Donnerstag, 29. Oktober 2026

SachsenDigitale Landeskunde

[19.03.2018] Das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert das Projekt „Landeskunde digital“. Die Augmented-Reality-Anwendung soll die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Raum im mittelsächsischen Gebiet Lommatzscher Pflege erlebbar machen.

Das Projekt „Landeskunde digital“ beschäftigt sich mit zwei Fallbeispielen im Bereich der Lommatzscher Pflege, einer Region in Mittelsachsen. Wie die sächsische Staatskanzlei mitteilt, haben die Forscher vom Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL, Leipzig), Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR, Dresden), Medienzentrum der Technischen Universität Dresden und von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften ein Innenstadtareal von Lommatzsch und einen typischen Ausschnitt aus einer intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft ausgewählt, um den Wandel der Landschaft in Vergangenheit und Gegenwart, aber auch mögliche Optionen für die Zukunft darzustellen.
Ein besonderes Augenmerk wollen sie auf die Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Raum legen, denn das Wissen um Wirkungszusammenhänge ist eine wichtige Voraussetzung für zukunftsorientierte Entscheidungen in Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, informiert die Staatskanzlei. Solche Inhalte sollen für mobile Endgeräte aufbereitet und dadurch mobil und zugleich ortsspezifisch verfügbar gemacht werden. Vorgesehen sei eine fotobasierte Augmented-Reality-Anwendung. Sie soll Bilder mit zusätzlichen Informationen, wie Texten, Karten, Grafiken und anderen Hintergrundinformationen verknüpfen und so auch Perspektiven der Bewohner der Landschaft einbinden.
„Die fortschreitende Digitalisierung wirkt sich zunehmend auch auf unsere Seh- und Lerngewohnheiten aus“, so die sächsische Wissenschaftsministerin, Eva-Maria Stange. „Klassische Medien der Informationsaufbereitung wie gedruckte Texte und Bücher erreichen gerade jüngere Nutzerinnen und Nutzer nur bedingt. Um neue Konzepte der Wissensvermittlung im Bereich der Landeskunde entwickeln und erproben zu können, geht nun ein Projekt an den Start, das das Wissenschaftsministerium bis Ende des Jahres mit 340.000 Euro fördert.“





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