Sonntag, 14. Juni 2026

BerlinEin Klick macht den Unterschied

[18.09.2020] Das Online-Angebot der Berliner Verwaltung profitiert von einer neuen Supportkomponente: Der blaue „Service & Support“-Button führt direkt zu einem Frageassistenten, der Nutzern zielgerichtete Auswahlmöglichkeiten anbietet und ihr Anliegen direkt der richtigen Stelle zuordnet.
Über den blauen Service & Support-Button kommen Nutzer direkt zum Frageassistenten.

Über den blauen Service & Support-Button kommen Nutzer direkt zum Frageassistenten.

(Bildquelle: https://service.berlin.de)

Jetzt noch schnell einen Termin buchen, um den Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das Foto ist schon gemacht, aber ist das Arztgutachten inzwischen beim Versorgungsamt in Berlin angekommen? Wer ist denn die richtige Ansprechperson für diese Fragen? „Service & Support“ steht auf dem blauen Button, der in diesem Fall weiterhelfen kann. Seit einiger Zeit ist er im Berliner Service-Portal im Bereich Schwerbehinderung und auf der Seite des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zu finden.

Nächste Stufe der Servicequalität

Mit einem Klick öffnet sich ein Fenster und ein Frageassistent begleitet Nutzer, denen zielgerichtete Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Hinter dieser vermeintlich einfachen Neuerung verbirgt sich die nächste Stufe der Servicequalität. Die Anliegen werden direkt an eine vorher definierte Stelle vermittelt, wobei allgemeine Anfragen in das 115-Service-Center gelangen und Anfragen zu Einzelfällen direkt an das LAGeSo weitergeleitet werden. Die Fragen können problemlos auch außerhalb der Geschäftszeiten gestellt werden. Die Antworten erhalten die Nutzenden ohne die vorherige Suche nach den Zuständigen im Amt. Für die Verwaltung bringt die Supportkomponente eine grundlegende Optimierung der Abläufe, denn die Anliegen können zielgenau der richtigen Stelle zugeordnet und dort bearbeitet werden. Dieser Service wird durch eine neue technische Komponente der Behördennummer 115 ermöglicht, die im Auftrag des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) zusammen mit dem Land Berlin als Pilotteilnehmer für elektronische Verwaltungsportale entwickelt wurde.

Neues Wissen sammeln

Ziel des laufenden Pilotbetriebs ist es, neues Wissen rund um die Anfragenbearbeitung, passende Standardantworten und Prozesse zu sammeln. In Berlin bedeutet das ganz konkret, dass die über den Frageassistenten formulierten Anliegen der Bürger in das gemeinsame Ticketsystem des 115-Service-Centers beim IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin überspielt werden. Dort werden sie beantwortet oder an die zuständige Verwaltung zur Beantwortung weitergeleitet. Damit werden die in Berlin beim Bürgertelefon 115 bewährten Abläufe und Strukturen auf den Online-Kanal übertragen. So entsteht ein weiteres Angebot im Portalverbund, das unabhängig von der eingesetzten Portal-Software durch Kommunen, Länder und Bund genutzt werden kann. Die Supportkomponente wird zentral durch das BMI erstellt und gepflegt. Kommunikations-, Datenschutz- und Sicherheitsstandards werden unmittelbar berücksichtigt und zentral für alle Nutzer nachgehalten.

Chancen zur Binnenmodernisierung

Der Mehrwert der Supportkomponente kann auch darin liegen, in Zukunft Nutzerfeedback einzuholen und damit die Single-Digital-Gateway-Verordnung der EU (SDG) umzusetzen. Diese verpflichtet Bund und Länder ab Dezember 2020 dazu, bei den entsprechenden Leistungsbeschreibungen eine Bewertungs- und Feedback-Möglichkeit anzubieten. Nicht zu vernachlässigen sind die Chancen zur Binnenmodernisierung der organisatorischen Abläufe innerhalb einer Kommune, die sich durch den Einsatz der Supportkomponente notwendigerweise ergeben. So prüft das Land Berlin, ob analog zum Telefonkanal mit der zentralen Einwahlnummer 115 als Zugang zu allen Berliner Behörden auch für den digitalen Kanal ein zentrales Eingangstor geschaffen werden kann.

Frank Brockmann ist Gruppenleiter Verwaltungszugänge im Referat Verwaltungsdigitalisierung und E-Government bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin.




Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale

ITEBO: OpenR@thaus erlaubt Zustellfiktion

[10.06.2026] OpenR@thaus kann ab sofort elektronische Bescheide rechtssicher zustellen. Die Zustellfiktion wird über das BundID-Postfach abgesichert. Das eigene Postfachsystem ergänzt eine Zwei-Wege-Kommunikation und Statusanzeige sowie die Anbindung an das Sachbearbeitendenportal. mehr...

screenshot Arnsberg engagiert

Portale: Arnsberg engagiert sich

[22.05.2026] „Arnsberg engagiert“ feiert halbjähriges Bestehen: Die digitale Plattform stärkt die Vernetzung im Ehrenamt. mehr...

Ausschnitt einer Computertastatur, auf der eine Taste rot eingefärbt ist und die Aufschrift Leichte Sprache trägt.

Barrierefreiheit: Digitale Teilhabe praktisch umsetzen

[21.05.2026] Öffentliche Stellen müssen digitale Angebote barrierefrei gestalten und dabei auch zentrale Informationen in Leichter Sprache bereitstellen. Das Würzburger Startup KLAO unterstützt Behörden und Kommunen dabei mit KI-Software und zertifizierten Prüfverfahren. mehr...

Screenshot_Website_Kreis_Viersen

Kreis Viersen: Website in neuem Layout

[15.05.2026] Der Internetauftritt des Kreises Viersen ist überarbeitet worden und erscheint in modernisiertem Layout mit zusätzlichen Funktionen. Künftig ist auch ein Newsroom geplant. mehr...

Ein Baum wächst aus einem Boden, bestehend aus leuchtenden Linien, heraus.

Difu: Portal für nachhaltige Kommunen

[13.05.2026] Ob Klimaschutz und Energie, Mobilität, Wohnen, Bildung oder Infrastruktur: Vor Ort entscheidet sich, ob die nachhaltige Entwicklung gelingt. Eine neue digitale Plattform von Difu und Bertelsmann Stiftung unterstützt Kommunen bei der Steuerung ihrer zukunftsorientierten Entwicklung. mehr...

kreis Nienburg/weser_altes Amtshaus

Niedersachsen: Land und Landkreis realisieren Online-Services

[04.05.2026] Innerhalb von knapp drei Monaten konnten im Kreis Nienburg/Weser zahlreiche OZG-Fokusleistungen und Leistungen von föderalem Interesse digital bereitgestellt werden. Möglich wurde dies durch ein neues gemeinsames Vorgehen zwischen dem Innenministerium, dem Kreis und seinen angehörigen Kommunen sowie deren IT-Dienstleistern. mehr...

hand mit Smartphone mit Augsburg-App vor Augsburger Rathaus

Augsburg: Alles in der App

[30.04.2026] Die Stadt Augsburg hat einen Kommunikationskanal gestartet, bei dem digitale Souveränität ein wichtiger Faktor ist: Die App macht unabhängig von Algorithmen, bietet mehr Kontrolle über die Inhalte und stellt einen direkten Draht zur Bevölkerung her. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Besser gegen Wasser geschützt

[28.04.2026] Das Land NRW stellt eine App bereit, die Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien darin unterstützt, Gefährdungen durch Starkregen oder Hochwasser einzuschätzen. Auch Kommunen können die App nutzten, um eigene Angebote zum Hochwasserschutz breit zu kommunizieren. mehr...

Kreis Steinfurt: Digitale Antragstellung im Immissionsschutz

[14.04.2026] Der Kreis Steinfurt hat die digitale Antragstellung im Immissionsschutz gestartet und damit ein umfangreiches Genehmigungsverfahren effizienter und transparenter gemacht. mehr...

Hand, die Euronoten in die Höhe hält, blauer Hintergrund.

Nordrhein-Westfalen: Digital zum Mittelabruf

[10.04.2026] Das Land Nordrhein-Westfalen hat ein umfangreiches Infrastruktur- und Investitionsprogramm für Kommunen auf den Weg gebracht. Der Antragsweg für die Kommunen sollte dabei möglichst glatt verlaufen: Über ein Portal können sie über ein rein digitales Verfahren auf die Mittel zugreifen. mehr...

Frau schaut auf Tablet

S-Public Services: PublicFlow für Prozesse

[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...

Bürgermeister Christian Zwingmann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Leinefelde-Worbis-App zu sehen ist, im Hintergrund sind auf einem Display weitere App-Ansichten zu sehen.

Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone

[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...

Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

In Wollpulloverärmeln steckende Hände tippen an einem Laptop, der auf einem niedrigen Couchtisch steht. Die ganze s´Szene ist warm beleuchtet.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Screenshot der Startseite des Bürgerportals Maerker Brandenburg.

Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen

[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...