Sonntag, 6. September 2026

BundesdruckereiStart für Sperr-Hotline

[29.01.2020] Seit Anfang des Jahres kann die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises oder eines elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) telefonisch über die Nummer 116 116 gesperrt werden. Betrieben wird die Sperr-Hotline von der Bundesdruckerei im Auftrag des Bundesverwaltungsamts (BVA).

Besitzer von Personalausweis oder elektronischem Aufenthaltstitel (eAT) können seit Anfang Januar 2020 die Online-Ausweisfunktion ihres Dokuments telefonisch unter der Rufnummer 116 116 sperren lassen – weltweit, kostenlos und rund um die Uhr. Auch wer seine Bank- oder Kreditkarte verloren hat oder Missbrauch vermutet, kann diese unter der 116 116 deaktivieren lassen. Das teilt die Bundesdruckerei mit. Die Sperr-Hotline sei Teil des so genannten Sperrdienstes, den das Bundesverwaltungsamt (BVA) seit Einführung der Online-Ausweisfunktion betreibt. Die Bundesdruckerei biete diesen Service im Auftrag des BVA an, welches dabei als Schaltstelle zwischen der Bundesdruckerei, den Personalausweisbehörden und den Zertifizierungsdiensten diene.
Personalausweise und eATs werden seit zwei Jahren standardmäßig mit eingeschalteter Online-Ausweisfunktion ausgegeben, erklärt die Bundesdruckerei. Bürger könnten sich mit dieser Funktion derzeit für rund 100 Dienste online identifizieren. Anrufer würden unter 116 116 auch erfahren, ob ihr Dokument als Ausweis für das Internet freigeschaltet oder bereits gesperrt ist: Der aktuelle Status der Online-Ausweisfunktion sei in der so genannten globalen Sperrliste dokumentiert.
Klaus Wolter, Referatsleiter beim BVA, teilte mit: „Der zunehmende Identitätsmissbrauch im Internet zeigt: Digitale Identitäten der Bürger brauchen besonderen Schutz. Mit einer zunehmenden Nutzung der Online-Ausweisfunktion ist eine hochverfügbare und zuverlässige Sperrmöglichkeit wichtig, wir haben uns für die Bundesdruckerei als neuen Dienstleister entschieden.“ Thomas Löer, Leiter Geschäftsfeld German ID-Systems der Bundesdruckerei, sagte: „Wir erwarten zwischen 5.000 und 6.000 Anrufe monatlich, die ersten Anrufe haben wir bereits in der Silvesternacht entgegengenommen und bearbeitet.“
Bürger, deren Online-Ausweisfunktion gesperrt ist, können diese Funktion laut Bundesdruckerei nur beim zuständigen Bürgeramt gegen eine Gebühr wieder freischalten lassen. Unter Mitwirkung des Informationstechnikzentrums Bund (ITZBund) bei der technischen Anbindung ist die Sperr-Hotline der Bundesdruckerei an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr verfügbar.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Digitale Identität
Kommunen sollten auf Social Media präsent sein.

Governikus/Votikom: Verifizierte Wahlprofile zum Swipen

[25.08.2026] Bei der Kommunalwahl in Göttingen soll die App Votikom Informationen über die Kandidierenden im Wahlbezirk bündeln und im Dating-App-Stil darstellen. Damit nur berechtigte Personen ihre Kandidatenprofile bearbeiten können, kommt die Governikus-Lösung AusweisIDent zum Einsatz. mehr...

Dresden: Priorisierungsmodell für EUDI-Wallet entwickelt

[20.08.2026] Dresden hat ein Modell entwickelt, mit dem Kommunen geeignete Verwaltungsleistungen für die EUDI-Wallet systematisch priorisieren können. Der mehrstufige Ansatz verbindet fachliche, technische und rechtliche Kriterien mit politischer Steuerung und soll auch anderen Kommunen Orientierung geben. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identität: Warum Nutzende am digitalen Amt scheitern

[23.07.2026] Digitale Identitäten sollen Verwaltungsleistungen durchgängig online ermöglichen. In der Praxis brechen jedoch viele Nutzende die Verfahren ab. Ein Impulspapier des Netzwerks NExT zeigt bestehende Hürden und nennt vier Ansatzpunkte, um diese aus dem Weg zu räumen. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

Ehrenamtskarte: EfA-Dienst kommt in die Wallet

[25.06.2026] Die Ehrenamtskarte würdigt freiwilliges Engagement mit Vergünstigungen bei öffentlichen, kommunalen und privaten Angeboten. Im Zuge der OZG-Umsetzung wurde sie digitalisiert. Nun wird eine mögliche Integration in die EUDI-Wallet erprobt. mehr...

vier Personen auf einer Treppe mit einer Urkunde

Heidelberg: Heidelberg-Pass wird digital

[01.06.2026] Im Pilotprojekt „Test in Heidelberg“ wird eine digitale Form des Heidelberg-Passes erprobt. Die Stadt will damit zeigen, wie digitale Identitäten und Wallet‑Lösungen künftig zu einer bürgernahen und dialogorientierten Verwaltung beitragen können. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.

EUDI-Wallet: Kommunen als Schlüssel zur Einführung

[10.03.2026] Was braucht es, damit die bevorstehende Einführung der EUDI-Wallet durch den Bund gelingt? Der Deutsche Städtetag hat dazu ein Positionspapier vorgelegt, das die wichtige Rolle der Kommunen verdeutlicht und klar formuliert, was für eine erfolgreiche Einführung benötigt wird. mehr...

Vektorgrafik einer Hand, die ein Dokument, abgebildet auf einem Tablet, unterschreibt.
bericht

Digitale Signatur: Nadelöhr der Transformation

[15.01.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung steht und fällt mit der elektronischen Signatur, denn nur sie vermeidet Medienbrüche. Dabei müssen die eingesetzten Lösungen hohe Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz erfüllen. mehr...

Mehrere jüngere Personen sind in einem Besprechungsraum mit einer Projektarbeit befasst.
bericht

EUDI-Wallet: Pilot Dresden

[14.01.2026] Die Stadt Dresden fungiert als Pilot für die EUDI-Wallet. Ziel ist es, die technische Umsetzbarkeit zu testen, Übertragbarkeit und Skalierbarkeit zu prüfen sowie eine fundierte Blaupause für weitere Anwendungen und andere Kommunen zu entwickeln. mehr...

Person sitzt entspannt auf einem Sofa und hält ein Smartphone in den Händen, auf dessen Bildschirm das Logo und die Aufschrift „EUDI-Wallet“ mit EU-Sternenkreis zu sehen sind.
bericht

Advertorial: Registermodernisierung trifft EUDI-Wallet

[11.12.2025] Eine moderne, digitale Verwaltung braucht sichere und effiziente Werkzeuge, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein reibungsloses Verwaltungserlebnis zu ermöglichen. Mit der Registermodernisierung und der Einführung der EUDI-Wallet stehen zwei wegweisende Bausteine bereit, die Verwaltungsvorgänge flexibler, vertrauenswürdiger und nutzerfreundlicher gestalten. mehr...

Person am Laptop tippt in die Luft, an der Stelle des Zeigefingers ist ein Log-In-Icon abgebildet.

Digitale Identifizierung: Governikus führt AusweisIDent alleine weiter

[02.12.2025] Governikus führt die eID-Lösung AusweisIDent künftig eigenverantwortlich online fort. Die Lösung nutzt die Online-Ausweisfunktion und schafft so auch Anschlussfähigkeit an die kommende europäische EUDI-Wallet. mehr...

Sechs Personen vor einem Aufsteller zum Start des Pilotprojekts zur EUDI-Wallet in Dresden

Dresden: Pilot für elektronische Brieftasche

[11.09.2025] Sachsens Landeshauptstadt Dresden testet als erste Kommune Deutschlands, wie die EUDI-Wallet künftig praktisch funktionieren soll. Die Dresdnerinnen und Dresdner können mitgestalten, was mit der Wallet möglich werden soll. mehr...

interview

Interview: Es muss nicht kompliziert sein

[18.06.2025] Die Registermodernisierung entpuppt sich als neues komplexes Mammutprojekt der Verwaltungsdigitalisierung. Marc Behrens, Software- und IT-Systemarchitekt bei der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg (KDO), hat einen einfachen Gegenvorschlag: die BundID. mehr...

Wiesbaden: BundID bekannter machen

[28.05.2025] Die Stadt Wiesbaden hat erste Verwaltungsdienste an die BundID angeschlossen und erweitert das Angebot sukzessive. Um Bürgerinnen und Bürger von der BundID zu überzeugen, stellt die Stadt umfangreiche Informationen und einen fiktiven, humoristisch gefärbten „Antrag auf Passierschein A38“ zur Verfügung. mehr...

Schwerin: Nutzerkonto wird auf BundID umgestellt

[22.11.2024] Da die MV-Nutzerkonten Ende Januar 2025 deaktiviert werden, sind Schwerinerinnen und Schweriner aufgerufen, eine Neuanmeldung mit der BundID vorzunehmen. mehr...

Rathaus Stadt Wiesbaden

Wiesbaden: Videoident stößt auf positives Echo

[31.10.2024] Wer sich in Wiesbaden an- oder ummelden will, kann dazu seit etwa einem Jahr ein Videoident-Verfahren nutzen. Der neue Service ist bereits in der Pilotphase auf großes Interesse gestoßen. mehr...