Montag, 13. April 2026

VG Dornburg-CamburgVerkehrsflächen digital bewertet

[11.07.2018] Um den Vermögenswert von Verkehrsflächen im Rahmen der Inventur möglichst exakt bemessen zu können, hat die Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg die Hilfe des Unternehmens GIS-Dienst in Anspruch genommen.

Bei der Erfassung und Bewertung des kommunalen Anlagevermögens im Rahmen der kameralistischen Inventur wurde die Verwaltungsgemeinschaft Dornburg-Camburg im thüringischen Saale-Holzland-Kreis von dem Unternehmen GIS-Dienst unterstützt.
Die Verwaltungsgemeinschaft verfügt über rund 200 Kilometer an kommunalen Verkehrsflächen. Für deren Erfassung und Bewertung musste nach Angaben von GIS-Dienst zunächst ein Ordnungssystem geschaffen werden, die so genannte Netzknotenkarte, welche die Zuordnung von Sachdaten zu den Verkehrsflächen gestattet. Voraussetzung für die Bewertung und Videobefahrung ist zudem ein Geo-Informationssystem (GIS); hier wurde die Netzknotenkarte digital über die vom Katasteramt gelegten Luftbilder konstruiert und anschließend mit Mitarbeitern des Bauamts der VG Dornburg-Camburg abgestimmt. Die Flächenbestimmung erfolgte danach mithilfe des GIS sowie der Orthofotos aus den aktuellen Befliegungen des Thüringer Landesamts für Vermessung und Geoinformation.
Wie GIS-Dienst weiter berichtet, wurden die sichtbaren Straßenmerkmale anschließend aus dem digital vorliegenden Orthofoto und den bei der Befahrung entstandenen Videos als Polygone digitalisiert. Parallel erfolgte die Eingabe der entsprechenden Attribute – etwa Fahrbahn, Geh- oder Radweg, Bushaltestelle oder Buswendebucht –, der Belagsarten, der Belastungsklassen sowie der Straßenzustandsbewertung. Im Zuge der Befahrung erfolgte zur späteren Wertermittlung gleichzeitig eine Aufnahme der Objekte des straßenbegleitenden Zusatzbestands, das heißt von Leuchten, Bänken, Abfallkörben oder Buswartehallen.
Auf Basis der Sachdaten im GIS wurde dann die Vermögensbewertung durchgeführt. Die Übergabe erfolgte in Form einer Schnittstellendatei für die Anlagenbuchhaltung, die zuvor mit dem Hersteller der kaufmännischen Software abgestimmt wurde.
Insgesamt nahm die Aufnahme und Bewertung von Verkehrsflächen und Zusatzbestand in der VG Dornburg-Camburg nach Angaben von GIS-Dienst rund ein halbes Jahr in Anspruch.
Das präzise Erfassungsprozedere habe der Kommune vor allem die sonst meist langwierige und mühevolle Arbeit des Einpflegens von Vermögenswerten in die Anlagenbuchhaltung erspart. Mit den übergebenen Daten könne das Bauamt nun zudem über die Einführung eines Straßen-Managements nachdenken, das weitere Vorteile im Hinblick auf die obligatorischen jährlichen Straßenerhaltungsmaßnahmen bieten würde.
Insgesamt sind Inventuren auf Basis des hier beschriebenen Prozederes laut GIS-Dienst sowohl für doppisch buchende Kommunen als auch im Bereich der Haushaltskameralistik ein geeignetes Mittel zur Verwaltung des kommunalen Anlagevermögens auf digitaler Basis im hauseigenen GIS und in der Anlagenbuchhaltung.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Geodaten-Management
Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Augsburg: Straßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen. mehr...

eine Reihe von Personen steht vor einer Wand

Mainz: WebGIS wird modernisiert

[26.03.2026] Die Stadt Mainz hat jetzt den Startschuss für die grundlegende Modernisierung ihrer Geodatenplattform gegeben. Mit dem Projekt wird das bestehende WebGIS an aktuelle technische Anforderungen angepasst. mehr...

Screenshot des Sozial-Dashboards.

Hanau: Sozial-Dashboard zum Arbeitsmarkt

[13.03.2026] Mit einem Sozial-Dashboard will die Stadt Hanau ihre Arbeitsmarktpolitik künftig datenbasiert und zielgerichtet steuern. Das Analysewerkzeug basiert auf einem Geo-Informationssystem (GIS) und erlaubt eine kleinräumige Auswertung. mehr...

Screenshot digitaler Zwilling Rhein-kreis Neuss

Rhein-Kreis Neuss: Digitaler Zwilling vorgestellt

[10.03.2026] Auf dem Smart City Summit Niederrhein hat der Rhein-Kreis Neuss seinen Digitalen Zwilling präsentiert. Die Besonderheit: Im Rahmen des interkommunalen Projekts arbeitet der Kreis gemeinsam mit den angehörigen Kommunen an einem digitalen, dreidimensionalen Abbild der realen Welt. mehr...

Screenshot aus der WebGIS-Anwendung, in der Mitte eine in Gelb und Blau gehaltene Luftaufnahme eines Siedlungsgebiets, rechts und links Panels mit Eintellungen und Legende.

Niedersachsen: Entsiegelungskataster mit KI

[26.02.2026] Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen hat ein digitales, KI-gestütztes Entsiegelungskataster freigeschaltet. So soll die kommunale Entsiegelungsplanung unterstützt werden. Kommunen werden beim Einstieg in das System begleitet. mehr...

Blick auf das Landratsamt Dingolfing-Landau von oben.

Kreis Dingolfing-Landau: Erfolgreicher GIS-Start mit allen Kommunen

[23.02.2026] Der Kreis Dingolfing-Landau hat mit seinen Gemeinden die Grundlage für ein gemeinsames Geo-Informationssystem (GIS) geschaffen. Die bayerischen Kommunen sind dafür auf das webbasierte RIWA GIS-Zentrum (RGZ) umgestiegen. Dabei sorgten individuell konfigurierte Starterpakete für eine reibungslose Einführung in den Verwaltungen. mehr...

Screenshot einer Stadtansicht von Mosbach in NOKmaps.

Neckar-Odenwald-Kreis: Neues Bürger-GIS NOKmaps

[20.02.2026] Unter NOKmaps bietet der Neckar-Odenwald-Kreis den Bürgerinnen und Bürgern ein neues Geo-Informationssystem an. Sie finden hier unter anderem vorbereitete interaktive Karten zu unterschiedlichen Themen, dreidimensionale Ansichten und Auswertungswerkzeuge, die sie kostenfrei nutzen können. mehr...

Screenshot Digitaler Zwilling Haar

Haar: 3D-Stadtmodell wird erweitert

[11.02.2026] Beim Ausbau ihres 3D-Stadtmodells wird die bayerische Stadt Haar von GIS-Anbieter RIWA unterstützt. Für dieses Jahr sind zahlreiche Ergänzungen geplant. mehr...

3D-Stadtmodell der Stadt Weinheim

Weinheim: Interaktives 3D-Stadtmodell

[10.02.2026] Die Stadt Weinheim hat ein 3D-Stadtmodell in ihr Geoportal integriert und lässt sich damit digital jetzt aus neuen Perspektiven erleben. mehr...

Screenshot des Calwer GIS-Portals.

Kreis Calw: Neues Geoportal mit Terratwin

[29.01.2026] Um komplexe Daten transparent und einfach zugänglich zu machen, hat das Landratsamt Calw sein Geo-Informationssystem (GIS) auf die Plattform Terratwin umgestellt. Die Lösung des gleichnamigen Anbieters ist auf allen Endgeräten und somit auch mobil nutzbar. mehr...

Screenshot des Wiesbadener Baustellenmelders.

Wiesbaden: Digitaler Zwilling mit Baustellenüberblick

[13.01.2026] Wiesbaden hat den Digitalen Zwilling der Stadt um den Baustellenmelder ergänzt. Somit erhalten die Bürgerinnen und Bürger wichtige Informationen rund um aktuelle und geplante Baustellen über eine zentrale Plattform. mehr...

Braunschweig, städtischer Platz mit historischen Bauten aus der Froschperspektive

Braunschweig: Warum heißt die Straße so?

[12.01.2026] Das Geoportal der Stadt Braunschweig bietet einen neuen Service. Neben Daten zu Schulradwegen, Starkregenfolgen, Stadtbäumen und weiteren Themen liefert es nun Hintergründe zu Straßennamen. Per QR-Code am Straßenschild sollen diese in Zukunft auch direkt vor Ort abrufbar sein. mehr...

3D-Modell zeigt Darmstadt aus der Vogelperspektive.

Darmstadt 3D: Grundgerüst für Urbanen Zwilling

[16.12.2025] Von Darmstadt gibt es jetzt ein maßstabsgetreues dreidimensionales Modell mit hoher Detailtiefe. In der browserbasierten Anwendung lassen sich beispielsweise Entfernungen und Flächen messen, Schattenwürfe simulieren oder Sichtbarkeiten analysieren. Perspektivisch bildet sie das Grundgerüst für einen Urbanen Digitalen Zwilling. mehr...

Screenshot vom Digitalen Zwilling der Stadt Karlsruhe.

Karlsruhe: Digitaler Klimazwilling

[02.12.2025] In Karlsruhe soll die Klimafolgenanpassung messbar, vorausschauend und smart gestaltet werden. Mit diesem Ziel baut die Stadt im Projekt Sensor City einen Digitalen Klimazwilling auf, der Geodaten und die Messwerte von Internet-of-Things-Sensoren nutzt.  mehr...

Drohnenvermessung des Ruderatshofener Gemeindegebiets Apfeltrang.

Ruderatshofen: Drohnenvermessung für Hochwasserschutz

[27.11.2025] Ruderatshofen will besser auf Starkregenereignisse und Überflutungen vorbereitet sein. Damit geeignete Schutzmaßnahmen erkannt werden können, hat GIS-Anbieter RIWA ein 3D-Geländemodell vom Gemeindegebiet und den umliegenden Flächen erstellt. Dank Drohnentechnologie konnten 19 Hektar Land innerhalb eines Tages erfasst werden. mehr...