BreitbandWachsende Gigabitregionen

DNS:NET unterstützt die Stadt Oschersleben beim Breitbandausbau.
(Bildquelle: Stadt Oschersleben/DNS:NET)
Im sachsen-anhaltischen Landkreis Börde ist eines der größten Förderprojekte in kommunaler Hand errichtet worden. Als aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft-Breitband (ARGE-Breitband) im Landkreis Börde hat die Stadt Oschersleben (rund 20.000 Einwohner) bisher viel getan, damit ihre Bürger möglichst bald das kommunale Giganetz auf Glasfaserbasis nutzen können. Trotzdem gibt es noch Haushalte, welche die Förderkriterien des Bundes nicht erfüllen und somit weiterhin ohne schnelle Datenraten auskommen müssen. Um das zu ändern, haben die Stadt Oschersleben und der Telekommunikationsanbieter DNS:NET eine Erschließungsvereinbarung festgelegt.
Damit folgt die Verwaltung dem Beispiel zahlreicher anderer Kommunen, die durch die Förderrichtlinien nicht ihr gesamtes Gebiet versorgen können und deshalb über Kooperationsvereinbarungen die Lücken zu schließen versuchen. Ende 2021 wurde im Rathaus Oschersleben unter Anwesenheit von Bürgermeister Benjamin Kanngießer, der Wirtschaftsförderung der Stadt sowie von Rainer Piroth, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET und der Projektleitung aufseiten des Netzbetreibers, eine Vereinbarung unterzeichnet. Diese schafft die Grundlage dafür, dass bis zu 8.000 Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus versorgt werden können.
Eigenwirtschaftlicher Ausbau schafft Tatsachen
Benjamin Kanngießer erläutert: „Im August 2020 konnte mit dem Ortsteil Beckendorf-Neindorf der erste Standort in Oschersleben ans Netz gehen und wurde so von der ARGE und der Stadt an die DNS:NET als Netzbetreiber übergeben. Seitdem haben wir viel erreicht. In Oschersleben werden nun sukzessive alle Schulen und Bildungseinrichtungen kostenfrei mit Gigabit-Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Im südlichen Ausbaugebiet der ARGE-Breitband wurden zudem bislang circa 150.000 Meter Tiefbau realisiert. Durch den zusätzlichen eigenwirtschaftlichen Ausbau wird ein Flickenteppich vermieden und somit die Voraussetzungen für einen gemeinsamen Giganetz-Anschluss geschaffen.“
Als technologischer Partner und Netzbetreiber für das Giganetz im Landkreis Börde hat sich DNS:NET von Beginn an als verlässlicher Partner erwiesen. Die Region zählt zu den größten zusammenhängenden Glasfaser-Ausbaugebieten der Bundesrepublik und gilt als Vorzeigeprojekt für die Infrastruktur des ländlichen Raums. Da gemäß den Förderkriterien nicht in allen Regionen gefördert werden kann, hat sich die Geschäftsleitung von DNS:NET nach der Analyse der noch unterversorgten Gebiete und auf Anfrage lokaler Verwaltungen dazu entschlossen, die Lücken für zahlreiche Ortschaften durch einen raschen privatwirtschaftlichen Ausbau zu schließen.
Auch in Brandenburg steht das Thema eigenwirtschaftlicher Ausbau auf der Tagesordnung. Die Region rund um das Havelland beispielsweise wartet nicht auf den Glasfaserausbau, sondern schafft Tatsachen. Zeitgleich zur Unterzeichnung zahlreicher weiterer Brandenburger Kooperationsvereinbarungen fand in Wustermark im dritten Quartal 2021 ein Unterzeichnungstermin im Rathaus statt. In der Folge können in der Gemeinde durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Unternehmens DNS:NET weitere 5.000 Haushalte versorgt werden.
Im Bundesvergleich ganz vorn
Bürgermeister Holger Schreiber stellte bei der Unterzeichnung fest: „Wir befinden uns hier in einer dynamisch wachsenden Region. Durch die verkehrsgünstige Lage und den kontinuierlichen Zuzug haben wir die Aufgabe, die Infrastruktur zusammen mit verlässlichen Partnern zeitnah umzusetzen. Ich freue mich außerordentlich, dass die DNS:NET unserer Anfrage nachgehen konnte.“
Stefan Holighaus, Mitglied der Geschäftsleitung von DNS:NET, ergänzt: „Die Gemeinde Wustermark sichert so die Versorgung ihrer Einwohner und Unternehmensstruktur. Mit demnächst bis zu 2,5 Gigabit pro Sekunde für Privatnutzer und Gewerbe steht der Landkreis Havelland ganz vorne, wenn man sich den bundesdeutschen Durchschnitt bei der Breitbandversorgung anschaut.“
https://www.oscherslebenbode.de
https://www.wustermark.de
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Januar 2022 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
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