Sonntag, 8. Februar 2026

MRNxDataToGo vernetzt intelligent

[02.11.2017] Im Rahmen des Projekts xDataToGo sollen in der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) Daten der Kommunen einheitlich erfasst, mit Daten der Länder und des Bundes verknüpft und für innovative Mobilitätsanwendungen verfügbar gemacht werden.

Wie lassen sich Informationen aus unterschiedlichen Quellen innerhalb einer Region intelligent vernetzen und veredeln? Mit dieser Frage beschäftigt sich in den kommenden drei Jahren ein von der Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) koordiniertes Verbundvorhaben. Wie die Metropolregion berichtet, stehen Daten zum öffentlichen Straßenraum von Kommunen, Ländern und Bund sowie die Verknüpfung dieser Daten in einer regionalen Dateninfrastruktur im Zentrum des Interesses von xDataToGo. Am Beispiel des Groß- und Schwerlastverkehrs soll zudem aufgezeigt werden, wie die Digitalisierung dabei helfen kann, Abläufe zwischen den Behörden und Unternehmen schneller und einfacher zu machen. Partner des Forschungsvorhabens mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Millionen Euro seien die Universität Mannheim, das Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Speyer, der Verein GeoNet.MRN und das Unternehmen MTS Maschinentechnik Schrode. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördere das Projekt mit 1,4 Millionen Euro. Die Projektpartner wollen im Rahmen von xDataToGo eine kooperative Dateninfrastruktur für den digitalen Straßenraum entwickeln. „Deutschland gleicht derzeit einem digitalen Flickenteppich“, erklärt Christine Brockmann, Geschäftsführerin der Metropolregion Rhein-Neckar. „Informationen zum Straßenraum liegen bei Bund, Ländern und Kommunen in unterschiedlicher Qualität, Struktur und teilweise sogar noch in Papierform vor. Zudem fehlt eine zufriedenstellende Organisationsstruktur für die ebenenübergreifende Datenerfassung und Datenbereitstellung. Diese Heterogenität erschwert zum Beispiel die digitale Routenplanung bei Schwertransporten, was wiederum zu langen und aufwendigen Genehmigungsverfahren führt.“ Wie die Metropolregion ankündigt, sollen mit der digitalen Dateninfrastruktur Informationen wie Straßenbreiten, Durchfahrtshöhen, Kurvenradien oder zulässige Nutzlasten von den Kommunen in der Rhein-Neckar-Region einheitlich erfasst, mit Daten der Länder und des Bundes verknüpft und für innovative Mobilitätsanwendungen verfügbar gemacht werden. Letzteres könnte beispielsweise über den Mobilitätsdatenplatz des Bundes MDM möglich werden. Die Praxistauglichkeit der Dateninfrastruktur werde begleitend am Beispiel eines bereits bestehenden Navigationsdienstes der Firma Thales für den Groß- und Schwerlastverkehr der Bundeswehr erprobt.

Rechtliche Fragen klären

„Die digitale Routenplanung für Schwertransporte ist komplex, weil sehr viele Informationen aus ganz unterschiedlichen Quellen zusammengeführt werden müssen. Wenn die neue Dateninfrastruktur diesen hohen Anforderungen gerecht wird, kann sie nicht nur zu schnelleren Verwaltungsprozessen beitragen, sondern problemlos auch bei anderen innovativen Mobilitätsanwendungen zum Einsatz kommen“, erklärt Brockmann. Im Rahmen von xDataToGo werden die Partner gemeinsam Antworten auf vielfältige organisatorische, technische und rechtliche Fragen erarbeiten. Methoden und Standards zur einheitlichen Datenerhebung stehen ebenso im Fokus des Vorhabens, wie Software-Lösungen zur digitalen Datenerfassung oder die Definition von Abläufen und Schnittstellen zum automatisierten Datenaustausch. Dazu gehören auch Aspekte des Verwaltungsrechts. So ist laut der Metropolregion bisweilen unklar, ob Daten, welche die öffentliche Hand zweckgebunden erhebt, beispielsweise Straßenzustandsberichte, auch anderen Nutzungen zugeführt werden dürfen, etwa Navigationssoftware, und inwieweit die öffentliche Hand im Kontext eines langfristigen Betriebsmodells Daten dauerhaft auf digitalen Marktplätzen für unterschiedliche Nutzungen bereitstellen darf. xDataToGo ist laut der Mitteilung das erste Umsetzungsprojekt im Rahmen des Vorhabens „Digitale Modellregion Rhein-Neckar“, mit dem die Metropolregion Rhein-Neckar zur Digitalisierung in den Bereichen Bildung, Energie, Gesundheit, Mobilität und Verwaltung beitragen möchte. Der offizielle Startschuss für xDataToGo fällt am 23. November 2017 beim Fachaustausch Geoinformation in Heidelberg. Vertreter interessierter Kommunen und Unternehmen können sich bis 9. November kostenfrei für die Veranstaltung anmelden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: IT-Infrastruktur
Abstrakte Darstellung einer Wolke, die über Hardware schwebt.

Deutsche Verwaltungscloud: Drei Lösungen von ekom21

[27.01.2026] Über die Deutsche Verwaltungscloud können nun drei Anwendungen von IT-Dienstleister ekom21 abgerufen werden. Schon seit März 2025 steht hier esina21, eine Eigenentwicklung für das sichere Senden und Empfangen von Nachrichten im Kontext des besonderen Behördenpostfachs (beBPo), bereit. Neu dazugekommen sind die Bezahlplattform epay21 und die Digitalisierungsplattform civento. mehr...

Vektorgrafik, die zwei Personen zeigt, die in einem Archiv mit papierbasierten und digitalen Registern arbeiten.

Wiesbaden: Digitalisierung der Personenstandsregister

[22.01.2026] Zur Digitalisierung ihrer Personenstandsregister hat die Stadt Wiesbaden die Stabsstelle DiRegiSta eingerichtet. Mithilfe einer Software überträgt diese nach und nach die geprüften und ergänzten alten Einträge in das elektronische Register. Dabei orientiert sich Wiesbaden an den Erfahrungen Berlins. mehr...

Blick auf das Rosenheimer Rathaus.

Rosenheim: Umfassende Cloud-Migration

[21.01.2026] Wie eine sichere, wirtschaftliche und souveräne Cloud-Einführung im öffentlichen Sektor gelingen kann, zeigt sich in Rosenheim. Schrittweise wurden hier Verwaltung, Stadtgesellschaften und Schulen datenschutzkonform auf Microsoft 365 migriert. mehr...

Mehrere Personen stehen an einem kleinen Tisch versammelt, im Hintergrund ist das virtuelle Modell eines Platzes in einer Stadt zu sehen.

Magdeburg: VR ergänzt analoge Beteiligung

[20.01.2026] In einem gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF entwickelten Forschungsvorhaben will Magdeburg analoge Beteiligungsmethoden mit Virtual-Reality-Technologie verknüpfen. Für den ersten Einsatz ist ein durch 360-Grad-Panorama- und Bodenprojektionen virtuell begehbares Plangebiet erstellt worden. mehr...

Verschiedene Dokumente sind mit einer Wolke verbunden, im Hintergrund sieht man eine Computertastatur.

AKDB: Cloudbasiertes Melderegister

[15.01.2026] Der Innovationswettbewerb „Register-as-a-Service“ von GovTech Platforms ist abgeschlossen. Ein von der AKDB geführtes Konsortium mit Komm.ONE, H&D, Scontain und mehreren Städten hat eine cloudbasierte Referenzlösung für das Melderegister entwickelt und erfolgreich in vier Kommunen erprobt. mehr...

Halle (Saale): Smarte Technik statt Parksuchverkehr

[05.01.2026] Ein beliebtes Erlebnisbad sorgte in Halle (Saale) bislang für unnötigen Verkehr in einem Wohngebiet. Der Grund: Es werden Parkplätze gesucht. Die Echtzeitanzeige der Parkhausbelegung am Erlebnisbad plus Hinweis auf alternative Parkmöglichkeiten sollen dem nun ein Ende bereiten. mehr...

FITKO-Präsident André Göbel beim Vortrag, im Hintergrund ist eine Präsentation eingeblendet.

GovTech Deutschland: Ergebnisse des RaaS-Projekts

[22.12.2025] GovTech Deutschland hat das Projekt Register-as-a-Service (RaaS) abgeschlossen. Die Ergebnisse – eine vollständige Referenzarchitektur, funktionale technische Implementierungen und ein begleitendes Rechtsgutachten für moderne Cloud-Register – stehen Open Source über die Plattform openCode zur Verfügung. mehr...

Vektorgrafik mit Desktopbildschirm und unterschiedlichen Symbolen für barrierefreie digitalen Angebote.
bericht

Digitale Barrierefreiheit: Inklusive Transformation

[19.12.2025] In einer neuen Modulserie des eGov-Campus steht das Thema digitale Barrierefreiheit im Vordergrund. Der Kurs sensibilisiert die Teilnehmenden für dieses Thema, informiert über rechtliche Grundlagen und vermittelt praktische Umsetzungshilfen. mehr...

Die Fototerminals bestehen aus einer Kamera und einem Touchpad.

Reutlingen: Ausbau digitaler Dienstleistungen

[12.12.2025] In Reutlingen wächst das Angebot digitaler Verwaltungsdienstleistungen. Dazu zählen vollständig digitale Prozesse ebenso wie die flächendeckend angebotenen Fototerminals für Passbilder. Auch können Fundsachen online aufgerufen werden. Weitere Onlineservices bietet außerdem das Standesamt an. mehr...

Abstraktes 3d_rendering von schwarzen, Roten und gelben Bausteinen

München: Feedback zum Deutschland-Stack

[11.12.2025] Mit ihren Anmerkungen zum Deutschland-Stack will die bayerische Landeshauptstadt München dazu beitragen, die digitale Transformation der Verwaltung voranzutreiben. Unter anderem regt die Stadt an, die kommunalen Bedürfnisse sowie die Dresdner Forderungen zur digitalen Verwaltung mehr zu berücksichtigen. 
 mehr...

Eine Person arbeitet an Dokumenten und Ordnern auf einem Laptop.

BW-Empfangsclient: Anträge ohne Fachsoftware empfangen

[10.12.2025] Mit dem BW-Empfangsclient können Kommunal- und Landesbehörden in Baden-Württemberg jetzt auch solche digitalen Verwaltungsleistungen anbieten, für die sie bislang keine Fachsoftware nutzen. Die Behörden können sich kostenfrei selbst registrieren, die Lösung ist sofort einsetzbar. mehr...

zwei Männer am Tisch sitzen mit papieren vor sich- Kooperation_Fulda_ekom21

Fulda: Enge Kooperation mit ekom21

[09.12.2025] Eine engere Kooperation haben die Stadt Fulda und ekom21 vereinbart. Dabei hat die Kommune auch Fachverfahren ins Rechenzentrum des kommunalen IT-Dienstleisters überführt. mehr...

Blick vom Dach auf das Wiener Rathaus: neogotischer Bau mit zentralem Turm, Uhr und filigranen Türmchen vor blauem Himmel.

Wien: Open Source stärkt Europas Unabhängigkeit

[08.12.2025] Die Europäische Kommission würdigt die Open-Source-Strategie Wiens. In einem neuen Bericht wird die Stadt als führend beschrieben. Wien setzt auf offene Software, um digital unabhängig und sicher zu arbeiten. mehr...

Eine ältere Frau sitzt an einem Laptop und schaut auf eine Kreditkarte.
bericht

Onlineformulare: Gegenseitig unterstützen

[01.12.2025] Onlineformulare sind heute unverzichtbar – und EfA-Leistungen decken längst nicht alles ab. Mit No-Code-Formularen und im interkommunalen Austausch können Städte und Gemeinden hier flexibel und kostenbewusst agieren. mehr...

Deutsche Verwaltungscloud: Digitale Antragsbearbeitung made in Hessen

[26.11.2025] Mit HessenDANTE bietet die HZD eine innovative Plattform, mit der sich die Antragstellung für unterschiedlichste Verwaltungsleistungen komplett digital und OZG-konform abbilden lässt. Das Paket ist nun auch über die Deutsche Verwaltungscloud zu beziehen. mehr...