CorASiVSoftware unterstützt Gesundheitsämter

Eine visuelle Aufbereitung von Covid-19-Daten unterstützt Gesundheitsämter.
(Bildquelle: Fraunhofer IGD, Tine Casper)
Das Fraunhofer-Projekt CorASiV unterstützt mit einer neuen Software die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Covid-19-Infektionen. Die Software liefert einen genaueren Überblick über Verbreitungs- und Ansteckungszusammenhänge und erlaubt es so, eindämmende Maßnahmen zeitnah und gezielter vorzunehmen.
Entstanden ist CorASiV in einem Gemeinschaftsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Grafische Datenverarbeitung IGD und des Fraunhofer-Instituts für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Wie das Fraunhofer IGD mitteilt, bereiten die Technologien in CorASiV die vom Gesundheitsamt eingegebenen Daten digital auf und visualisieren sie auf verschiedene Weisen. Dabei können nur Mitarbeitende des Gesundheitsamts auf personenbezogene Daten zugreifen. Alle erfassten Personen werden mit ihrem Wohnort sowie ihrem aktuellen Infektionsstatus auf einer digitalen Karte angezeigt und das Gebiet des Gesundheitsamts nach möglichen örtlichen Zusammenhängen ausgewertet.
Mit einer zeitlich abhängigen Visualisierung des Infektionsgeschehens können die Menschen identifiziert werden, die sich in ähnlichen Zeiträumen infiziert haben. So erhalten die Gesundheitsämter mit der Kartenvisualisierung per Tastendruck einen genaueren Überblick über die Infektionsausbreitung. Dies soll sie dazu befähigen, Hotspots zu erkennen und die Maßnahmen gezielt darauf einzustellen.
CorASiV entstand im Rahmen des Aktionsprogramms „Fraunhofer vs. Corona“ der Fraunhofer-Gesellschaft, das die Gesundheitsämter bei der Aufgabe unterstützt, die Coronakrise zu meistern. An CorASiV sind neben den schon genannten Instituten auch die Fraunhofer-Institute IAIS, IME, ITWM und MEVIS beteiligt.
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