Donnerstag, 8. Oktober 2026

AugsburgStraßenraum in 3D

[07.04.2026] 
Das Augsburger Stadtgebiet wird derzeit von einem speziell ausgerüsteten Messfahrzeug abgefahren. Aus den dabei erfassten Daten soll ein digitales Abbild des öffentlichen Raums entstehen.
Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner

Ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner fährt das Augsburger Stadtgebiet ab und dokumentiert alle relevanten Objekte im Straßenraum.

(Bildquelle: iNovitas)

Noch bis Ende Mai 2026 führt die Stadt Augsburg in Zusammenarbeit mit der Firma iNovitas Deutschland eine umfassende Straßenraumbefahrung durch. Ziel ist es nach Angaben der Stadtverwaltung, das gesamte Augsburger Straßennetz einschließlich Fußgängerzonen sowie ausgewählter Fuß- und Radwege digital zu erfassen. Dazu fahre ein speziell ausgerüstetes Messfahrzeug mit Kameras und Laserscanner – abhängig von der Witterung – das Stadtgebiet ab und dokumentiere alle relevanten Objekte wie Fahrbahnen, Geh- und Radwege, Bordsteine, Verkehrszeichen, Markierungen, Begrünungen sowie angrenzende Bebauung.

Wie die Stadt Augsburg weiter mitteilt, bilden die dabei entstehenden hochauflösenden 3D-Aufnahmen die Grundlage für ein digitales Abbild des öffentlichen Raums. Dieses habe für die Verwaltung einen enormen Mehrwert. Denn für zahlreiche Aufgaben – von der Verkehrsplanung über die Instandhaltung bis hin zur Stadtgestaltung – seien präzise und aktuelle Informationen über den Zustand und die Ausstattung des Straßenraums unverzichtbar.

Mitarbeitende der Stadtverwaltung könnten künftig viele Fragestellungen direkt am Bildschirm klären, ohne vor Ort sein zu müssen, weil beispielsweise Höhen, Abstände, Flächen und Objekte digital vermessen und mit bestehenden Geodaten abgeglichen werden könnten. „Mit der digitalen Straßenraumbefahrung schaffen wir eine moderne, verlässliche Datengrundlage für viele Entscheidungen, die den Alltag der Augsburgerinnen und Augsburger direkt betreffen. Die neuen 3D‑Aufnahmen ermöglichen uns, schneller, präziser und nachhaltiger zu planen – vom Erhalt unserer Straßen über sichere Wege bis hin zur Gestaltung des öffentlichen Raums“, sagt Baureferent Steffen Kercher.

Die bei der digitalen Straßenraumbefahrung gewonnenen Geo‑ und 3D‑Daten dienen zudem als Grundlage für innovative digitale Anwendungen wie die intelligente Verkehrssteuerung, barrierefreie Routeninformationen oder eine präzisere Einsatzplanung für städtische Dienste. Damit die Daten in dem Digitalen Zwilling immer möglichst aktuell sind, möchte die Stadt Augsburg die Befahrungen künftig in einem rund zweijährigen Rhythmus durchführen lassen.





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