Freitag, 4. September 2026

GüterslohVirtueller Spaziergang durch die Vergangenheit

[04.09.2026] Die historische Gütersloher Stadtmitte um das Jahr 1900 lässt sich nun dauerhaft virtuell erleben. Die Abteilung Geoinformation der Stadt hat dazu eine von Modellbauer Norbert Jebramcik detailgetreu errichtete Miniaturstadt in ein 3D-Modell umgewandelt.
Zwei Personen vor einem Monitor auf dem historische 3D-Modell Gütersloh um 1900 zu sehen ist

Das Miniaturmodell von Gütersloh um das Jahr 1900 hat die Abteilung Geoinformation der Stadt in ein interaktives 3D-Modell umgesetzt.

v.l.: Vincent Ulinski, Auszubildender zum Geomatiker und Projektverantwortlicher; Claudius Gouders, Abteilungsleiter Geoinformation.

(Bildquelle: Stadt Gütersloh)

Einmal in das Gütersloh von vor 125 Jahren eintauchen – das konnten Interessierte im Rahmen einer Ausstellung der von dem Modellbauer Norbert Jebramcik detailgetreu nachgebauten historischen Stadtmitte im Miniaturformat. Wie die Stadt Gütersloh mitteilt, ist die Kerninnenstadt, wie sie um das Jahr 1900 aussah, nun außerdem dauerhaft virtuell zu erleben. Die Abteilung Geoinformation der Stadtverwaltung habe dazu die Miniaturstadt in ein interaktives 3D-Modell umgewandelt. Zu finden ist es im städtischen Geoportal.

„Die Idee, eine historische Stadtansicht in 3D anzubieten, stand bei uns schon länger im Raum“, so Claudius Gouders, Leiter der Geoinformation bei der Stadt Gütersloh. „Als das einzigartige Modell von Norbert Jebramcik komplett in der Stadthalle ausgestellt war, haben wir die Chance ergriffen.“

Das Team machte sich daran, die rund 700 Häuser und kleineren Anbauten auf mehr als 60 Quadratmetern Fläche per Fotogrammetrie zu digitalisieren. Mittels einer speziellen Handy-App wurden innerhalb von zwei Arbeitstagen alle Einzelheiten abgescannt. Mit dem Ziel eines möglichst realitätsgetreuen Abbilds wurde darüber hinaus noch ein Abgleich des digitalen Modells mit den tatsächlichen geografischen Koordinaten durchgeführt und vor allem die Straßen auf ihre korrekte räumliche Verortung überprüft. Abschließend wurde das dreidimensionale Modell ins Geo-Informationssystem eingespielt, dort nochmals präzisiert und in Darstellung und Bedienbarkeit optimiert.

Nun lädt es dazu ein, die historischen Gassen und Gebäude aus allen Winkeln zu erkunden; besondere Orte sind hervorgehoben. Übernommen wurden nach Angaben der Stadtverwaltung auch Norbert Jebramciks Listen darüber, wer um 1900 in den Häusern gewohnt hat – eine Bereicherung, die den spannenden Streifzug durch die Vergangenheit noch „echter“ mache.


 





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