referat für Schule und Sport jetzt in einem umfassenden Bericht zusammengefasst. mehr...

Mehrere Schülerinnen und Schüler arbeiten im Klassenzimmer mit Tablets.

Neuwied: 2,4 Millionen Euro für die Lerninfrastruktur

[13.03.2026] Mit einem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt Neuwied rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung städtischer Schulen bereit. Mit den Mitteln soll die Lerninfrastruktur weiter modernisiert und gesichert werden. Auch ein verlässlicher IT-Support ist vorgesehen. mehr...

Eine Person bedient den Touchscreen eines Tablets.

Niedersachsen: telli lehrt KI-Einsatz

[24.02.2026] Schule sollte junge Menschen dazu befähigen, KI kritisch, reflektiert und kompetent zu nutzen. Mit diesem Ziel nimmt jetzt Schul-Chatbot Telli in Niedersachsen seine Arbeit auf. Die datenschutzkonforme Open-Source-Lösung kann sowohl für die Unterrichtsvorbereitung als auch das fächerübergreifende, individuelle Lernen herangezogen werden.  mehr...

Mehrere Schüler sitzen in einem Klassenzimmer, eine Lehrerin unterrichtet sie mit Unterstützung eines Whiteboards.

Digitalpakt 2.0: KISA begleitet Schulen

[23.01.2026] Mit dem Digitalpakt 2.0 geht das Förderprogramm zur Digitalisierung an den Schulen in die Fortsetzung. Der Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) unterstützt Schulen und Schulträger mit passgenauer Beratung, Betreuung und erprobter Hardware. mehr...

Screenshot des Titelblatts des Leitfadens.

Nordrhein-Westfalen: Leitfaden zum IT-Support an Schulen

[19.01.2026] In Nordrhein-Westfalen können Schulen, Schulträger und IT-Dienstleister einen Leitfaden zur „Effizienz in IT-Support und IT-Beschaffung“ an den Bildungseinrichtungen nutzen. Die praxisnahe Orientierungshilfe umfasst sowohl Empfehlungen als auch Best-Practice-Ansätze und berücksichtigt dabei landesweite Regelungen und Vereinbarungen. mehr...

Kinerhand, die auf einem Tablet herumwischt, im Hintergrund sieht man eine klassische grüne Schultafel.

Bayern: Eine Schul-IT-Förderung – statt zwölf

[06.01.2026] Bayern stellt die Finanzierung der digitalen Ausstattung seiner Schulen auf ein neues Fundament: An die Stelle zahlreicher komplexer, befristeter Förderprogramme tritt ab 2027 eine gesetzliche Leistung, die als Pro-Schüler-Pauschale direkt an die Schulaufwandsträger ausgezahlt wird. Gefördert werden Digitalinfrastruktur, Endgeräte, Bildungsmedien sowie IT-Wartung. mehr...

Ki hält in den Schulen von zwölf Bundesländern Einzug. Eine Umfrage des eco zeigt indes große Skepsis in der Bevölkerung.

Digitale Schule: Einigung auf Digitalpakt 2.0

[05.01.2026] Bund und Länder investieren bis 2030 fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen. Darauf verständigte sich die Bildungsministerkonferenz. Neu ist die Vereinfachung der administrativen Prozesse – der Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger soll deutlich sinken. mehr...

Porträtaufnahme von Frank Schöneberg
bericht

Finanzierungsmodelle: Geliehene Schul-IT

[10.12.2025] Aufgrund der Investitionsrückstände in den Kommunen bleibt auch die Digitalisierung der Schulen oft Stückwerk. Frank Schöneberg, Vice President Sales Public & Healthcare bei CHG-Meridian, erklärt, wie Schulen der Finanzierung nach Kassenlage entkommen. mehr...

Eine Schülerin hält ein Smartphone in der Hand, im Hintergrund ist verschwommen ein Schulflur mit weiteren Schülerinnen und Schülern zu sehen.

Saarland: Mit telli KI verstehen lernen

[02.12.2025] Im Saarland können jetzt alle Schulen den auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierenden Chatbot telli nutzen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler erhalten damit einen datenschutzkonformen Zugang zu KI-gestützten Lernmitteln Die Lehrkräfte können den Bot unabhängig vom Kollegium einsetzen, sobald sie einen Zertifikatskurs absolviert haben. mehr...

Leerer Klassenraum, freundliche Atmosphäre, Blick über Stuhlreihen und Tische.

Wolters-Kluwer-Studie: KI in der Schulleitung

[18.11.2025] Der Wissens- und Informationsdienstleister Wolters Kluwer hat seine diesjährige Studie zur Digitalisierung im Schulleitungsalltag veröffentlicht. Demnach nutzen drei Viertel der Schulleitungen Künstliche Intelligenz für Alltagsaufgaben – schätzen ihre KI-Kompetenz aber eher zurückhaltend ein. mehr...

4 Personen stehen um Laptop - Einführung telli in SH

Schleswig-Holstein: Chatbot telli wird eingeführt

[17.11.2025] Das Land Schleswig-Holstein stellt den KI-Chatbot telli allen öffentlichen Schulen zur Verfügung. Erfahrungen aus 38 Pilotschulen des norddeutschen Bundeslandes sind in die Entwicklung des Tools eingeflossen. mehr...

Ein kleines Mädchen zeichnet etwas auf ein Smartboard in einem Klassenzimmer.

Markkleeberg: KISA als digitaler Hausmeister

[07.11.2025] Die Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen (KISA) hat Markkleeberg bei der Beschaffung und Installation von 48 digitalen Tafeln in städtischen Bildungseinrichtungen unterstützt. Nun übernimmt der Zweckverband auch die Betreuung der Geräte. mehr...

Hand, Arm und Oberkörper eines Schülers, der mit Laptop an einem Tisch sitzt, über der Hand schweben als Overlay Icons für die verschiedenen Schulfächer.

Brandenburg: KI-Werkzeugkasten für Schulen

[05.11.2025] Brandenburg führt als zweites Bundesland flächendeckend den KI-Chatbot telli an Schulen ein. Die gemeinsam von allen 16 Ländern entwickelte Open-Source-Lösung unterstützt Lehrkräfte und Lernende pädagogisch, ist datensparsam und wird ausschließlich auf EU-Servern betrieben. mehr...

Gruppe von Kindern mit virtueller Brille im Klassenzimmer mit kartengenerativer KI

Bitkom: Smart-School-Wettbewerb 2026 startet

[30.10.2025] Der Branchenverband Bitkom sucht auch 2026 nach Deutschlands digitalen Vorreiterschulen. Der Schwerpunkt des diesjährigen Smart-School-Wettbewerbs liegt auf digitaler Medienbildung, zudem wird anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Initiative ein Sonderpreis für Einzelprojekte rund um digitale Schule vergeben. mehr...