MannheimIdentsystem zur Müllentsorgung

Mit dem digitalen Identifikationssystem wird die Entsorgung in ausgewählten Mannheimer Stadtteilen transparenter, effizienter und zuverlässiger.
(Bildquelle: Stadt Mannheim)
Der städtische Eigenbetrieb Stadtraumservice Mannheim – zuständig unter anderem für Abfallwirtschaft, Stadtreinigung, Grünflächen und Tiefbauaufgaben der Quadratestadt – erprobt in Teilen des Stadtgebiets ein Identsystem für Restmülltonnen, das für mehr Transparenz und Gebührengerechtigkeit sorgen soll. In den Stadtteilen Feudenheim, Neuostheim und Teilen von Wallstadt werden die Abfalltonnen für Restmüll direkt am Abfallsammelfahrzeug gescannt und digital erfasst. Die Abfallsammelfahrzeuge wurden entsprechend umgerüstet.
Zur Durchführung erhielten die Haushalte der drei Stadtteile ein Anschreiben mit Klebeetiketten, die auf den Restmüllbehältern angebracht werden müssen. Persönliche Daten der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer beziehungsweise Mieterinnen und Mieter sind auf dem Tonnenetikett nicht enthalten; lediglich Straße und Hausnummer sowie Behälterart, -nummer, -volumen und Leerungsrhythmus sind vermerkt.
Durch die Digitalisierung erreicht der Stadtraumservice mehrere Ziele: weniger Fehlleerungen, eine gerechtere Abrechnung und eine bessere Kommunikation mit den Kunden. Die Leerungen können mithilfe des Etiketts besser dokumentiert werden, indem jeder Abfallbehälter zweifelsfrei einem Grundstück zugeordnet wird und nur angemeldete Behälter geleert werden. Unberechtigt bereitgestellte Behälter werden von der Leerung ausgeschlossen. Außerdem können beispielsweise defekte oder ins Abfallsammelfahrzeug gefallene Müllbehälter dem Betrieb direkt digital gemeldet werden. Bei Nachfragen zur Leerung der Behälter können somit genauere Auskünfte gegeben werden. „Dies ist zunächst eine Probephase. Die hieraus gewonnenen Erfahrungen nutzen wir bei der Einführung des stadtweiten Identsystems“, erklärt die Eigenbetriebsleiterin Alexandra Kriegel.
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