KDNTaskforce Standardisierung
Um bei OZG-konformen Bürgerportalen agil zu reagieren und Kommunen, Bürgern und Portalentwicklern Zeit und Aufwand zu sparen, hat der Dachverband kommunaler IT-Dienstleister KDN in Nordrhein-Westfalen die Taskforce Standardisierung ins Leben gerufen. Diese besteht aus Entwicklern der Portalanbieter regio iT und Südwestfalen-IT (SIT). Nach Angaben von SIT sollen Konzepte entstehen, wie Datenstrukturen und Schnittstellen von der Architektur einzelner Portale entkoppelt und vereinheitlicht werden können. Dies ermögliche es den Portalentwicklern, ihre Produkte und Features individuell weiterzuentwickeln, ohne die Kompatibilität der Portale untereinander einzuschränken. Insbesondere im Hinblick auf den geplanten Portalverbund sei dieses Zusammenspiel essenziell.
Wie SIT weiter berichtet, sollen die Basiskomponenten, auf denen jedes Portal aufbaut, standardisiert werden. Hierzu zählen die (Erst-)Authentifizierung über das Servicekonto.NRW, die Benutzerkontenverwaltung, Formulardienste (Vorverfahren), Postfachdienste sowie Daten-Safe, Payment und die Anbindung von externen und nachgelagerten Verfahren. Am Ende stünden ein einheitlicher Antragsprozess und standardisierte Schnittstellen. Dies erlaube es den Portalentwicklern, individuelle, zusätzliche Funktionalitäten und Services zu implementieren und sich damit von Wettbewerbern abzuheben. Gleichzeitig sei die Interoperabilität der Portale gewährleistet, und Entwicklern von Fachverfahren stünde eine Standardschnittstelle (API) zur Verfügung, mithilfe derer sie die Anbindung schneller, günstiger und zeitgleich realisieren können. Ziel ist es nach Angaben von SIT, einen Standard zu schaffen, der es ermöglicht, die langfristige Weiterentwicklung von OZG-Diensten plattformunabhängig sicherzustellen und voranzutreiben.
Bis Ende des ersten Quartals 2020 plane die Taskforce um Projektleiter Olaf Lindemeier von SIT die neun internen Arbeitspakete abzuarbeiten und anschließend die Ergebnisse zu präsentieren.
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